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...denen wir viele LeserInnen wünschen


Junge Erwachsene probieren sich aus

Nick McDonell: Zwölf. Roman.
Aus dem Englischen von Thomas Gunkel

ISBN: 3-462-03228-3

KIWI Taschenbuch
Kiepenheuer & Witsch Verlag
2003

7,90 EUR

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McDonell: Zwölf

unsere Rezension:

"Er braucht sich eigentlich noch nicht zu rasieren; ab und zu vielleicht einmal in der Woche, fährt er sich mit einem Rasierapparat übers Gesicht, wobei er um die Pickel einen Bogen macht und auf Rasiercreme verzichtet."

Sehr junge, sehr reiche Erwachsene probieren sich aus: der Protagonist White Mike als Drogendealer, die schöne Sara als Gastgeberin einer Superparty etc.
In New York, der Hauptstadt der Welt.
Die Beschreibung der Stadt, der Moden, der jeunesse dorée, ihrer musikalischen Vorlieben, dessen, was sie an Literatur und Filmen kennen, ihrer Schulerfahrungen wirken sehr authentisch.
Nick McDonell hat "ZWÖLF" geschrieben, als er 17 war. Fünf Tage -vom 27. Dezember 2000 bis zur Silvesternacht werden beschrieben (die Türme kommen nicht vor).
Man lernt White Mike, Jessica, Andrew, Sara, Hunter und die anderen kennen und mehr oder weniger gern haben. Von einigen muss man sich gleich wieder verabschieden, weil sie sterben. Bis es soweit ist, hat man allerhand Spaß, z.b. wenn Jessica eine Talkshow mit ihren Teddybären veranstaltet oder die Wirkung von "12", einer Droge, vergleicht: "Ungefähr so, wie wenn du zum ersten Mal die Gettysburg Adress liest."
Sehr zu empfehlen für sehr junge Erwachsene, deren Mütter und Väter, New York - Fans, Soziologen usw.. (U. Theisen)

Klappentext:

White Mike ist clean. Er raucht nicht, er trinkt nicht, er kifft nicht. Aber er ist ein erfolgreicher Drogendealer. White Mike war gut in der Schule, auch wenn die Schulzeit seit sechs Monaten vorbei ist. Und obwohl sich manche Leute fragen, waser eigentlich die ganze Zeit treibt, kümmert es keinen, dass sich White Mike ein Jahr Auszeit nimmt, bevor er dann aufs College geht. Vielleicht aber auch nicht. White Mikes Kunden sind Highschool-Schüler, die in den Schulferien gegen die Langeweilekämpfen und dabei viel Geld ausgeben. Während ihre erfolgreichen Eltern im Urlaub oder auf Geschäftsreisen sind, feiern sie in deren New Yorker Villen und Luxusapartments Sex- und Drogenpartys. Es ist kurz nach Weihnachten, und Silvester soll die größte Party aller Zeiten stattfinden ...

Ein grenzenloser Berlin-Roman - sei gegrüßt Berlin!

Kara, Yade: Selam Berlin.
Roman. 384 S., kartoniert

ISBN: 3-257-23391-4


Diogenes TB Verlag 2004

9.90 EUR



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Kara: selam Berlin

unsere Rezension:

