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Ausgewählte Neuerscheinungen |
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Hustvedt, Siri : Was ich liebte. |
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unsere Rezension: Einige Jahre sind vergangen seit Siri Hustvedt mit 'Die Verzauberung
der Lily Dahl' Aufmerksamkeit erregte und ihre jugendliche Heldin Lily
Dahl könnte durchaus eine der Protagonistinnen von 'Was ich liebte'
sein. Die junge Heldin, die am Ende von 'Lily Dahl' die enge Kleinstadt
verläßt, um in der Großstadt ihr Glück zu machen,
ist in die Jahre gekommen, ihre Träume sind ausgeträumt. Hustvedt
hat mit diesem Buch ein sehr komplexes Werk geschaffen, das ähnlich
wie 'Die Korrekturen' ein Bild der westlichen Gesellschaft am Ende des
20. Jahrhunderts entwirft ohne die Individuen aus dem Blick zu verlieren.
Hustvedt muss man zugestehen, dass sie sich mit der Kunst und der Psychologie
zwei Feldern der Gesellschaft zugewandt hat, die in Franzens Werk ausgespart
blieben. Über die Autorin: Siri Hustvedt wurde 1955 in Northfield, Minnesota, geboren. Sie studierte
Literatur an der New Yorker Columbia-Universität und promovierte
mit einer Arbeit über Charles Dickens. Sie lebt in Brooklyn und ist
mit dem Schriftsteller Paul Auster verheiratet, mit dem sie eine Tochter
hat. |
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Mankell, Henning: Tea-Bag. -ZSOLNAY VERLAG -2003.
EUR 24.90 |
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Verlagswerbung: Jesper Humlin hat es nicht leicht. Er ist ein gefeierter Lyriker, doch
sein Verleger besteht darauf, dass er endlich einen Kriminalroman schreibt.
Seine Freundin will ein Kind von ihm, der Kurs seiner Wertpapiere ist
gefallen, und seine über achtzigjährige Mutter hat eine Agentur
für Telefonsex eröffnet. Alle anderen scheinen erfolgreicher
zu sein als er. Da bringt eine Lesung im Boxclub eines alten Freundes
die Wende in seinem Leben. Dort lernt er Tea-Bag, ein schwarzes Flüchtlingsmädchen,und
ihre Freundinnen kennen. Sie wollen Schriftstellerinnen werden und bei
Jesper Humlin in die Lehre gehen. Und nach und nach erfährt er ihre
Geschichten: von Tea-Bag, die aus dem Sudan kommt und immer von einem
unsichtbaren Affen erzählt, von Tanja, der Russin, die massenhaft
Handys klaut und mit dem Dietrich hantiert wie andere Frauen mit dem Lippenstift,
und von Leyla, die einen jungen Schweden liebt und vor dem Zorn ihrer
iranischen Sippe flieht. Als Jesper Humlin versucht, die Mädchen
vorder Polizei in Sicherheit zu bringen, beschwört er ungeahnte Verwicklungen
herauf, die zu einem tragikomischen Höhepunkt führen. |
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Roth, Philip: Das sterbende Tier. Rowohlt Taschenbuch Verlag 2004 7.90 EUR |
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Verlagswerbung: David Kepesh, ein in Ehren ergrauter bekannter Kulturkritiker, der regelmäßig
im Fernsehen auftritt und eine Dozentur an einem New Yorker College hat,
ist über sechzig, als er die wohlerzogene Studentin Consuela Castillo
kennen lernt, Tochter reicher kubanischer Exilanten, die sein Leben in
erotische Turbulenzen stürzt. |
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Kolb, Ulrike : Diese eine Nacht.
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Verlagswerbung: »Sie müssen mit ihm reden, hat der Arzt gesagt. Hören Sie nicht auf, mit ihm zu reden. Stellen Sie sich vor, Ihre Stimme sei eine akustische Nabelschnur, die ihn mit dem Leben verbindet.« Vera ist in eine Klinik gerufen worden: Zott, ihr Freund seit langem, liegt nach einem Unfall im Koma, und niemand weiß, ob er zurückkehren wird. Wie Orpheus mit seinem Gesang die Götter bewog, ihm Eurydike aus der Unterwelt freizugeben, so versucht Vera, Zott mit ihrer Stimme ins Bewußtsein zurückzuholen. Sie läßt ihre gemeinsame Zeit wieder lebendig werden, eine Geschichte, die in der Jugend beginnt und irgendwann im Erwachsenenalter eine dramatische Wende erfährt. Er, Einzelgänger und Künstler, der sich der Öffentlichkeit verweigert; sie, Journalistin, erfolgreich und ruhelos zwei anspruchsvolle, schwierige Lebensentwürfe. Eine ganze Nacht lang sitzt Vera an Zotts Bett. Sie mahnt und schmeichelt ihm, sie flüstert, fragt und murmelt ihm ins Ohr. Sie zieht alle Register, und auch der Leser wird hineingezogen in eine dramatische, intime Geschichte aus unseren Tagen in einen Sog, einen Lockgesang ins Leben zurück. |
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Fredriksson, Marianne: Geliebte Tochter. 19.90 EUR
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Verlagswerbung: In ihrem neuen Roman spinnt Marianne Fredriksson das Thema weiter, das sie schon in ihren klassischen Romanen SIMON und HANNAS TÖCHTER aufgegriffen hat: Wie wir zu dem Menschen geformt werden, der wir sind, und wie wir uns nur in der Beziehung zu Anderen entwickeln können. Katarina ist Architektin, jung, erfolgreich und ungebunden. Katarina ist von ihrem amerikanischen Liebhaber schwanger und will das
Kind unbedingt zur welt bringen. Ganz unerwartet reagiert ihre Mutter
mit großer Freude. Ist Gewalt erblich, nicht nur beim Täter, sondern auch beim Opfer?
