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...denen wir viele LeserInnen wünschen

Ein amerikanisches Sittenbild

Roth, Philip: Der menschliche Makel.
Roman. Aus d. Amerikan. v. Dirk van Gunsteren.
400 S., kart.
Rowohlt Taschenbuch Verlag Okt. 2003

ISBN: 3-499-23165-4

EUR 9,90

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Roth: Der menschliche Makel

Zuckermann begegnet dem alternden Professor Coleman Silk, der durch Missverständnisse und Intrigen alles verloren hat - sein Renommee, seine Familie. Das große Geheimnis, das ihn umgibt, kann er wahrscheinlich nur mit Faunia, seiner jungen Geliebten, teilen. Ein Sittenbild der amerikanischen Gesellschaft.

"Das Leben, ist es wirklich so theatralisch, so wahnsinnig wie hier beschrieben? Ja! Und wenn nicht, ist es auch egal. Wahnsinnig und ergreifend wie Dostojewski oder Dickens. Besser geht's nicht!" (Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung)

(Quelle: Verlag)

Die englische Ausgabe des Buches ist als Paperbackausgabe lieferbar:
Roth, Philip : The Human Stain.
( Englische Originalausgabe).

RANDOM HOUSE UK LTD 0401 Kt, 361 S.,
ISBN: 0-09-942213-1

EUR 10.20

Zurück zu Wallanders Anfängen...

Mankell, Henning:
Wallanders erster Fall und andere Erzählungen. Aus d. Schwed. v. Wolfgang Butt;
480 S., kartoniert
dtv 4/04

ISBN 3-423-20700-0

EUR 10,00
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Duncker: James Miranda Barry

Als Kurt Wallander seinen ersten Fall löst, ist er Anfang zwanzig, ein junger Polizeianwärter und bis über beide Ohren verliebt. Eines Abends findet er seinen Wohnungsnachbarn Halen erschossen auf dem Küchenboden liegend, den Revolver noch in der Hand. Die Krminalpolizei tippt auf Selbstmord. Doch Wallander zweifelt an dieser simplen Erklärung, umso mehr als Halens Wohnung in Flammen aufgeht und man wenig später auf eine weitere Leiche stößt. Am Ende der Ermittlungen hat Wallander eine Menge Fehler gemacht. Doch sein außerordentliches kriminalistisches Talent hat er unter Beweis gestellt.
Mit diesem Band hat Henning Mankell dem Wunsch vieler Leser entsprochen, die wissen wollten, wie es Wallander erging, bevor er mit "Mörder ohne Gesicht" erstmals die Bühne des Kriminalromans betrat. Von Wallanders erstem Fall bis zu dem spannenden Krimi "Die Pyramide" reicht das Spektrum dieser Erzählungen.


Kurt Wallanders Start in eine Karriere als Top-Kriminalist.
Er ist jung, als Polizeianwärter noch grün hinter den Ohren. Kurt Wallander fehlt es zwar an Erfahrung, aber zum Glück nicht an kriminalistischem Spürsinn...

(Quelle: Verlag)

Dunckers genialer Historienroman

Patricia Duncker:James Miranda Barry. Roman.
Berlin Taschenbuch Verlag 2002
495 S., kartoniert


ISBN: 3-442-76022-4
11,90 EUR



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Duncker: James Miranda Barry

In der Haut eines Mannes. Patricia Dunckers genialer Historienroman

Darf ich die Beatles zitieren? 'Yeah, yeah, yeah' sangen sie in 'She loves you'. Besser als mit diesen drei Worten läßt sich der neue Roman von Patricia Duncker wohl kaum beschreiben. 'Yeah, yeah, yeah'. Mit 'James Miranda Barry' ist der Autorin ein Roman gelungen, der funkelt, duftet und sich anfühlt wie dunkelroter Samt. Patricia Duncker entführt uns ins beginnende 19. Jahrhundert und ist unsere kundige Reiseführerin. Sie beschwört opulente Szenen herauf, betört uns mit Farben, Stimmungen und Gerüchen und erzählt (fast nebenbei) eine packende Geschichte. Wo ist die Autorin, die uns mit ihrem Erstlingsroman 'Die Germanistin' eine spröde, streng komponierte Übung in Literatur vorlegte? Hat sie mit uns nur Verstecken gespielt? 'James Miranda Barry' entschädigt vortrefflich für die karge, wenn auch stilvollendete Kost der 'Germanistin'. Genug geschwärmt, ein Blick auf die Fakten.
'James Miranda Barry' erzählt die erfundene Geschichte einer historischen Person. Barry diente von 1813 bis 1859 als englischer Militärarzt im Kolonialdienst und war ein Verfechter aufgeklärter medizinischer Ideen. Bereits zu Lebzeiten gab es Gerüchte um seine sexuelle Identität. Ob Hermaphrodit oder Frau, ein Mann war Dr. Barry jedenfalls nicht.
In Dunckers Version der Geschichte schließen drei reiche und einflussreiche Männer einen Pakt. Der Maler James Barry, der General Francisco de Miranda und der Adlige David Erskine beschließen, die Talente eines jungen Mädchens zu fördern und ihr eine neue Identität zu verpassen. Eingefädelt hat den Plan die Mutter des Mädchens, Mary Ann Bulkeley, Schwester des Malers und Geliebte der beiden anderen Gentlemen.

