Ausgewählte Bücher
...denen wir viele LeserInnen wünschen

Alles was man (nicht) braucht

Schotts Sammelsurium
Konzipiert, verfasst und gestaltet von Ben Schott
158 S., gebunden

Bloomsbury Berlin

16,00 EUR

bestellen

Welches andere Buch kann sich schon eines Registers rühmen, das die Einträge Schnürsenkellängen, Punktezählung beim Canasta, Bleistiftstärken oder die Sieben Todsünden enthält? Wo sonst findet man auf einer einzigen Seite eine Erläuterung der japanischen Kampfkunst Sumo, die Werke der Barmherzigkeit und die UNO Generalsekretäre?Ganz zu schweigen von den 12 Arbeiten des Herkules, dem Morsealphabet, den Fußballweltmeisterschaften sowie den Mordmethoden in Miss-Marple-Krimis.
Eine einmalige, auch künstlerisch sehr gelungene Sammlung an trivialem und seriösem Wissen, die in keiner Bibliothek fehlen sollte!

"Eine wunderbare Sammlung unentbehrlicher Trivialitäten. Gott sei gedankt für Schotts Sammelsurium."
Stephen Fry

Verblüffend aktuell: Montaignes Anmerkungen zur Erziehung

Montaigne für Lehrer.
von Michel de Montaigne
Zwölf Plädoyers für eine lebenspraktische Erziehung.
Ausgew., übers. u. hrsg. v. Hans Stilett 144 S., gebunden
Eichborn Verlag 2004
ISBN 3-8218-4889-8

14,90 EUR

bestellen

Wieviel Führung brauchen junge Menschen? Wie erzieht man sie zur Lebenstüchtigkeit? Und wie stark soll man auf sie eingehen, wenn man sie im umfassenden Sinne bilden will? Mit brillantem Witz, unverstellter Menschenkenntnis und stilistischer Eleganz hat Michel de Montaigne (1533-1592) in seinen Essais diese und andere Fragen in einer Weise beantwortet, die für die heutigen Debatten zahlreiche Anregungen bietet.

Sein deutscher Wiederentdecker und Übersetzer Hans Stilett hat Montaignes Erkenntnisse zur Erziehung in 12 Kapiteln (»Plädoyers«) zusammengefaßt – von seinen Attacken gegen »die schwarzgalligen Anwandlungen tobender Schulmeister« über seine Warnung vor blinder Stoffhuberei (»Die Gelehrtesten sind nicht die Gescheitesten«) bis zu seinem Wunsch, dass »die weite Welt das Buch meines Zöglings sei«. (Verlagswerbung)

1968: Mein Jahr als Mörder

Delius, Friedrich Christian:
Mein Jahr als Mörder
. Roman
Originalausgabe
304 Seiten, gebunden
Rowohlt TB Verlag

ISBN: 3499239329

8,90 EUR

bestellen


Am Nikolaustag 1968 hört ein Berliner Literaturstudent im Radio, dass der Nazi-Richter Rehse endgültig freigesprochen wurde. Noch während die Nachrichten laufen, beschließt er, ein Zeichen zu setzen: Er will diesen Richter umbringen. Für den Studenten eine ganz persönliche Angelegenheit, denn Rehse hat auch den Vater seines besten Freundes zum Tode verurteilt, Georg Groscurth - Leibarzt von Rudolf Heß und zugleich als Widerstandskämpfer aktiv, gemeinsam mit Robert Havemann. (Verlagswerbung)

Dylan's Lyrics

Dylan, Bob: Lyrics.

1962-2001.

Sämtliche Songtexte. Englisch-Deutsch.
Dtsch v. Gisbert Haefs
1151 S. m. Fotos, Kartoniert
2004 Hoffmann & Campe

ISBN 3-455-01591-3

39.95 EUR

bestellen


In diesem prächtig ausgestatteten zweisprachigen Band sind erstmals sämtliche Songtexte enthalten, die Bob Dylan zwischen 1962 und 2001 geschrieben hat, ins Deutsche übertragen von dem Schriftsteller und Bob-Dylan-Fan Gisbert Haefs, der sich auch als Übersetzer und Herausgeber der Werkausgaben von Jorge Luis Borges, Rudyard Kipling, Georges Brassens u.a. einen Namen gemacht hat.