Hasan Kazan und seine Familie leben seit Jahren zwischen zwei Welten: mal in Berlin, wo der Vater ein kleines Reisebüro in Kreuzberg betreibt, als auch in Istanbul, das die Mutter Berlin vorzieht, wo Hasan und sein Bruder auf die deutsche Schule gehen.
Hasan hat gerade sein Abitur in der Tasche und beschließt just am Tag des Mauerfalls, endgültig nach Berlin zurückzugehen, auch wenn es gegen den Willen der Eltern ist. Sein Leben lang hatte er direkt an der Mauer gewohnt, jetzt will er das neue Berlin hautnah miterleben. Hasan braucht nun einen Job, eine eigene Wohnung und nicht zuletzt träumt er von der großen Liebe. Allerdings erweist sich die Suche in dieser Umbruchszeit in dem trubeligen, aus der ummauerten Normalität gefallenen Berlin als hindernisreich. Und zusätzlich bedeutet der Fall der deutsch-deutschen Mauer für die gesamte Familie Kazan eine grundlegende Veränderung...
Wie Hasan es schafft, sogar zum Film zu kommen, wie sich die Ereignisse für ihn so entwickeln, dass er am Schluss sagen kann „Selam Berlin“ liest sich spannend und kurzweilig. Wir lernen ein buntes Kaleidoskop an Figuren kennen, Deutsche aus Ost und West, Junge und Alte, Berliner türkischer Abstammung, Zugereiste, die zu wissen meinen, wie der Hase läuft: Wir werden durch tragikomische Szenen und Erlebnisse geführt, die Hasan oft schelmenhaft meistert, sprachlich originell, witzig und zugleich ernst erzählt. Es ist ein wunderbares Buch, das viele Themen nebenbei anspricht: Ost-West, Orient – Okzident, Mauern, die abgetragen werden, Mauern in den Köpfen, kosmopolitisches – kleinkariertes Denken, Klischees, die sich halten, Klischees, die sich auflösen, Liebe und Begehren, Familienbande, Freundschaft und und. Der Roman bietet einen erfrischenden Blick auf deutsche Befindlichkeiten aus der Sicht eines gebürtigen Deutschen türkischer Abstammung und wahrscheinlich wird sich jede/r bei der Lektüre bei dem einen oder anderen noch verinnerlichten Klischee ertappen. (A.Mantwill)

Über die Autorin:

Yadé Kara, geboren 1965 in Cayirli (Türkei), studierte Anglistik und Germanistik. Sie arbeitete als Scahuspielerin, Lehrerin, Managerin und Journalistin in Berlin, London, Istanbul und Hongkong. Zur Zeit lbt sie in Berlin. "Selam Berlin" ist ihr erster Roman.

Die Geschichte der Wolken

Enzensberger, Hans M.: Die Geschichte der Wolken. 99 Meditationen. 149 S. Gebunden.
ISBN: 3-518-41391-0


Suhrkamp Verlag 2003

19.90 EUR

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Enzensberger: Geschichte

Verlagswerbung:

Hans Magnus Enzensberger schaut in diesen 99 Meditationen genau hin: Die Wolken sind ihm Fremdes und Gleichnis menschlichen Lebens. Er hält das einzelne Kleine, das Flüchtige fest und gibt ihm die Würde des Moments; und er fragt nach dem Ewigen, sucht das Gesetz, in dem Geborenwerden und Sterben nur zwei Seiten des Vergänglichen sind. »Das Ende der Welt kommt ohne Beobachter aus«, heißt es, aber so lange läßt Enzensberger sich die Neugier nicht nehmen. Und nicht die Gelassenheit, sich mit einer Spezies zu beschäftigen, von der eines feststeht: »daß sie uns überleben wird/um ein paar Millionen Jahre/hin oder her«.

Eine Minute lang nicht hingeschaut,
schon sind sie da, plötzlich, weiß,
blühend ja, aber wenig handfest –
ein wenig Feuchtigkeit, hoch oben,
etwas Unmerkliches, das auf der Haut
hinschmilzt: rasanter Übergang
von Phase zu Phase – schön und gut.
Doch auch die Physik der Wolken
hat nicht alles im Griff ...



Hier spreche Ich

Kehlmann, Daniel: Ich und Kaminski. Roman
174 S., gebunden


Suhrkamp Verlag
ISBN: 3-518-41395-3

18,90 EUR

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Kehlmann: Ich und Kaminski

Mit kleineren Gelegenheitsarbeiten schlägt sich Sebastian Zöllner nach seinem Kunstgeschichtsstudium so durch, aber nun hat er einen ganz großen Fisch an der Angel: Er schreibt die Biographie des Malers Kaminski, der, entdeckt und gefördert einst von Matisse und Picasso, durch eine Pop-Art-Ausstellung, seine dunkle Brille und die Bildunterschrift "Painted by a blind man" weltberühmt wurde.