In sechs Kapiteln läßt Duncker abwechselnd Barry selbst zu Wort kommen oder nimmt die Position des neutralen Erzählers ein. Im ersten Kapitel darf Barry noch Mädchen sein und erzählt mit kindlich-überschäumender Begeisterung von seiner Mutter, den teils geliebten, teils gefürchteten Männern um sie herum, und von Alice Jones, der Tochter der Köchin.
Alice bleibt neben Barry der zweite Fixpunkt der Geschichte. Ihr bringt Barry als Kind das Lesen bei und legt so den Grundstein zu ihrer ehrgeizigen Karriere als Schauspielerin. Bald trennen sich die Wege der beiden. Während Barry in der Identität eines Mannes und unterstützt von seinen Gönnern die militärische Laufbahn einschlägt, kämpft Alice Jones mit allen Mitteln um ihren Erfolg. Nach der Trennung kommt es zum Zerwürfnis. Barry dient in der Kapkolonie, auf Korfu und Jamaika als hoch-gestellter Armeearzt aber Alice Jones wird er nicht vergessen.
Duelle, Epidemien, Aufstände, Klatsch und Intrigen; Barrys Leben ist nicht gerade langweilig und Patricia Duncker hat das alles für uns aufgeschrieben. Wenn man das Nachwort liest, findet man bestätigt, was man die ganzen 500 Seiten lang vermutet hat. Die Autorin hat sich wirklich kundig ge-macht über die Zeit, die sie beschreibt. Aber die Farben, Gerüche und Klänge eines längst vergangenen Jahrhunderts kann sie keinem Nachschlagewerk entnommen haben. Das ist ihr literarisches Genie. Abenteuerroman, romantische Liebesgeschichte, Historienschinken, ein rätselhafter Roman um eine rätselhafte Person; 'James Miranda Barry' ist von allem ein bisschen. Den Kauf dieses rundum schönen Buches möchte ich dringend empfehlen. (P. Philippi)

Barbara Kingsolvers afrikanische Erinnerungen


Kingsolver, Barbara:
Willkommen in Kilanga. Roman. ( Tb)

PIPER VERLAG GMBH 0402 Kt, 592 S.,

ISBN: 3-492-23436-4

vergriffen

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Kingsolver

unsere Rezension:

Eine Frau und ihre vier Töchter bahnen sich den Weg durch den Urwald unterwegs zu einem kargen Picknick am Flussufer. Wir schreiben das Jahr 1959 in Belgisch-Kongo, die Frau ist die Missionarsgattin Orleanna Price und ihre vier Töchter sind höchst eigenwillige und unterschiedliche Mädchen. Die älteste, Rachel, eine strohblonde amerikanische Schönheit, hat als wichtigsten Artikel aus Amerika eine Spiegel ins Land geschmuggelt. Da sind die beiden Zwillinge Leah und Adah; Leah, die Tüchtige, die den Vater bedingungslos verehrt, und Adah, die kein Wort spricht aber um so genauer beobachtet und auf Grund eines Hirnschadens das linke Bein nachzieht. Als letztes das Nesthäckchen Ruth Mae, ein herrisches Wesen und der Augapfel der Mutter.

Die amerikanische Autorin Barbara Kingsolver war ein Kind als sie mit ihrer Familie ein Jahr im Kongo verbrachte. Diese Erinnerung hat sie wohl nie mehr losgelassen. Dreißig Jahre später begann sie an einem großen Roman über Afrika zu schreiben und wer ‚Die Giftholzbibel‘ liest, weiß warum sich die Autorin mit ihrem Werk soviel Zeit gelassen hat. ‚Die Giftholzbibel‘ ist, schlicht gesagt, ein Meisterwerk, auch wenn, wie die Autorin betont, die Geschichte keineswegs autobiographisch ist.
Der tyrannische Vater, das Aufeinanderprallen zweier Kulturen, die politischen Wirren und Intrigen zur Zeit der Unabhängigkeitserklärung; Barbara Kingsolver läßt Mutter und Töchter aus ihren sehr unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen. Sie entwirft ein vielstimmiges Bild und auch wenn dieser Roman sich manchmal wie eine Familiensaga liest, gibt es doch immer nur ein Thema; Afrika.
Dass die Familie Price auf eine Katastrophe zu steuert ahnt der Leser bald. Und wenn die Katastrophe die Familie für immer auseinander reißen wird, so setzt sie doch in den Betroffenen ganz eigene Kräfte frei. Mit welchem der beiden Zwillinge mag sich Barbara Kingsolver wohl am meisten identifizieren; mit Leah, die bei ihrem eingeborenen Mann im Kongo bleibt, oder mit Adah, die zurückkehrt in die Vereinigten Staaten und ihre Behinderung zumindest körperlich überwindet?