„Lyrics 1962 – 2001“ zeigen: Bob Dylan hat nicht nur die letzten vierzig Jahre Musikgeschichte wie kaum ein anderer geprägt, sondern ist ebenso einer der großen und einflussreichsten Lyriker unserer Zeit, der mehrmals von Allen Ginsberg offiziell für den Literaturnobelpreis nominiert wurde. Seine Kollegen sind sich einig über die Bedeutung seines Œuvres: „Bob befreite den Geist auf dieselbe Art, wie Elvis den Körper befreit hat.“ (Bruce Springsteen) – „Bob Dylan ist ein Planet, den es zu entdecken gilt.“ (Tom Waits) – „Außer Blues hatte mich nie etwas interessiert, bis ich Bob Dylan hörte.“ (Eric Clapton)

Vierzig Jahre lang – das entspricht rund dreißig Alben mit neuen Songs – hat sich Bob Dylan immer wieder den Moden und Etikettierungen entzogen. Er spielte Folk, als die geistesverwandten Beatniks nur Modern Jazz und Bebop gelten ließen, stieß die Folk-Gemeinde vor den Kopf, als er mit einer Rock’n’Roll-Band auf Tour ging. Er verspottete die Spießer mit „Ballad of a Thin Man“, düpierte die Hippies, als er mit dem seinerzeit als reaktionär verschrienen Johnny Cash 1969 auf „Nashville Skyline“ duettierte und verblüffte die Fans mit seiner plötzlichen Hinwendung zum Christentum. Bob Dylan, der im London der Swingin’ Sixties selbst von Ikonen wie den Beatles und den Rolling Stones wie „ein Gott“ (Marianne Faithfull) verehrt wurde, hat alle Erwartungshaltungen schon 1965 treffend kommentiert: „You don’t need a weatherman to know which way the wind blows.“

Dylans 60iger Jahre

Dylan, Bob: Chronicles.
Autobiografie. Die 60er Jahre.
288 S. m. 16 Farbtaf. 24 cm. Gebunden.

Hoffmann & Campe 2004

ISBN: 3-455-09385-X

22.00 EUR

bestellen


Bob Dylan der mit bürgerlichem Namen Robert Zimmermann heißt, erzählt in seiner langerwarteten Autobiografie, die auf insgesamt drei Bände angelegt ist, von seiner Karriere über vier Jahrzehnte.

Bob Dylan hat nicht nur die letzten vierzig Jahre Musikgeschichte wie kaum ein anderer geprägt, sondern ist ebenso einer der großen und einflussreichsten Lyriker unserer Zeit, der mehrmals von Allen Ginsberg offiziell für den Literaturnobelpreis nominiert wurde. Seine Kollegen sind sich einig über die Bedeutung seines OEuvres: "Bob befreite den Geist auf dieselbe Art, wie Elvis den Körper befreit hat." (Bruce Springsteen) - "Bob Dylan ist ein Planet, den es zu entdecken gilt." (Tom Waits) - "Außer Blues hatte mich nie etwas interessiert, bisich Bob Dylan hörte." (Eric Clapton) - Und selbst der (ehemalige) Präsident der Vereinigten Staaten muss offen bekennen: "Bob Dylan hatte wahrscheinlich mehr Einfluss auf die Menschen meiner Generation als jeder andere Künstler." (Bill Clinton).

Willemsens Begegnungen ...

