weitere ausgewählte Bücher
... denen wir viele LeserInnen wünschen

Swinging Reihenhaus...

Nick Hornby: How to be good. Roman

336 S.,kart.

Knaur Lemon
ISBN: 3-426-61535-5

Euro 8,90

bestellen

Hornby: How

unsere Rezension:

Die Geschichte einer Ehe, die Frage nach dem Guten, die Enge einer Straße, auf die der Kosmos von Nick Hornby´s neuem Roman begrenzt ist. Wir machen uns Sorgen um des Autors Gemüt, doch zum Glück lesen wir dann doch und finden die Straße in London und die Kleinfamilie einigermaßen zerrüttet vor.
Die Ärztin Katie, aus deren Perspektive Hornby die Geschichte erzählt, trennt sich gleich zu Beginn von ihrem Ehemann David, hält es dann aber doch aus mit ´gutem Job, hübschem Haus, zwei entzückenden Kindern und einem Mann, der sie immerhin nicht schlägt und der die richtigern Knöpfe im Aufzug drückt.´
Wenn dieser Mann nur nicht so phlegmatisch, erfolglos und zynisch wäre. Sein bescheidener finanzieller Beitrag zur Erhaltung des Familienlebens schöpft sich aus seiner wöchentlichen Lokalzeitungskolummne. Als ´Zornigster Mann von Holloway´ hetzt er gegen alte Leute in öffentlichen Nahverkehrsmitteln und andere leicht zu erlegende Opfer.
Aber dann geschieht das Grausame: Katies Wunsch geht in Erfüllung und David ändert sich.
Ein Wunderheiler mit dem schönen Namen DJ GoodNews bringt das eingeübte Lebensmodell des kleineren Übels gefährlich ins Wanken und David droht auf dem Weg zum guten Menschen Katies und der Kinder letzte Sympathien zu verspielen. How to be good lautet die Frage, die Hornby natürlich nicht beantwortet, sondern seine Protagonisten auf höchst unterhaltsame Weise immer wieder neu stellen läßt.
Und sehen wir einmal über die versuchte Gedankentiefe am Romanende hinweg, überzeugt Hornby aufs Neue mit feiner Beobachtungsgabe für das alltäglich Skurrile und mitfühlender Beschreibung der nicht ganz alltäglichen Schrullen seiner Meister des eigenen Lebens. (Frank Peters)

Zwischen Skepsis und Aberglaube: Herrn Baldassares Reisen

Maalouf, Amin: Die Reisen des Herrn Baldassare. Roman.
Aus dem Französischen von Ina Kronenberger;
483 S., kart.
Insel Verlag 2001
ISBN:3-518-45531-1
12,00 EUR

 

bestellen

Maalouf: Reisen

unsere Rezension:

Das Jahr 1666 war nicht nur für die damalige Christenheit ein zu erwartender Super GAU, ist doch die dreifache Sechs die Zahl des Tiers und damit des Teufels. Schon damals haben sich Fanatiker und Gläubige wenig an Details gestört: Immerhin handelte es sich um das Jahr 1666 und nicht 666.
Der Held in Amin Maaloufs Roman 'Die Reisen des Herrn Baldassare', besagter Herr Baldassare, hält sich selbst für einen krtitischen Geist, aber vielleicht ist ja doch etwas dran an der schaurigen Untergangsstimmung? Baldassare Embriacos Vorfahren stammen aus Genua, aber er selbst hat sich als Kuriositätenhändler und Antiquar im libanesischen Gibelet einen Namen gemacht. Dort spielt ihm das Schicksal ein Buch in die Hände, das angeblich den verborgenen hundertsten Namen Gottes enthält, dem gewaltige Kräfte zugeschrieben werden. Unglücklicherweise verliert Baldassare das Buch, an dessen Echtheit und Zauberkraft er eh zweifelt, so schnell, wie er es gewonnen hat.
Schon bald steigen Zweifel in dem überzeugten Skeptiker auf. Steht nicht doch die Apokalypse bevor und könnte der hundertste Name Gottes sich nicht als letzter Rettungsanker in der Not erweisen? Jeder Reisende erzählt schließlich von drohenden Zeichen und Vorboten des Unglücks...
Begleitet von seinen beiden Neffen, einem Taugenichts und einem religiösen Eiferer, bricht Baldassare auf, um das Buch wieder in seinen Besitz zu bringen. Über Smyrna, Konstantinopel, Genua, Lissabon und London führt die Reise und Amin Maalouf entführt den Leser nicht nur eine längst vergangene Zeit. Baldassares Tagebuch, dem er seine geheimsten Gedanken anvertraut, gibt Zeugnis von den Zweifeln und Nöten eines aufgeklärten Menschen, der sich der Hysterie und Unruhe seiner Umwelt nicht entziehen kann. Nebenbei ist Maalouf ein sehr spannendes Buch gelungen mit Schmugglern, falschen Propheten, Liebeshändeln. Intrigen, Kerkern und Betrügern und einem liebenswürdigen Helden, der sich des öfteren zum Narren macht. Wenn auf den letzten Seiten endlich das Jahr 1667 angebrochen ist, hat Baldassare nach einigen Beinahe-Katastrophen endlich Genua, die Stadt seiner Vorfahren erreicht und die Hoffnung auf ruhigere Jahre. Ein kurzweiliges, lehrreiches Buch, das im Bücherschrank seinen Platz zwischen Eco und 'James Miranda Barry' findet. (Paul Philippi)


