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weitere ausgewählte Bücher |
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Val McDermid: Ein Ort für die Ewigkeit. Aus dem Englischen
von Doris Styron (Originaltitel: A Place of Execution) Knaur Taschenbuch, ISBN: 3-426-61911-3
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Winter 1963. An einem frostigen Dezembertag verschwindet ein dreizehnjähriges Mädchen spurlos aus dem abgeschiedenen Dorf Scardale in Derbyshire: Alison Carter, die Stieftochter des Gutsherrn. Der junge Inspector George Bennett erhofft sich den ersten spektakulären Ermittlungserfolg seiner Laufbahn. Doch im Dorf Scardale, wo die zeit stehengeblieben zu sein scheint, herrscht Misstrauen und tiefes Schweigen. Von Stunde zu Stunde, von Woche zu Woche mehren sich die zeichen, dass Alison brutal ermordet wurde. Doch erst nach Monaten hartnäckigen Suchens und einem aufwühlenden Prozess wird George Bennett den Fall zu den Akten legen mit mehr offenen Fragen auf der Seele, als ihm lieb ist. Jahrzehnte später, im Jahre 1998, entschließt sich die junge Journalistin Catherine Heathcote, die Geschichte des berühmten Mordfalls ohne Leiche in einem Buch aufzuzeichnen. Kaum aber hat sie ihr Manuskript abgeschlossen, geschieht etwas völlig Unerwartetes: George Bennett verbietet die Veröffentlichung.
Catherine wird von
jetzt an selbst ermitteln und auf eine Wahrheit stoßen, die
zerstörerisch ist eine Wahrheit, die Leben vernichten
oder aber retten kann. Die Entscheidung liegt bei
ihr... Über die Autorin: (Quelle: Verlag) |
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Monika Geier: Neapel sehen Ariadne Taschenbuch (Argument Verlag) 2001 |
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Nach 'Wie könnt ihr schlafen' der zweite, lang erwartetete Krimi
der Pfälzerin. Hochsommer in der Gemeinde Irrlich. Aurelie, eine junge Lehrerin, hilft, wo sie kann: Neben ihrem Engagement für den Naturschutz greift sie Sorgenkindern finanziell und sozial unter die Arme. Aber die allseits geschätzte Wohltäterin bezieht auch ihr ganz eigenes dunkles Vergnügen aus diesen ungleichen Beziehungen. Der Fund einer Leiche ruft Kommissarin Bettina Boll auf den Plan, die eigentlich ganz andere Dinge beschäftigen. Ihre kranke Schwester Barbara hat sich samt ihren beiden Kleinkindern aus dem Staub gemacht. Vielleicht ist die Suche nach dem Mörder da eine willkommene Ablenkung. Über die Autorin: Monika Geier, geboren 1970, lebt in Kaiserslautern, wo sie die Sitten und Gewohnheiten der pfälzischen Stadt- und Landbevölkerung literarisch aufbereitet. Für Wie könnt ihr schlafen erhielt sie den renommierten deutschen Krimipreis Marlowe. Mit Neapel sehen liegt nun ihr zweiter elegant-hintergründiger Thriller vor. Für ihr Debüt erhielt Monika Geier begeisterte Kritiken von Presse und Leserschaft. Wie könnt ihr schlafen (Ariadne 1110) liegt bereits in der 3. Auflage vor. (Quelle: Verlag) |
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Frederic Beigbeder: Neunundreißigneunzig. Roman, 9,90 Euro |