Willemsen, Roger: Gute Tage.
Begegnungen mit Menschen und Orten. 415 S. m. Abb. 21 cm. kartoniert

Fischer TB

ISBN: 3596165202

EUR 9,95

bestellen


Eine Orang-Utan-Forscherin im Dschungel Borneos - Madonna sprachlos in Paris - John le Carre und der KGB in Cornwall - Yassir Arafat und die Schokoladenprinten in Tunis - Margaret Thatcher und ihr alter Globus in London - John Malkovich auf der Burg des Marquis de Sade - Jean Seberg im Film und in Paris - Timothy Learys letzte Worte in Hollywood - Tina Turner auf der Plantage und in Monte Carlo - Vivienne Westwood untragbar in der Welt der Mode - der Dalai Lama beim Essen in Nordindien ... und Harald Schmidt, Mikis Theodorakis, Sinead O'Connor, Papa Wemba und Jane Birkin an guten Tagen.

Können Bücher wirklich träumen?

Moers, Walter: Die Stadt der träumenden Bücher
Roman.
464 Seiten mit zahlreichen Illustrationen des Autors
kartoniert
Piper Verlag
ISBN: 3492246885

10,00 EUR

bestellen

Moers

Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Lesen ein letztes Abenteuer ist, wo einen Bücher nicht nur spannend unterhalten oder zum Lachen bringen, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Nur wer bereit ist, für das Lesen derartige Risiken in Kauf zu nehmen, möge dem Autor folgen. Allen anderen wünschen wir ein gesundes, aber todlangweiliges Leben!

Als der Pate des jungen Dichters Hildegunst von Mythenmetz stirbt, hinterläßt er seinem Schützling nur wenig mehr als ein Manuskript. Dieses aber ist so makellos, daß Mythenmetz sich gezwungen sieht, dem Geheimnis seiner Herkunft nachzugehen. Die Spur führt nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher. Als der Held sie betritt, ist es, als würde er die Tür zu einer gigantischen Buchhandlung aufreißen. Er riecht den Anflug von Säure, der an den Duft von Zitronenbäumen erinnert, das anregende Aroma von altem Leder und das scharfe, intelligente Parfüm von Druckerschwärze. Einmal in den Klauen dieser buchverrückten Stadt, wird Mythenmetz immer tiefer hineingesogen in ihre labyrinthische Welt, in der Lesen noch eine wirkliche Gefahr ist, in der rücksichtslose Bücherjäger nach bibliophilen Schätzen gieren, Buchlinge ihren Schabernack treiben und der mysteriöse Schattenkönig herrscht. (Verlagswerbung)

Die unglaubliche Geschichte des Pi Patel - jetzt im Taschenbuch

Martel, Yann: Schiffbruch mit Tiger.
Roman. Aus d. Engl. v. Manfred Allie u. Gabriele Kempf-Allie.
Fischer Taschenbuch Verlag
August 2004 - Taschenbücher - 382 S.
ISBN: 3-596-15665-3

9.90 EUR

bestellen

Yann Martel

unsere Rezension:

Eine Warnung vorweg: wer einmal anfängt dieses Buch zu lesen, sitzt bald fest mit im Boot, die Geschichte wird ihn nicht aussteigen lassen.
Der Autor erzählt die Geschichte von Pi Patel, oder besser, lässt sie erzählen von diesem Inder, der heute mit Frau und Kindern in Toronto lebt und der als gerade mal sechzehnjähriger ein unglaubliches Unglück überlebt hat, ja haben muss, da er ja höchstselsbst davon erzählt: einen Schiffbruch und monatelanges Treiben im Rettungsboot. Aber zuerst erfahren wir von der Kindheit in Pondicherry, als Sohn eines Zoobesitzers. Früh lernt er alles über wilde Tiere, ihre Lebens- und Verhaltensweisen. Aber er gibt sich nicht mit naturwissenschaftlichen Erklärungen der Welt allein zufrieden, ihn interessiert von Anfang an die Religion. Und so wird er ein Anhänger sowohl des Hinduismus, Islam und des Christentums. Als die Eltern Indien verlassen wollen und die Tiere nach USA und andere Länder verkauft werden, schifft sich die Familie auf dem Frachter, auf dem zufällig auch die Tiere verladen sind, mit dem Ziel Kanada ein. Allerdings geht das Schiff unter, nur er schafft es in ein Rettungsboot, zusammen mit einem Zebra, einer Tüpfelgiraffe, einem Orang-Utang und mit Richard Parker, dem bengalischen Tiger. Bald sind nur noch Pi und Richard Parker übrig. Nun beginnt eine packende, unglaubliche, phantastische Abenteuergeschichte, mit immer wieder überraschenden Wendungen, wie die beiden 227 Tage lang auf dem Boot überleben, um am Ende in Mexiko an Land zu kommen. Allerdings glaubt niemand diese Geschichte - der Tiger als „Zeuge“ und Beweis hat sich in den Dschungel auf- und davongemacht. Diese unglaubliche Geschichte, wie Pi sich mit dem Tiger „arrangiert“ - denn er weiß, er braucht die „Gesellschaft“ dieses Tigers; wie er ihn dressiert; wie sie von rohen Fischen und Schildkröten leben – und das dem Vegetarier Pi! Wie sie den rauen, unbarmherzigen Elementen ausgesetzt sind; wie sich ihre Bedürfnisse angleichen – trinken, essen, instinktiv überleben wollen; wie sich der Mensch dann doch vom Tier unterscheidet durch Intellekt und Glauben. Für die untersuchenden Beamten, denen die Geschichte nicht plausibel genug ist, erzählt Pi eine Variante „ohne Tiere“, die allerdings ungemein brutaler wäre – demnach wären Menschen auf dem Boot gewesen und hätten sich nach und nach aufgegessen. So ist die „Geschichte mit Tieren“ die für unsere Vorstellung annehmbarere.
Dies ist ein außergewöhnliches Buch, voller amüsanter Anekdoten, Beobachtungen – spannend, phantasievoll, lebensklug, witzig, berührend, eindrucksvoll, vielschichtig erzählt. (A. Mantwill)

Eine Reise ins Innere der Mark - jetzt als Taschenbuch

Sparschuh, Jens: Eins zu eins.
Roman. 2004. 412 S.
Kartoniert.
ISBN: 3-442-73203-4
- btb Bd.73203.

10.00 EUR

bestellen

Jens Sparschuh


Jens Sparschuhs Expeditionsroman erzählt die Geschichte einer doppelten Suche. Gefunden wird der deutsche Osten nach der Wende – und zur Zeit der Wenden.

Am Anfang steht der »Fall Wenzel«: Der schweigsame Mitarbeiter von andersWandern, einer Berliner Firma für Wanderkarten, ist von einem Tag auf den anderen verschwunden. Olaf Gruber, Ich-Erzähler und Arbeitskollege, erhält den Auftrag, Wenzel aufzuspüren. Mit einigen dürftigen Anhaltspunkten, vor allem einer DDR-Karte des Verschollenen, die die Standorte alter Dorfkirchen verzeichnet, macht er sich auf den Weg. Bald zeigt sich, dass Wenzel einen Plan verfolgt: Er sucht Rethra, das sagenumwobene Heiligtum der Wenden – jenes geheimnisvollen Volkes, das vor tausend Jahren die Mark Brandenburg bevölkerte und dann fast spurlos verschwand.

Bei seiner Spürreise ins Innere der Mark verliert Gruber Schritt für Schritt den sicheren Boden unter den Füßen. Fasziniert von den Spuren eines untergegangenen Volkes, entdeckt er eine bis heute lebendige Vergangenheit, die sich in keinem Kartenraster verfangen hat. Zugleich gerät Gruber in die Fallstricke der Gegenwart, die ihn in Gestalt seiner Chefin, der schönen Cora, mehr und mehr in den Bann zieht.

