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Aus dem buchladen-Regal: ausgewählte Neuerscheinungen
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Richard Powers: Das Echo der Erinnerung. Roman S. Fischer Verlag 2006 ISBN: 3100590228 19,90 EUR |
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unsere Empfehlung: Richard Powers muss monatelang recherchiert haben, um so viele Erkenntnisse
über Gehirnforschung für sein neues Buch zusammenzutragen. Wie
schon in seinem großen Familienepos Der Klang der Zeit
hat er es auch hier geschafft, eine Unmenge Fakten in eine Geschichte
zu packen, ohne dabei den roten Faden eines spannenden Romans zu verlieren. |
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Carl Hanser 2006 ISBN: 3446207627 21,50 EUR |
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Unsere Besprechung: Man hat sich das ja vielleicht schon einmal vorgestellt - im Spaß-
wie es ohne die wäre, die in der Straßenbahn rempeln und nerven,
ohne die kaum verschleierten automobilen Mordversuche der lieben Mitmenschen,
und überhaupt ohne sie. |
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Berlin Verlag 2006 ISBN: 3827005752 18,00 EUR |
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Unsere Besprechung: Alle, die Winterson nicht kennen, sollten gewarnt sein. "Eine anständige
Geschichte hat Anfang, Mitte und Schluss. Mit diesem Modell habe ich jedoch
meine Schwierigkeiten." Mit diesem Motto überschreibt die Autorin
ein Kapitel ihres neuen Romans. Vielleicht sollte ich zur weiteren Abschreckung
hinzufügen, dass Winterson die Gesetze der Zeit nicht gelten lässt,
die Gesetze der Logik ebenso wenig. |
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Tony Parsons: Als wir unsterblich waren blumenbar Verlag 2006 ISBN: 3936738246 19,90 EUR |
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Unsere Besprechung: Auch wenn es um Punk geht: dies ist ein sehr konventionell geschriebener
Roman, und eine wahre Lesefreude für alle irgendwie Musikinfizierten. |
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Mark Childress: Abgebrannt in Mississippi Goldmann Verlag 2006 ISBN: 3442301149 19,95 EUR |
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Unsere Empfehlung: Mit Verrückt in Alabama hatte Mark Childress einen Riesenerfolg,
an den er lange Zeit nicht anknüpfen konnte. Mit seinem neuen Roman
gelingt ihm ein glänzendes Comeback. |
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Tommy Wieringa: Joe Speedboat Carl Hanser 2006 ISBN: 3446207708 19,90 EUR |
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Unsere Besprechung: Fransje, der Krüppel im Rollstuhl, ist Chronist und Erzähler
der Ereignisse in dem Flecken Lomark an der deutsch-holländischen
Grenze als der Junge Joe Speedboat dort strandet. Joe Speedboat - das
ist kein Name sondern Programm. Mit der dörflichen Ruhe ist es jedenfalls
vorbei. |
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Silvia Bovenschen: Älter werden. S. Fischer Verlag 2006 ISBN: 3100035127 17,90 EUR |
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Älter werden wir alle, von Anfang an Unsere Besprechung: Altern. Das Wissen, dass die Zukunft kürzer sein wird als
die Vergangenheit. Silvia Bovenschen hat als alternde behinderte
Mehrfachkranke (sie hat seit vierzig Jahren Multiple Sklerose) vielleicht
eine besondere Qualifikation zum Thema zu schreiben. Ihr Buch
stellt in kleinen Texten, mal mit, mal ohne Überschriften, manchmal
nur in kurzen Gedankensplittern, ihre Überlegungen, Beobachtungen
und Erinnerungen zusammen. Man kann das Buch vorne beginnen oder darin
blättern und an irgendeiner Stelle in die Notizen und Aufzeichnungen
einTauchen. |
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256 Seiten, gebunden Rowohlt Verlag GmbH ISBN: 349800073X 16,90 EUR |