Inzwischen lebt Kaminski zurückgezogen in den Alpen und ist ein wenig in Vergessenheit geraten. Soll die Biographie noch rechtzeitig zum Ableben fertig werden, und dieser Termin läßt natürlich größere Aufmerksamkeit erwarten, dann ist Eile geboten. Zöllner, der zunächst mit alten Freunden und Feinden, mit Sammlern und Galeristen gesprochen hat, macht sich zum Objekt seiner Begierde auf den Weg, um exklusive O-Töne zu bekommen. Womit er nicht gerechnet hat: Kaminski ist abgeschirmt durch ein ganzes Heer von Vertrauten, und als es dem Biographen endlich trickreich gelingt, die Bewacher loszuwerden und den Maler auf eine tagelange Reise im Auto mitzunehmen, erkennt er, daß er dem Alten, blind oder auch nicht, in keiner Weise gewachsen ist.

Daniel Kehlmann hat einen hochironischen Roman geschrieben, in dem die Ereignisse immer neue und überraschende Wendungen nehmen, ein brillant witziges Verwirrspiel um Lebenslügen und Wahrheit, um Manipulation, um Moral und Kunst.

Über den Autor:

Daniel Kehlmann wurde 1975 in München geboren. Er lebt in Wien, studierte dort Philosophie und Literaturwissenschaft und arbeitet zur Zeit an seiner Promotion.

(Quelle: Verlag)

Ein ironischer Blick auf die sechziger Jahre

Genazino, Wilhelm: Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman.
2003. 159 S. 21 cm. Gebunden. 273gr.
ISBN: 3-446-20269-2
-HANSER Verlag 2003-

15.90 EUR


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Genazino: Eine Frau...

Verlagswerbung:

Ein junger Mensch von siebzehn Jahren fliegt vom Gymnasium, das kommt vor. Soll er sich damit trösten, dass auch so mancher große Geist ein schlechter Schüler war, bevor dann doch etwas aus ihm wurde?
Die Mutter sieht es praktischer und macht sich mit ihrem Sohn zunächst auf die Suche nach einer Lehrstelle: Gartenbau, Süßwaren, eine Reifenfabrik, eine Brauerei, alles kommt in Frage.
Der Sohn aber interessiert sich weder für Schokolade noch für Bier, sondern nur für eines: für Bücher. Ein Träumer, wie er im Buche steht, denkt er immer an dasselbe: ans Lesen und Schreiben.
Und daran, endlich erwachsen zu werden und die drei Dinge zu haben, die es dazu braucht: eine Frau, eine Wohnung und einen eigenen, selbst geschriebenen Roman.
Dann aber, im gleichen Augenblick, da die Mutter ihn als kaufmännischen Lehrling in einer Spedition unterbringt, druckt der örtliche Lokalanzeiger zum ersten Mal einen seiner Texte. Ein wunderbares Doppelleben beginnt: Tagsüber schreibt der Lehrling Lieferscheine, abends kleine Artikel für den Lokalanzeiger.
Und mit der Kollegin Linda scheint der junge Mann auch der anderen Seite seines Traumes näher zu kommen.
Wilhelm Genazino hat einen klassischen Entwicklungsroman geschrieben - aber in seiner ganz eigenen, unverwechselbaren Art: leicht, komisch und von großem Einfallsreichtum und sprachlicher Originalität.

Im Taschenbuch (1): Genazinos Regenschirm

Genazino, Wilhelm: Ein Regenschirm für diesen Tag.
Roman
173 S. kart.
dtv 2003

ISBN: 3-423-13072-5

8,00 EUR

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Genazino: Ein Regenschirm...