Jens Sparschuh, spätestens seit dem »Zimmerspringbrunnen« einer großen Öffentlichkeit bekannt, lenkt in seinem neuen fulminanten Roman den Blick zurück auf die slawische Geschichte der Landschaft zwischen Elbe und Oder. Zugleich betreibt er eine subtile Archäologie des neuen deutsch-deutschen Alltags – mit skurrilem Humor, genauem Blick und geschliffener Sprache. (Verlagswerbung K&W)

Wen die Liebe trifft; A.L. Kennedys ungewöhnliches Frühwerk

A. L. Kennedy: Also bin ich froh.
Roman.
Aus dem Englischen von Ingo Herzke.

Wagenbach Klaus GmbH
März 2004 - Gebundene Ausgaben - 288 S.

ISBN: 3-8031-3186-3

19,50 EUR

bestellen

A.L. Kennedy


unsere Rezension:
Nein, der Prototyp der Romantikerin ist diese Jennifer Wilson nicht. Der Job als Nachrichtensprecherin im Radio kommt ihrer Distanziertheit sehr entgegen und soeben hat sie eine (eher sado-masochistische) Beziehung beendet, weil sie die Kontrolle verloren hatte. Und wenn sie über Nutzen und Funktion von Sex räsoniert, hat man als LeserIn den Verdacht, ein Fisch ist ein Warmblüter neben Jennifer. Und dennoch: Dieser kühlen Heldin widerfährt die Liebe.
'Also bin ich froh' ist ein Frühwerk der schottischen Starautorin A.L. Kennedy. Bereits 1995 entstand dieser ungewöhnliche Roman einer ungewöhnlichen Autorin und schon hier zeigt sich Kennedys manchmal schockierende Offenheit, ihr herrlich klarer Stil und ihre gnadenlose Abrechnung mit der Welt, in der wir leben. Doch dies ist eine Liebesgeschichte und so läßt Kennedy für ihre Heldin einen Mann quasi vom Himmel fallen; Der verwirrte Fremde, den Jennifer und ihre Mitbewohner für den erwarteten Nachmieter halten, entpuppt sich als Cyrano de Bergerac. Dass diese amour fou wenig Aussicht auf ein glückliches Ende hat, stört weder Jennifer noch uns als LeserInnen. Cyrano de Bergerac als romantischer und sehr gefühlvoller Gegenentwurf zu Jennifer Wilson schärft nicht nur den Blick und die Gefühle der Heldin. Es gibt wundervolle Passagen in diesem Buch und Sätze, die man gleich mehrmals lesen möchte. 'Also bin ich froh' wird Jennifer irgendwann sagen und man möchte ihr aus ganzem Herzen zustimmen. (Paul Philippi)

Die Dämonen ruhen nicht - Kay Scarpetta ist zurück

Patricia Cornwell: Die Dämonen
ruhen nicht
Ein Kay-Scarpetta-Roman

Übersetzt aus dem Amerikanischen
von Karin Dufner
464 Seiten, gebunden

Hoffmann & Campe Verlag
ISBN: 3-455-01021-0

22.90 EUR

bestellen

P. Cornwell

Auch im sonnigen Florida findet Kay Scarpetta keine Ruhe vor den Dämonen der Vergangenheit: Der „Wolfsmann“ Jean-Baptiste Chandonne nimmt ihre Fährte auf.

Der Albtraum für Kay Scarpetta geht weiter.

Ein Serienkiller verbreitet in Baton Rouge, Louisiana, Angst und Schrecken. Das Seltsame: Seine Opfer scheinen ihm fast widerstandslos ins Netz zu gehen, bevor er sie in seiner abgelegenen Fischerhütte zu Tode quält. Noch rätselhafter ist, dass die ermordeten Frauen wie Abziehbilder von Kay Scarpetta aussehen.
Nachdem sie als Gerichtsmedizinerin von Virginia entlassen wurde, hat sich Kay Scarpetta als freie forensische Beraterin in Florida niedergelassen. Sie will Abstand zu den schlimmen Erlebnissen der letzten Jahre gewinnen. Doch als sie einen Brief aus dem Todestrakt eines Gefängnisses in Texas bekommt, ahnt sie, dass die Schreckensgestalten aus der Vergangenheit keine Ruhe geben. Das Schreiben ist vom „Wolfsmann“ Jean-Baptiste Chandonne, der unter anderem wegen seines Mordanschlags auf Scarpetta auf seine Hinrichtung wartet. Er verspricht ihr wichtige Informationen zum Serienkiller in Louisiana – aber er stellt dafür Bedingungen, die Scarpetta unmöglich akzeptieren kann.
Ihre Nichte Lucy, die einen gefährlichen Alleingang unternimmt, und der Cop Pete Marino versuchen Scarpetta beizustehen. Die drei ahnen nicht, dass hinter den Kulissen ein Mann die Fäden zieht, mit dem absolut niemand gerechnet hat.
(Verlagswerbung)