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Zum gleichen Thema erschien in Frankreich im letzten Jahr der Roman 99 Francs von Frederic Beigbeder. Nun liegt er auf deutsch vor. Es ist ein Enthüllungsroman über die mächtige Welt der Werbung und der Marken. Der Verlag über das Buch: Octave Parango hat einen Topjob in einer noblen Pariser Werbeagentur, massig Luxus, Geld und einen solchen Überdruss an seinem Gewerbe, dass ihm davon schlecht würde, gäbe es nicht den Koks, die Frauen und den Zynismus. Schamlos verdammt er sich und seine Welt, weil alles drin käuflich ist. Zugleich bringt ich der Erfolg einer Kampagne für einen Null-Fett-Joghurt an die spitze der Agentur. Doch eines Nachts, bei Dreharbeiten zu einem Werbespot in Florida, entlädt sich Octaves ganzer Hass in einer blutigen Gewalttat... Wir über das Buch: Die Zerstörung der Kultur des Einzelnen durch die Konsumgesellschaft Oder: Beigbeder ist Ellis ist Houellebeq Die Werbebranche arbeitet mit einfachen Gleichungen, und wenn der Roman von Frederik Beigbeder 39,90 heißt und kostet, ist das ebenso genial (für die Marketingabteilung des Rowohlt-Verlags 99Francs bei Grasset, Paris ) wie es den Leser erwartungsfroh stimmt, ein Buch in die Hand zu bekommen, aus dem mehr zu erfahren ist, als daß Persil nun doch nicht weißer wäscht. 39,90 ist indes kein ideologiekritisches Werk, was ihm die Werbung in Gestalt von Literaturkritik andichtet, sondern vielmehr die in Selbstmitleid zerfließende Abrechnungsprosa eines Egomanen, ein -wenn schon Vergleiche: Hardcore-Courths-Mahler der Werbebranche. Beigbeders alter ego Octave stellt sich vor:Ich bin Werber, ich verkaufe Ihnen Scheiße. Und das pardon- kotzt ihn natürlich an. Also macht er sich daran, ein Buch zu schreiben über diesen Verein, rücksichtslos offen natürlich, und so erfahren wir, daß alle Werber Kokain schnupfen oder Alkohol trinken, zumeist beides, und viel zu jung grausame Tode sterben, inklusive einiger 90er Jahre Obszönitäten um Sex und Gewalt. Er, Octave also, schreibt das Buch mit einem Ziel, nämlich: entlassen zu werden, dieser Lügenwelt endlich den Rücken kehren zu können. Was, wenn er einfach gekündigt hätte? Dann gäbe es dieses Buch nicht, und um etwas Positives zu sagen, erführe man dann nicht auch einiges Handfestes aus der schönen Welt der Werbewirtschaft; über Budgets und Hierarchien, über Strategien und Intrigen. Beigbeder schockiert aber keineswegs den Konsumenten durch seine Enthüllungen, sondern den Leser durch seine Naivität. Der Streiter gegen die Welt des Geldes und der Slogans produziert Zweitere in einem fort (und Ersteres nun durch den Erfolg seines Romans, wobei wir ihm diesen Erfolg gönnen, denn in der Werbebranche läßt sich zweifellos noch Gräßlicheres anrichten, als zwischen zwei Buchdeckeln) : Die Welt ist irreal, außer wenn sie zum Kotzen ist. Es besteht kein allzu großer Unterschied zwischen konsumieren und liquidieren. Daß das für einen Roman nicht genügt, hat Beigbeder vielleicht selbst begriffen, und so sucht er nach einem dramatischen Höhepunkt - und findet ihn leider in einer völlig absurden Mord-szene, die seine Protagonisten immerhin hinter Schloß und Riegel bringt, und ihrem Autor, so steht zu hoffen, für immer entzieht. P.S. Die Überschrift Die Zerstörung der Kultur... ist der deutsche Untertitel der Freibeuterschriften des italienischen Autors Pier Paolo Pasolini und diese gesammelten Zeitungsartikel aus den 70er Jahren seien hiermit zum Thema ausdrücklich zur (erneuten) Lektüre empfohlen. (F.Peters)
Über den
Autor: Unter anderem arbeitet er für Elle, Paris Match und die Kultursendung "Masque et la plume" bei France Inter. Außerdem war er zehn Jahre lang als Texter in einer renommierten Werbeagentur tätig, die ihm nach der Veröffentlichung seines ersten Romans vom Fleck weg engagierte. Er gilt als Enfant terrible des französischen Literaturbetriebs. Neununddreißigneunzig ist sein dritter Roman. |
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