"Ein fabelhaft philosophisches Buch, geschrieben mit einem großen, kindlichen, tiefsinnigen Staunen." (Iris Radisch)

Verlagswerbung:


Geld verdienen kann man mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten. Zum Beispiel, indem einer seinem Bedürfnis nach distanzierter Betrachtung der Welt folgt, als Probeläufer für Luxushalbschuhe. Er durchstreift die Stadt mit englischem Schuhwerk, trifft dabei zwangsläufig auf eine seiner offenbar zahlreichen früheren Freundinnen, verfaßt Gutachten, für die er 200 Mark bekommt. Doch das Arrangement bröckelt. Seine letzte Freundin, Lisa, verlässt ihn, weil sie seine Weigerung, an der Welt mehr als nur flaneurhaften Anteil zu nehmen, nicht mehr erträgt. Und als das englische Schuhhonorar auf 50 Mark herabgesetzt wird, ist Not am Mann.
Wilhelm Genazino gehört seit seiner berühmten Abschaffel-Trilogie zu den wichtigsten, den unverwechselbaren Autoren in Deutschland: "Eine Prosa, die ihresgleichen sucht" (Süddeutsche Zeitung). In dieser unvergleichlich leichten und witzigen Sprache erzählt Genazino von einem Mann, der staunend steht vor "der Grundmerkwürdigkeit des Lebens", und der nach Kunstgriffen sucht, es gleichwohl zu bestehen. Und gelungen ist ihm damit ein Roman, in dem unsere Gegenwart vollkommen neu erscheint, fremd und verzaubert zugleich.

Im Taschenbuch (2): "Die Tochter"

Durlacher, Jessica: Die Tochter. Roman. Aus dem Niederländsichen von Hanni Ehlers.
327 S., kartoniert
Diogenes Taschenbuch 2003

ISBN: 3-257-23351-5

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Durlacher: Die Tochter

unsere Rezension:

Jessica Durlacher erzählt in "Die Tochter" eine Liebesgeschichte der besonderen Art. Ein Mann und eine Frau Anfang Zwanzig treffen sich im Anne-Frank-Haus in Amsterdam und es entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Beide sind Juden, deren Eltern eine KZ-Vergangenheit haben und vor allem sie will ununterbrochen über diese Tatsache reden. Ihr Partner zieht es allerdings vor, in seiner jetzigen Welt zu leben und an Wunden lieber nicht zu rühren. Die Frau verschwindet unerwartet, erst fünfzehn Jahre später treffen sie sich auf der Buchmesse in Frankfurt wieder und versuchen, ihre Beziehung von damals wieder aufzunehmen. Langsam und auf vielen Umwegen deckt die Autorin das Geheimnis auf, das hinter dem plötzlichen Verschwinden der Frau steckt. Eine Geschichte von Lügen und der Suche nach Wahrheit, von Opfern und Tätern und dem Wiederfinden einer verloren geglaubten Liebe. (Marika Klein)

"Die Tochter" handelt von der hartnäckigen Suche nach einer fast verlorenen großen Liebe, von Wahrheit und Lüge, von Opfern und Tätern, von Verantwortung und dem Versuch der Wiedergutmachung. Ein wunderbarer Liebesroman, eine faszinierende Geschichte mit unerwarteten Verwicklungen und ein wichtiges Buch über die großen Themen des Jahrhunderts.

Über die Autorin:

Jessica Durlacher, geboren 1961 in Amsterdam, hat als Literaturkritikerin für diverse Zeitungen und Zeitschriften gearbeitet und eine Reihe von Anthologien herausgegeben, die der Prosa von Autoren ihrer eigenen Generation gewidmet sind. Darüber hinaus übersetzte sie ›Maus I + II‹ von Art Spiegelman ins Niederländische.