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Der Vater stammt aus Izmir, die Mutter aus Hessen, seit nunmehr fast 40 Jahren lebt die Familie in Sindelfingen. Tochter Iris, das deutsche Mädchen mit dem türkischen Pass, merkt irgendwann, dass die Türkei mehr für sie ist als ein schönes Urlaubsland mit Familienanschluss - spätestens, als auch die Oma und die Großtante aus der Türkei beim "Wetten dass¿?"-Gucken mit auf dem schwäbischen Sofa sitzen und danach nicht mehr nach Hause fahren. Iris Alanyali nimmt uns mit auf eine ungewöhnliche Entdeckungsreise in ihr deutsch-türkisches Familienleben und in das Land ihres Vaters. Wir erfahren, wie es ihrem Vater erging, seit er Anfang der sechziger Jahre nach Deutschland kam;wie es sich lebt, wenn das Weihnachtsfest plötzlich mit einem Bauchtanz endet oder Playmobilfiguren auf dem Gebetsteppich der Oma liegen. Wir lernen das Sylt der Türkei und das Istanbul Deutschlands kennen, begegnen Türkenschwaben, selbsternannten Sultansmüttern und beleidigten deutschen Metzgermeistern. Und wir lesen, dass es für stolze Großtanten der Izmirer Gesellschaft kaum etwas Schlimmeres gibt, als mit schnauzbärtigen "Alibabas" in einen Topf geworfen zu werden. Mit leichter Hand, Lebensklugheit und Humor erzählt die Autorin von einem völlig neuen Lebensgefühl, das entsteht, wenn man das Beste zweier Welten genießen kann. (Verlagswerbung) |
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T. Cooper: Lipshitz Mare Buchverlag August 2006 ISBN: 3936384339 24,90 EUR |
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1907: Als in Russland Pogrome ausbrechen, entkommt Familie Lipshitz nur mit knapper Not. Vater Hersch und Mutter Esther wandern mit ihren vier Kindern nach Amerika aus. Doch als sie endlich Ellis Island erreichen, ist Ruben, der jüngste Sohn, verschwunden. Esther hofft, den kleinen Blondschopf im Meer der dunkelhaarigen Einwanderer schnell zu finden. Doch Ruben taucht nicht wieder auf. 1927, über zwanzig Jahre später, liest Esther in der Zeitung von dem jungen Charles Lindbergh, der gerade mit der Spirit of St. Louis als erster Mensch nonstop den Atlantik überflogen hat. Auf der Titelseite prangt sein Foto: blond, blauäugig, 25 Jahre alt. Es trifft Esther wie ein Blitz. Für sie ist jeder Zweifel ausgeschlossen: Lindbergh ist ihr verlorener Sohn. 2002: T Cooper, letzter Spross der Lipshitz, heizt in New York auf Bar-Mizwas den kreischenden Kids als Eminem-Double ein. Als Ts Eltern bei einem Autounfall umkommen, kauft sich T einen Modellbausatz der Spirit of St. Louis und beginnt, Stück für Stück Lindberghs Flugzeug zusammenzusetzen - fest entschlossen, in eine Familienchronik voller Fragezeichen endlich eine verdammte Antwort einzutragen. "Nicht ein Fitzel ist wahr, auch wenn einige Vorfälle stimmen, und andere auch, obwohl ich sie erfunden habe." T Cooper (Verlagswerbung) |
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Frank McCourt: Tag und Nacht und auch im Sommer. Erinnerungen. Luchterhand Literaturverlag 2006 ISBN: 3630872395 19,95 EUR |
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Dreißig Jahre lang hat Frank McCourt, der Amerikaner mit der unglücklichen irischen katholischen Kindheit, in New Yorker Schulen unterrichtet. Jetzt erzählt er, was er von seinen insgesamt zwölftausend Schülern gelernt hat - als Lehrer, als Geschichtenerzähler, als Schriftsteller. Ein »McCourt«, wie man ihn liebt: voll Witz und Charme, voll Verzweiflung, Ironie und Lebensweisheit. Dreißig Jahre lang hat Frank McCourt an New Yorker Schulen unterrichtet. Hat versucht, launische, genervte oder aufsässige Schüler zu fesseln und ihre Herzen zu gewinnen - mit den unkonventionellsten Methoden, was ihm oft Ärger mit den Vorgesetzten einbrachte. Vor allem jedoch hat er ihnen Geschichten erzählt, Geschichten aus seiner Kindheit, aus Irland, aus seinem Leben - und verblüfft festgestellt, dass die Kinder immer mehr hören wollten. Mit entwaffnender Ehrlichkeit und viel Humor schildert er seinen Kampf im Klassenzimmer, offenbart Selbstzweifel und Unsicherheit, peinliche Niederlagen und erhebende Augenblicke. Die abendliche Flucht in die Kneipe, Gespräche mit anderen Schriftstellern, seinen ewigen unerfüllten Traum, selbst einer zu werden, verschweigt er ebensowenig wie das Scheitern seiner Ehe oder den misslungenen Versuch, am Trinity College in Dublin - das ihm einst als Gossenjunge aus Limerick so unerreichbar schien - zu promovieren. In der Schule, vor seinem strengsten Publikum, hat McCourt gelernt, dass man seine Zuhörer ernst nehmen muss, wenn man sie erreichen will. Hier hat er gelernt, sie mit der ihm eigenen Mischung aus Witz und Selbstironie, Offenheit und Lebensweisheit zu fesseln. Und hier hat er erstmals zum Erzählen seiner Lebensgeschichte gefunden, die ihn später mit "Die Asche meiner Mutter" weltberühmt machte. |
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