Bedrohung aus den Ozeanen: Der Schwarm

Schätzing, Frank: Der Schwarm.
Roman.
956 Seiten, kartoniert

Fischer Taschenbuch


ISBN: 3596164532

9,95 EUR


bestellen

Frank Schätzing

Das Meer schlägt zurück – in Frank Schätzings meisterhaftem Thriller erwächst der Menschheit eine unvorstellbare Bedrohung aus den Ozeanen.

Frank Schätzing inszeniert die weltweite Auflehnung der Natur gegen den Menschen. Ein globales Katastrophenszenario zwischen Norwegen, Kanada, Japan und Deutschland, und ein Roman voller psychologischer und politischer Dramen mit einem atemberaubenden Schluss.
Ein Fischer verschwindet vor Peru, spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor.
Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus?
Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur.
Das globale Katastrophenszenario, das Frank Schätzing Schritt für Schritt mit beklemmender Logik entfaltet, ist von erschreckender Wahrscheinlichkeit. Es basiert auf so genauen naturwissenschaftlichen und ökologischen Recherchen, dass dieser Roman weit mehr ist als ein großartig geschriebener, spannungsgeladener Thriller. Das Buch stellt mit großer Dringlichkeit die Frage nach der Rolle des Menschen in der Schöpfung.
Mit »Der Schwarm«, seinem sechsten Buch, hat sich der Kölner Bestsellerautor Frank Schätzing in die erste Reihe großer internationaler Thriller-Autoren geschrieben. Ein seltenes Ereignis in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.
(Verlagswerbung)

www.derschwarm.com

Der scheue Doktor Muo und die komplizierte Welt der Frauen

Dai Sijie: Muo und der Pirol im Käfig
Roman
Aus dem Französischen von Giò Waeckerlin Induni
390 S., gebunden

Piper Verlag 2004
ISBN: 3-492-04624-x

19,90 EUR

bestellen

Dai Sijie

Ob er ein Wahrsager sei, fragen sie, wenn Muo von den Mädchen und Frauen ihre Träume erfahren möchte, und sie lächeln ihn an. Vielleicht ahnen sie, daß der erste chinesische Psychoanalytiker und Traumdeuter von Freuds Gnaden noch etwas anderes im Schilde führt. Nach langen Jahren im französischen Exil kehrt Muo ins moderne postmaoistische China zurück, um »Vulkan des alten Mondes«, eine ehemalige Mitstudentin und seine große Liebe, aus politischer Gefangenschaft zu befreien. Dazu muß er die Gnade des Richters Di erwirken, und im Zuge eines seltsamen Wettstreits kommt der jungfräuliche Seelendoktor nicht nur quer durchs neue China, sondern endlich, endlich auch außerhalb seiner Träume in Berührung mit der wunderbaren Welt der Frauen. Diese Berührung elektrisiert Muo, ihm widerfahren allerlei Verwicklungen, und er macht Entdeckungen, auf die ihn keines seiner Lehrbücher im mindesten vorbereiten konnte. (Verlagswerbung)

Über den Autor:
Dai Sijie, geboren 1954 in der Provinz Fujian in China, gelang mit seinem ersten Roman »Balzac und die kleine chinesische Schneiderin« ein Überraschungserfolg, der inzwischen in 31 Sprachen erschienen ist und jetzt auch fürs Kindo verfilmt wurde. Dai Sijie wurde für »Muo und der Pirol im Käfig« mit dem Prix Fémina 2003 ausgezeichnet. Er lebt als Schriftsteller und Regisseur seit 1984 in Paris, wohin der Student der Kunstgeschichte damals nach Jahren der kulturellen Umerziehung in einem chinesischen Bergdorf emigrierte.