Im Taschenbuch(3): "Die Dunkelkammer des Damokles"

Hermans, Willem Frederik: Die Dunkelkammer des Damokles.
Roman. 415 Seiten, kartoniert
Aufbau-Taschenbuch-Verlag 2003

ISBN: 3-7466-1940-8

8,95 EUR

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Hermans: Die Dunkelkammer...

unsere Rezension:

Ein literarischer Außenseiter ist Willem Frederik Hermans Zeit seines Lebens geblieben. Seine Romane von 1949 und der hier empfohlende (1958) waren in einer Zeit provokativ, in der nicht Provokation sondern Identitätstiftendes gefragt war.
Hermans erzählt die Geschichte von Henri Ousewoudt, von seiner Jugend bis zu seinem Tod, doch es ist kein Entwicklungsroman, den wir da zu lesen bekommen. Die Ziellosigkeit seines Handelns wird mit jeder Seite offenbarer, sein Dasein von einer Doppelgängerfigur bestimmt, in dessen Auftrag er zu morden beginnt und lebt. So wie sein Handeln ihn zum Helden des holländischen Widerstands gegen die Nazidiktatur hätte ma-chen können, so bringt es ihm Verfolgung durch die Befreier ein. Und was antwortet Camus´ Mersault auf die Frage seiner Richter, warum er den Araber getötet habe: "A cause du soleil."
"Die niederländische Literatur unseres Jahrhunderts wäre ohne ihn undenkbar." meint jedenfalls Cees Nooteboom über den Kollegen, und die Lektüre des Romans legt nahe, daß er damit nicht nur das Gute über die Toten sprechen will. (Frank Peters)

Verlagswerbung:

Krieg und Totalitarismus als Versuchsanordnung: Furios und spannend erzählt Willem Frederik Hermans von der unentrinnbaren Schuld des einzelnen.
Die Verstrickungen des Henri Osewoudt führen uns in die Zeit des Zweiten Weltkriegs in die Niederlande: In einem Anflug von Wahnsinn hat Osewoudts Mutter den eigenen Mann erstochen. Osewoudt wächst bei seinem Onkel auf und erfährt durch seine ältere Cousine von den Wonnen der Liebe. Gerade 18 Jahre alt geworden, beschließt er, die junge Frau zu heiraten. Eines Tages betritt ein Offizier namens Dorbeck den kleinen Tabakladen in Voorschoten, den Osewoudt im Namen seines Vaters weiterführt. Dorbeck, dem Osewoudt wie aus dem Gesicht geschnitten scheint, stiftet den gutgläubigen Osewoudt zur Mitarbeit im Widerstand an. Und Osewoudt, der nur allmählich ahnt, wie schicksalhaft seine Begegnung mit Dorbeck sein wird, erfüllt die Aufträge immer ein bißchen eifriger, als es von ihm verlangt wird. Bis der geheimnisumwitterte Auftraggeber urplötzlich verschwindet.
Nach der Befreiung der Niederlande wird Osewoudt verhaftet und der Kollaboration bezichtigt. Er vermag seine Unschuld nicht zu beweisen, weil alle Mitstreiter tot sind und eine Fotografie, die ihn eindeutig entlasten würde, unauffindbar bleibt. Allein sein Doppelgänger Dorbeck könnte den Angeklagten retten. Doch der ist unauffindbar - und Osewoudts Unschuldsbeteuerung für die niederländische Polizei mehr als fadenscheinig. Hat je eine Person namens Dorbeck existiert oder ist sie nur der Phantasie Osewoudts entsprungen?

Im Taschenbuch (4): "Der Krapfen auf dem Sims"

Goldt, Max: Der Krapfen auf dem Sims.
Betrachtungen, Essays u. a. 188 S. , Kartoniert
ISBN: 3-499-23349-5


Rowohlt Taschenbuch 23349
2003

7.90 EUR

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Goldt: Der Krapfen...