Kritik: In sehr feinen Verästelungen ganz verschiedener Biografien, spürt Fredriksson der Frage nach, ob es tatsächlich vererbbare Lebensmuster gibt. Muss es sein, dass Mütter und Töchter immer wieder in die gleiche Falle tappen? Und welche Wege führen aus diesem Dilemma?" (Manuela Haselberger) (Quelle: Verlag) |
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Kennedy, A. L.: Alles was du brauchst. Fischer Taschenbuch Verlag 9,90 EUR |
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unsere Rezension: Bereits im ersten Buch von A.L. Kennedy, 'Einladung zum Tanz', ging es
um eine Tochter-Vater-Geschichte. In ihrem vierten Roman 'Alles, was du
brauchst' kehrt die schottische Autorin zu diesem Thema zurück und
widmet ihm fast 600 Seiten. Wer die Autorin kennt, erwartet keine Herz-Schmerz
Geschichte; Kennedy liebt Extreme und so hat sie eine Geschichte konstruiert,
die wenig zu tun hat mit herkömmlichen Familiengeschichten. Dennoch
geht es viel um Schmerz in diesem Buch und ums Herz geht es letzten Endes
auch.
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Vine, Barbara: Heuschrecken.
12.90 EUR |
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unsere Rezension: Was steht auf Feldern und sieht aus wie riesige Heuschrecken? Für
die siebzehnjährige Clodagh sind das die Strommasten der Überlandleitungen.
Clo liebt es, auf solchen Masten in die Höhe zu klettern. Fatale
Folgen hat es, als sie einen Freund mitnimmt: er kommt bei diesem gefährlichen
Spiel um. Mit diesem Trauma belastet, geht sie weg von ihrem Heimatort
nach London, um dort die Fachoberschule zu besuchen. Sie wohnt in einer
deprimierenden Kellerwohnung, entdeckt schnell, dass ihr das Studium nicht
zusagt. Sie lernt zufällig ihren Nachbarn Silver kennen, der etwas
charismatisches hat und ihr aus ihrer depressiven Phase hilft. Wir erfahren diese Geschichte Clodaghgs in der Rückschau, sie setzt sich anhand von Tagebuchaufzeichnungen mit ihrer Vergangenheit auseinander, als sie auf eine Bekannte aus dieser Londoner Zeit trifft. Barbara Vine hat hier einen kunstvollen Roman komponiert, in dem sie ein wichtiges Geheimnis bis zum Schluss zu bewahren weiß. Mit einem gemächlichen Erzähltempo beschreibt Vine das Erwachsenwerden einer jungen Frau, die viele Jahre ihrer Jugend damit beschäftigt ist, ihren Weg zu finden. (A. Mantwill) |
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Fischer Taschenbuch Verlag 11/ 2004 ISBN 3-596-16384-6
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Wir erleben eine rapide Veränderung unserer Denk- und Lebensgewohnheiten
und fühlen uns ihr gegenüber machtlos. "Das Denken selbst
gerät in eine Globalisierungsfalle. Monoton dreht es sich im Kreis
der beiden Grundfragen: Wie beherrscht man das Globale, fragen die einen,
und wie rettet man es, fragen die anderen." Der Philosoph Rüdiger
Safranski hilft mit diesem Buch, sich zurechtzufinden in einem Ansturm
von Eindrücken und Bedrohungen. Er ermutigt, Freiräume für
Gleichgewicht und Handlungsfähigkeit zu schaffen, denn Globalisierung
lässt sich nur gestalten, wenn darüber nicht die andere große
Aufgabe versäumt wird: das Individuum, sich selbst zu gestalten. Über den Autor: Rüdiger Safranski, geboren 1945, Philosoph und Schriftsteller, lebt in Berlin. Er veröffentlichte Biographien über E. T. A. Hoffmann, Schopenhauer und Heidegger sowie den großen philosophischen Essay "Wieviel Wahrheit braucht der Mensch? Über das Denkbare und Lebbare". In der Reihe "Philosophie jetzt!" ist von ihm der Band über Schopenhauer (30686) erschienen. (Quelle: Verlag) |
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