Seine Sprache ist berühmt... ausgesuchte neue Texte von Wiglaf Droste

Droste, Wiglaf :
Wir sägen uns die Beine ab und sehen aus wie Gregor Gysi.
Critica Diabolis 120
Mit einem Vorwort von F.W.Bernstein

201 S., Hardcover

ISBN: 3-89320-075-4

14,00 EUR

bestellen

Wiglaf Droste

Einmal habe ich ihn in einem Untermietszimmer in der Grimmstraße besucht, in einer Wohnung, die fast nur aus der anarcho- syndikalistischen Bibliothek seines Obermieters bestand. Droste hatte das virginiawoolfmäßige Zimmer für sich allein herausgeschlagen, in dem er an einem dreivierteldefekten Laptop saß. Gelegentlich griff er nach einer der zwei Millionen Zeitungsseiten, mit denen der Boden bedeckt war, suchte nach einem Satz, schrieb weiter in den Laptop, das Blatt entsank ihm, schwebte graziös zu Boden, ungeküsst, ausgenutzt, es war (wie der Dichter Matthias Matussek sagen würde:) "abgeliebt". (...) Droste ist, wenn's drauf ankommt und sein muss, ein djangoharter Pistolero; seine Sätze gehen immer ins Schwarze. Rainald Goetz ist "der 83er Blut-und-Hoden-Debütant von Klagenfurt". Henryk M. Broder ist, Ehre, wem Ehre gebührt, ein "Propagandazwerg". Claudia Roth beehrte Bayreuth in so handverlesenen Farben, "dass im Umkreis von 30 Kilometern die Blindenhunde knurrten". Zu Maxim Biller heißt es unhintergehbar literaturkritisch: "Unterm Dirndl wird gejüdelt!" Und wie war das mit der legendären Scheinrettung der Fa. Holzmann? "So zauberte sich Gerhard Schröder quasi selbst aus dem Hut in. seiner Nummer als Freund des Volkes."
Willi Winkler in der Süddeutschen Zeitung

Einmal kam Wiglaf in Gesellschaft mehrerer Erzengel in ein Wirtshaus und sah dort den Teufel am Zapfhahn stehn und Bier zapfen. Wiglaf grüßte und gab ein großes Pils in Auftrag. Zu den Erzengeln, die dito Bier bestellten, sprach er aus gegebenem Anlaß den alten Spruch: "Der Zapfer ist tapfer, aber der Trinker ist flinker!" Und so war es! Und so wird es sein!
F.W. Bernstein aus dem Vorwort

(Verlagswerbung, www.edition-tiamat.de)

Neu im Taschenbuch: Breitwand für's Schwimmbad

Urquhart, Jane: Die Bildhauer.
Roman.
Aus d. Engl. v. Barbara Schaden. 431 S., kartoniert
Berlin Taschenbuch Verlag 2004

ISBN: 3-8333-0094-9

10,50 EUR

bestellen

(ohne Abbildung)

Unsere Rezension:

Ein Buch wie ein Denkmal: Mit 'Die Bildhauer' gelingt Jane Urquhart ein Monument
Ins Rollen bringt die Geschichte ein bayrischer Pfarrer mit dem schönen Namen Archangelus Gstir, der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts keinen größeren Traum hat, als für seine kleine Pfarrkirche eine wohlklingende Glocke zu erlangen. Doch der Bischof, an den sich der Pfarrer mit seinem Glockenwunsch wendet, hat anderes vor: auf Geheiß des Königs Ludwigs soll sich der Gottesmann nach Kanada begeben, um in der Wildnis einer kleinen Gruppe bayrischer Glaubensbrüder geistlichen Beistand zu bringen. Am Ziel seiner Reise gründet der resolute Pfarrer den Ort Shoneval und ruht nicht eher, bis in der Einöde eine imposantes steinernes Gotteshaus errichtet ist.
Unter seinen treuen Helfern ist der Holzschnitzer Josef Becker, dessen Enkelkinder Klara und Tilman im Mittelpunkt von Jane Urquharts Epos 'Die Bildhauer' stehen. In den hübschen Tilman setzen der Großvater und die Eltern große Erwartungen, die der Junge nicht erfüllen kann. Er ist ein ruheloser Mensch, den es in die Ferne zieht. Mit zwölf Jahren reißt er von Zuhause aus und gilt jahrzehntelang als verschollen oder tot. Als er eines Tages wieder vor der Haustür seiner Schwester steht, ist diese seine einzige noch lebende Verwandte und mit 38 Jahren eine alte Jungfer, die um ihren im Ersten Weltkrieg vermißten Verlobten trauert.
Doch die Geschichte der beiden Geschwister ist noch nicht zu Ende: gemeinsam brechen sie auf, um in Frankreich als Bildhauer beim Bau eines monumentalen Denkmals für die kanadischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs mitzuarbeiten. Dort gelingt es schließlich Klara und Tilman, ihre Vergangenheit abzuschließen und ihrem Leben neuen Sinn zu geben.
Auch Urquharts Roman gleicht einer monumentalen Skulptur mit überlebensgroßen und plastisch modellierten Figuren. Schmerz, Trauer, Tod, Liebe, Freundschaft, erfüllte und unerfüllte Sehnsüchte: dieser Roman ist voll von großen Gefühlen. Dass 'Die Bildhauer' dabei niemals Gefahr läuft, in kitschige Klischees zu verfallen, liegt an Jane Urquharts wundervoller Sprache und den großartigen Bildern, mit denen sie ihre Geschichten ausschmückt und ihnen Leben gibt. 'Die Bildhauer' läßt sich an Urquharts großem Roman 'Fort' messen, von seiner Geschlossenheit her ist das neue Werk vielleicht das gelungenere.
Ein fesselndes Buch, das im positiven Sinne an großes Hollywood-Kino wie 'Vom Winde verweht' erinnert. (P.Philippi)

Neu im Taschenbuch: ein netter Typ als Lesetipp

Jason Starr:
Ein wirklich netter Typ. Roman.
Aus dem Amerikanischen von Hans M. Herzog

Diogenes Taschenbuch 2004

ISBN 3-257-23433-3

8,90 EUR

bestellen

Jason Starr


"Das Verderben des Tommy Russo", so könnte der Roman auch heißen, die Geschichte des pathologischen Lügners, der sich selbst immer mehr reinreißt.

Tommy Russo ist zweiunddreißig, und sein Traum, ein berühmter Schauspieler zu werden, verblaßt zusehends; seine Tage verbringt er mit Wetten bei Pferde- und Hunderennen, nachts arbeitet er als Rausschmeißer in einer Bar in Manhattan. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, einer von fünf Besitzern eines jungen Rennpferds zu werden, will Tommy diese Chance unbedingt ergreifen. Auf einmal hat er einen neuen Traum: ein berühmter Rennpferdbesitzer zu werden und auf der Bahn von Hollywood Park die Siege seiner Galopper zu feiern! Da gibt es nur ein kleines Problem… Er braucht zehntausend Dollar, um Mitglied der Besitzergemeinschaft zu werden. Was mit Notlügen und kleinen Diebstählen beginnt, führt bald zum völligen Realitätsverlust.


weitere aktuelle Buchempfehlungen -> hier

zurück

der buchladen gmbh   Försterstr. 14   66111 Saarbrücken
tel:0681/31171   fax:0681/33814