"Was denn für ein Wappen?" rief nun Akihito. "Weiß ich doch nicht, was Sie da für ein Wappen draufhaben wollen", erwiderte die Zofe, der auch Regensburger Zucht das Frechsein nicht hatte austreiben können. Der Kaiser ging daher in die Bibliothekund wälzte im Scheine des Kienspans heraldische Lexika. Was er schließlich auswählte, war das Wappen der Stadt Berlin, nicht, weil ihn mit Berlin irgend etwas verband, sondern weil ihn die unnatürliche Art, wie der Berliner Wappenbär dasteht, angenehm an die unnatürliche Art erinnerte, wie manche japanische Frauen gehen.

(Quelle: Verlag)

Im Labyrinth der Gegenwart


Atlas der Globalisierung:
Hrsg. v. Le Monde diplomatique. Mit e. Einl. v. Ignacio Ramonet u. e. Vorw. v. Hermann Scheer. 2003.
191 S. m. zahlr. farb. Ktn. u. Abb. 30 cm. Kartoniert.

taz Verlags- und Vertriebs-Gmbh
ISBN: 3-9806917-6-4

10,00 EUR

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Atlas der Globalisierung

Dieser Atlas ist ein fundierter Führer durch das Labyrinth der Gegenwart und zeigt den Weg in die Zukunft.

"In diesem Atlas finden Sie alles, was man braucht: hintergründiges Kartenmaterial, informative Daten und Schaubilder ebenso wie fachkundige Erläuterungen zu den wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Grundfragen der Globalisierung - alles praktisch und anschaulich aufbereitet. Dies ist ein großer Wurf von 'Le Monde diplomatique', ein dichtes Kompendium und, nicht zuletzt, das unverzichtbare Handbuch für all jene, die sich für eine gerechtere Weltordnung einsetzen wollen."
(Susan George, Vizepräsidentin von Attac Frankreich)
(Quelle: Verlag)

Die Lebensgeschichte der Ulrike M.

Prinz, Alois: Lieber wütend als traurig.
Die Lebensgeschichte der Ulrike Marie Meinhof. 328 S.,. Fototaf. Gebunden.


ISBN: 3-407-80905-0
Beltz Verlag 2003

19.00 EUR

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Prinz: Lieber wütend...

Ulrike Marie Meinhof (1934 - 1976) war renommierte Journalistin und Mitbegründerin der Rote Armee Fraktion - eine christliche Pazifistin, die schließlich die Welt mit Gewalt verändern wollte.
Was muss geschehen, dass Engagement für Frieden und Gerechtigkeit umschlägt in Gewalt und Feindseligkeit?
Alois Prinz erzählt von einem außergewöhnlichen Leben, das zugleich ein herausragendes Lehrstück deutscher Nachkriegsgeschichte ist.

Mit Anfang dreißig hatte Ulrike Meinhof erreicht, wovon andere träumten: Sie war renommierte Journalistin, wohnte mit ihrem Mann und den beiden Töchtern in einer Villa in Blankenese und gehörte zur linken Party-Szene in Hamburg und Sylt. Vielen galt sie als Vorbild ihrer Zeit, und ihr Grundsatz lautete 1962 noch: "Schießenderweise verändert man nicht die Welt, man zerstört sie." Doch 1970 ließ sie dieses Leben hinter sich, um in den Untergrund zu gehen und mit Andreas Baader und Gudrun Ensslin die terroristische Rote Armee Fraktion zu gründen. Von nun an galt sie als "Stimme der RAF" - und als "Staatsfeind Nr. 1". Ein radikaler Schnitt, der bis heute schwer nachvollziehbar scheint.
Alois Prinz folgt ihren Lebensspuren, von der Kindheitim Dritten Reich bis zu ihrem Tod in Stammheim. Er lässt dabei Zeitzeugen sprechen und präsentiert schwer zugängliches Material. Mit gebotener Distanz erzählt er von einem ungewöhnlichen Leben, das zugleich ein Stück deutsche Geschichte und eine Geschichte der Utopien ist - warum sie lebenswichtig sind und warum sie lebenszerstörerisch sein können.
(Quelle: Verlag)

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