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Neu im buchladen-Regal: ausgewählte Neuerscheinungen
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Susanna Clarke: 14,90 EUR |
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Vor vielen Jahrhunderten, als es in England noch Magie gab, war der größte aller Zauberer der "Rabenkönig". Jetzt, am Anfang des 19. Jahrhunderts, ist er nur noch eine Legende, und England glaubt nicht mehr an wirkliche Zauberei. Bis der zurückgezogen lebende Mr Norrell aus Hurtfew Abbey auftaucht und die Statuen der Kathedrale von York sprechen und tanzen lässt. Die Nachricht über dieses Ereignis verbreitet sich, und Mr Norrell geht nach London, um der Regierung im Krieg gegen Napoleon zu helfen. Dort trifft er Jonathan Strange, einen brillanten jungen Zauberer, den er als Schüler aufnimmt. Die beiden begründen eine neue Tradition englischer Magie ... Unsere Rezension: |
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Jonathan Safran Foer: 3-462-03607-6 |
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Mit der unvergesslichen Geschichte des kleinen Oskar Schell, der am 11. September den Vater verloren hat, zeigt Foer erneut sein literarisches Können. Ein mutiges Buch, gefühlsstark, traurig und komisch zugleich. Oskar Schell ist neun Jahre alt. Wie er auf seiner Visitenkarte mitteilt,
ist er Pazifist, Erfinder, Schmuckdesigner, Tamburinspieler. Vor allem
aber ist er tief traurig und verstört über den Tod seines Vaters.
Mit dem Tamburin läuft Oskar durch New York, auf der Suche nach einem
Türschloss, in das ein geheimnisvoller Schlüssel aus den Hinterlassenschaften
des Vaters passen könnte. Auf dieser Odyssee begegnet Oskar, der
den Grund für den sinnlosen Tod des Vaters herausfinden will, vielen
ungewöhnlichen Menschen und gerät in aberwitzige Abenteuer.
Verbunden mit Oskars Geschichte ist die seiner deutschen Großeltern,
die nach der Bombardierung Dresdens, gezeichnet von Trauer und Verlust,
nach New York geflüchtet sind. |
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Kristof Magnusson: Zuhause Kunstmann Verlag ISBN: 388897402X 19,90 EUR |
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Auf Weihnachten in Reykjavik hat sich Larus Ludvigson dieses Jahr richtig gefreut. Er hat ja nichts gegen Weihnachten. Das Problem ist, dass Weihnachten oft etwas gegen ihn hat. Es fängt damit an, dass Larus laut isländischem Melderegister tot ist und deswegen keine Videos ausleihen kann. Und endet damit, als Dagur sich in ihn verliebt und kurz darauf mit seinem Defender in eine Raststätte rast. Selbstmord? Larus hat damit nichts zu tun, kommt aber einem Geheimnis auf die Spur und verwickelt sich in eine Familiengeschichte, die ihn mit seiner isländischen Herkunft auf eine Weise konfrontiert, die er sich nie hätte träumen lassen. Mit großer Leichtigkeit, subtilem Humor und hinreißenden Dialogen erzählt Magnusson eine wilde Geschichte aus dem Großstadtleben am Polarkreis. Fast eine Familiensaga, spannend wie ein Krimi und nebenbei das Portrait einer Generation, die ihr Zuhause erst noch finden muss. |
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Carlos Ruiz Zafón: EUR 9,90 |
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unsere Rezension: Selten gibt es Schmöker, die gleichwohl intelligent, kurzweilig und stilvoll sind. Dem Spanier Carlos Ruiz Zafón ist mit "Der Schatten des Windes" ein solcher Treffer gelungen. Welch ein Buch für ein langes Wochenende! Als der zehnjährige Halbwaise Daniel von seinem Vater mitgenommen
wird in das Labyrinth der vergessenen Bücher und er sich dort unter
tausenden von Werken eines aussuchen darf, ahnt er nicht, in welch abenteuerliche
Verwicklungen er schon bald geraten wird. Auf der Suche nach dem Autor
des geheimnissvollen Buches wird Daniel bedroht, belogen und entäuscht
und doch kann er nicht ablassen. Auch andere scheinen auf der Suche nach
dem verschollenen Autor zu sein und ein Unbekannter forscht fanatisch