Zum Autor:
Amin Maalouf, 1949 im Libanon geboren, lebt seit 1976 als Journalist und Schriftsteller in Frankreich. Er ist politischer Berater für Fragen der arabischen Welt und der Beziehungen zwischen Okzident und Nahem Osten.

Schlemmen im Saarland

Thomas Reinhardt: Schlemmen im Saarland. Regionalküche mit Pfiff. 208 S., Hardcover
Gollenstein Verlag 2001
ISBN: 3-935731-11-6
38,90 DM

bestellen



Hervorgegangen ist dieses Buch aus einem Rezeptwettbewerb der Saarbrücker Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Verein der Köche im Saarland. Es sind originelle und interessante Rezepte zusammengetragen, saarländische Küche, mit leichten und knackig frischen Zutaten. Gekocht haben Köche aus Restaurants der Spitzengastronomie bis hin zum Kantinenchef. 35 Adressen sind vertreten.
Suppen; Salate und Gemüse; Kartoffeln, Mehl und viel Gefülltes; Fisch; Fleisch; Desserts - sind die Kategorien unter denen die Rezepte optisch ansprechend vorgestellt sind, jeweils mit einer Beschreibung des jeweiligen Restaurationsbetriebes.

Klappentext:
Die Saarländer sind Geniesser aus Tradition. Wer Regionalküche mit Pfiff so zusagen "am eigenen Leib" erfahren möchte, kann sich mit dem neuen Führer durch die gastronomische Landschaft an der Saar darauf vorbereiten: Herzhaft-deftige Hausmannskost, gutbürgerliche Küche und die Haute Cuisine vereinigen sich in diesem Buch zur reinen Verführung für Leib und Seele. In einzelnen Kapiteln werden Köche und Restaurants, Ambiente und Speisekarten vorgestellt, dazu wunderschöne Plätze in lauschiger Natur. Zusätzlich geben die Genies am Kochtopf jeweils ein Rezept preis, das typisch ist für die saarländische Regionalküche.
(Quelle: Verlag)

Finger im Steinbruch in der Eifel...ein Berndorf-Krimi

Jacques Berndorf: Eifel - Wasser. Kriminalroman. 320 S.
Grafit Verlag 2001
ISBN: 3-89425-261-8
18,38 DM / 9,40 Euro

bestellen



Der neue Berndorf ist soeben ausgeliefert: Rodenstock und Baumeister haben einen neuen Fall von Mord oder - sogar Doppelmord ? - zu lösen...

Das lässt Rodenstock keine Ruhe: Der Chemiker Breidenbach, ein Bekannter des
Kriminalrats a. D., ist beim Campen Opfer einer Steinlawine geworden. Doch
ausgerechnet der Naturfreak und -kenner soll so dumm gewesen sein und sein Zelt
neben eine brüchige Wand in einem Steinbruch aufgestellt und damit das Schicksal
geradezu herausgefordert haben?
Widerwillig lässt sich der Journalist Siggi Baumeister überreden, gemeinsam mit
Rodenstock die Unfallstelle aufzusuchen. Und in der Tat stoßen die beiden auf
weitere Merkwürdigkeiten: Die Zeltplane liegt in Fetzen da, es gibt Spuren, die
darauf hinweisen, dass jemand den Platz heimlich beobachtet hat, und dann findet
Baumeister in einem Steinhaufen einen Finger. Das Ganze lässt nur einen Schluss
zu: Breidenbach wurde ermordet.
Natürlich machen sich Rodenstock und Baumeister nun auf die Suche nach dem
Mörder - und auf die Suche nach einem Mann, dem ein Finger fehlt. Am
wahrscheinlichsten scheint ein Motiv für die Tat im beruflichen Umfeld des
Chemikers zu finden zu sein. Denn Breidenbachs Job war es, die Qualität des
Trinkwassers zu kontrollieren, und ziemlich schnell zeichnet sich ab, dass der
Wasser-Spezialist Umweltsündern auf die Spur gekommen ist.
Allerdings würde das die zweite Gewalttat, auf die Rodenstock und Baumeister
stoßen, den Mord an dem jungen Holger Schwedt nicht erklären. Aber stehen die
beiden Todesfälle überhaupt in irgendeinem Zusammenhang?
(Quelle: Verlag)


zurück    home

der buchladen gmbh   Försterstr. 14   66111 Saarbrücken
tel:0681/31171   fax:0681/33814