nach den letzten verbliebenen Exemplaren seiner Werke, um sie zu vernichten. "Der Schatten des Windes" spielt in in den freudlosen Jahren
der Nachkriegszeit im Barcelona des FrancoRegimes. Zafóns großartiger
Roman nimmt den Leser mit in die nebligdunklen Winkel Barcelonas, in verlassene
Prunkbauten mit vermauerten Zimmern, zu Ehrenhändeln im Morgengrauen,
in zugige Cafés und verstaubte Antiquariate. Zafóns literarisches
Wechselspiel nimmt Elemente des Kriminalromans, der Schaudernovelle, der
Liebesgeschichte und des Entwicklungsromans auf und versteht es, prächtig
zu unterhalten. "Der Schatten des Windes" ist Unterhaltungsliteratur
auf höchstem Niveau und wurde 2002 von Spaniens Buchhändlern
zum "Roman des Jahres" gewählt. |
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Ian McEwan: Saturday. Roman Diogenes TB Verlag ISBN: 987-3-257-23627-9 10,90 EUR |
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"Clevere Konstruktion, weise, menschlich - und spannend"
Henry Perowne, 48, ist ein zufriedener Mann: erfolgreich als Neurochirurg, glücklich verheiratet, zwei begabte Kinder. Das einzige, was ihn leicht beunruhigt, ist der Zustand der Welt. Es ist Samstag, und er freut sich auf sein Squashspiel. Doch an diesem speziellen Samstag, dem 15. Februar 2003, ist nicht nur die größte Friedensdemonstration aller Zeiten in London. Perowne hat unversehens eine Begegnung, die ihm jeden Frieden raubt (Quelle: Verlag) |
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Birgit Vanderbeke: Sweet Sixteen. S. Fischer Verlag ISBN: 3-10-087026-3 16,90 EUR |
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Sechzehnjähriger verschwand am Geburtstag spurlos, lautet die Schlagzeile. Erst ist es nur einer, dann sind es fünf, und es werden immer mehr. Gibt es einen Zusammenhang? Die Medien werden aufmerksam und versuchen, das Phänomen zu erklären. Doch auch sie stehen vor einem Rätsel. Keine Spuren, keine Bekennerschreiben, keine Lösegeldforderungen. Stattdessen tauchen hellblaue T-Shirts mit der Aufschrift Free your mind auf, und man begreift: diese Jugendlichen sind nicht verschleppt worden. Sie hatten nur keine Lust mehr, sie machen nicht mehr mit, sie sind einfach weg. Quelle: Verlag) |
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Tom Franklin: Die Gefürchteten 414 Seiten, gebunden Heyne Verlag März 2005 - ISBN: 3-453-01210-0 21,90 EUR |
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Unsere Besprechung: |
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Isabel Allende: Zorro Suhrkamp Verlag 22,80 EUR |
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Geboren im Kalifornien des späten achtzehnten Jahrhunderts, ist
Diego de la Vega ein Kind zweier Welten: Sohn eines spanischen Edelmanns
und einer indianischen Kriegerin. Der Vater, Herr über eine große
Hacienda, lehrt ihn schon früh das Fechten und will in ihm den Erben
sehen, die Mutter vermittelt ihm die Traditionen ihres Volkes und den
Drang nach Freiheit. Stolz und Wagemut lernt Diego von beiden, und so
empört er sich früh über die Greueltaten der spanischen
Kolonialherren gegen die Indianer und spürt den inneren Konflikt
seiner Abstammung. |
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DBC Pierre: Jesus von Texas Aufbau Taschenbuch Verlag 8,95 EUR |
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Verlagswerbung: Vernon Little sitzt im städtischen Gefängnis von Martirio,
der "Barbequesaucen-Hauptstadt von Texas". Er hat ein ernsthaftes
Problem: Sein Kumpel Jesus hat soeben 16 Klassenkameraden ins Jenseits
befördert und sich anschließend selbst erschossen. Auf Vernon
als dessen einzigen Freund konzentrieren sich nun die gesamten Rachegelüste
der Stadt und die Sensationsgier der Medien. Nachdem Peter Warren Finlay zwanzig Jahre lang ein selbstzerstörerisches
Leben jenseits aller Legalität geführt hat, zieht er sich nach
Irland zurück, um den Roman "Jesus von Texas" zu schreiben.
Die Ernsthaftigkeit seiner Wandlung betonend, nimmt er ein Pseudonym an,
das für "Dirty But Clean" Peter steht.
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Jean-Claude Izzo: Die Sonne der Sterbenden. Unionsverlag Taschenbuch ISBN: 3-293-20316-7 9,90 EUR |
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Unsere Rezension: Klappentext: |
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Anonyma: Eine Frau in Berlin. 282 Seiten, kartoniert ISBN: 3-442-73216-6 9,00 EUR |
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Unsere Rezension: Eine Frau gebildet und schreibgewandt hat Tagebuch geführt in Berlin
während des Zeitraums Ende April bis Ende Juni 1945, dem Übergang
von den alten zu den neuen Machthabern. Und sie schreibt sehr persönlich,
gleichzeitig aber distanziert und selbstironisch. Das Tagebuch ist ein
Dokument eines lange verdrängten Traumas. |
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Sting: Broken Music. Die Autobiografie 360 S., kartoniert Fischer Taschenbuch Vlg. ISBN: 3-596-16249-1 9,90 EUR |
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Verlagswerbung: In Broken Music erzählt Sting von den Jahren, bevor er zum Star und zur Legende wurde. Zerbrochene Musik hatte seine Großmutter Stings erste Versuche am Klavier genannt, wenn der Junge wild improvisierend die kenternde Ehe seiner Eltern abzuschütteln versuchte. Ungeschützt und offen berichtet Sting von dieser Kindheit, den Lehrjahren des Gefühls, der Trostlosigkeit der Industriestadt, in der er aufwuchs, von seinen Sehnsüchten und dem Fernweh, das ihn aus der Enge befreite und zum Musiker werden ließ. Mit großer Einfühlung und ohne Larmoyanz entwirft Sting das ungeschützte Selbstporträt eines Menschen, der seinen Weg finden muss, das Zerbrochene wieder zu heilen. Sting gelingt dies mit einer atmosphärischen Sprache, die so sinnlich ist wie seine Balladen, so packend und präzise wie seine Riffs. Der Sänger und Musiker ist auch ein großer Erzähler, dessen Geschichte den Leser inspiriert und packt: das Selbstbild eines Mannes, der mehr ist, als die Summe seiner Talente (Frankfurter Allgemeine Zeitung). |
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Nick Flynn: Bullshit Nights 337 S., gebunden Mare Buchverlag ISBN: 3-936384-41-X 18,00 EUR |
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Tiefer kann man kaum stürzen: Der großmäulige Vater,
der sich gerne als Schriftsteller und Politikerfreund ausgibt, trinkt
sich in Wahrheit über die Jahre runter: erst Autohändler, dann
Taxifahrer, landet er schließlich im Obdachlosenasyl. Der Sohn,
auch nicht gerade ein Ausbund an solidem Lebenswandel, versieht in ebendiesem
Asyl, einer Arche Noah für alle die, die im Alkohol zu ertrinken
drohen, seinen Dienst - und muß den Niedergang des Vaters aus nächster
Nähe mit erleben, während er selbst in den Strudeln des Lebensalltags
zu versinken droht. Nick Flynn ist dieser Sohn: Ohne Selbstmitleid und
in verstörender Aufrichtigkeit erzählt er die Geschichte mit
seinem Vater, eine Geschichte, die voller Hoffnung und voller Zukunft
ist. Wer etwas erfahren will über die Zwischentöne des Lebens,
die den Raum füllen, der auf der einen Seite vom Gelingen, auf der
anderen vom Scheitern begrenzt ist, wird dieses Buch lesen.
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Coolhunters Suhrkamp Verlag
10,00 EUR |
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Jugendliche suchen nach dem Neuen und anderen. Als postmoderne Jäger
und Sammler lavieren sie durch die Wirren unserer Gesellschaft und bedienen
sich dabei der ästhetischen Codes von Mode, Musik, Werbung und Computerwelt.
Doch welche Rolle spielen dabei Medien und Markt für die Entstehung
ihrer Identität und Persönlichkeit? |
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Nick Hornby: A Long Way Down.
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Vier Menschen auf dem Dach eines Londoner Hochhauses, die sich an Silvester das Leben nehmen wollen, schließen einen Pakt: neuer gemeinsamer Selbstmord-Termin ist der Valentinstag. Es bleiben sechs Wochen, die gemeinsam überlebt werden müssen. Silvester, auf dem Dach eines Hochhauses: Pech, dass gleich vier Menschen
auf die Idee gekommen sind, sich dort das Leben zu nehmen. Da man sich
schlecht umbringen kann, wenn einem andere dabei zusehen, steigt die seltsame
Gruppe erst mal vom Dach, um das Problem der jüngsten Kandidatin,
die nicht weiß, warum ihr Freund sie verlassen hat, zu lösen.
Nach und nach erzählen sie sich ihre Geschichten. Da ist die altjüngferliche
Maureen, deren Sohn Matty schwerstbehindert ist und die diese Belastung
allein tragen muss - da ist Martin, der berühmte Talkmaster, den
nach einem Gefängnisaufenthalt niemand mehr auf dem Bildschirm sehen
will - Jess, die aufmüpfige Tochter eines Politikers, ist so direkt,
dass sie alle vor den Kopf stößt - und JJ, der von seinem besten
Freund, dem Sänger seiner Band, im Stich gelassen wurde. Hornby at his best - in diesem urkomischen, rasanten und mit schwarzem
Humor gespickten Roman beweist Hornby wieder einmal seine ganze Meisterschaft.
Leser, freut Euch! |
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