Bemerkenswert finde ich, dass die Erfolgsautorin Kingsolver mit der ‚Giftholzbibel‘ (unter diesem Titel erschien das Buch in der gebundenen Ausgabe im Kabel Verlag) auch einen sehr politischen Roman geschrieben hat, der die Mechanismen der Ausbeutung und Unterdrückung sehr genau und engagiert beschreibt. (P.Philippi)


Majgull Axelssons Geschichte von vier sehr unterschiedlichen Frauen

Axelsson, Majgull : Die Aprilhexe.
BTB 1101 Kt, 511 S., kartoniert

ISBN: 3-442-72472-4

EUR 10.00

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Axelsson: Aprilhexe

unsere Rezension:

Vier ungleiche Schwestern

Am letzten Tag des Jahres 1949 bringt Ellen Johansson ein Mädchen zur Welt, das den Namen Desiree, die Ersehnte, tragen soll. Doch das Kind trägt bei der Geburt schwere Schäden davon. Die Mutter überläßt ihr Kind der Obhut sozialer Einrichtungen, eine damals in Schweden gängige und vom Staat geförderte Entscheidung. Trotz ihrer körperlichen Beeinträchtigungen wie Lähmungen und Epilepsie wächst Desiree zu einer hochintelligenten Frau im Rollstuhl heran, die in dem Arzt Hubertsson einen Verbündeten in der bedrückenden Welt der Pflegeheime findet. Hubertsson ist es auch, der in Desiree, die nicht einmal weiß, wer ihre Eltern sind, die Neugierde nach der eigenen Vergangenheit weckt. Der Arzt weiß zu berichten, dass Ellen Johansson drei Mädchen zur Pflege bei sich aufnahm und großzog: Christina, mittlerweile Ärztin, Margareta, eine etwas desorientierte Physikerin und Brigitta, die fast am Ende einer Trinkerinnenlaufbahn angekommen ist.
Desiree sucht ihre drei ungleichen 'Schwestern' heim denn sie hat eine ungewöhnliche Fähigkeit; als Aprilhexe ist sie in der Lage, in die Haut anderer Lebewesen zu schlüpfen. So durchstreift sie die Stadt in der Gestalt von Vögeln um herauszufinden, welche ihrer unleiblichen Schwestern ihr die Liebe der Mutter und ihr eigenes Leben gestohlen hat.

Ich habe die 500 Seiten der 'Aprilhexe' an einem verregneten Wochenende verschlungen. Spannend, bewegend und stilsicher erzählt Majgull Axelsson die Geschichte von vier sehr unterschiedlichen Frauen. Ein leises Buch, beeindruckend und bewegend, das nach dem Lesen noch lange nachhallt. (Paul Philippi)

Josef Haslingers Vaterspiel als lesenswerter Zeitroman

Haslinger, Josef:
Das Vaterspiel. Roman
2002

FISCHER TASCHENBUCH VLG. Kt, 573 S.,


ISBN: 3-596-15257-7

EUR 10.90

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Hasliner: Vaterspiel

unsere Rezension:

Von Söhnen und Vätern

Um gleich eine ungestellte Frage zu beantworten: ´Das Vaterspiel´ ist ein Computerspiel. Sein Ziel ist es, den eigenen Vater umzubringen, ihn abzustechen oder in die Luft zu jagen, je nach Vorliebe. Das hat im Roman Rupert (wegen seines ´Rattenschädels´ Ratz gerufen) erfunden und wird es am Ende in den USA erfolgreich vermarkten. Schließlich kommt er aus der Stadt Sigmund Freuds, und der Vater-Kopf läßt sich individuell einscannen, wäre das was für Sie?

Aber das war eine möglicherweise falsche Fährte und Beleg dafür, wie schwer die Annäherung an den neuen Roman Josef Haslingers ist. Der Wiener, nach den Fotos zu urteilen ein rechter Ratz, läßt seinen Protagonisten in einer stürmischen Novembernacht von Österreich nach New York aufbrechen, und beginnt in diesem Schneegestöber seine retrospektive Erzählung über Ruperts Familie, den Vater, einst sozialistischer Studentenführer, dann Verkehrsminister, zunächst abgelehnt von ländlich bürgerlichen Großeltern, dann, als er Frau und Familie verläßt, gehaßt vom Sohn, der es noch zu nichts gebracht hat in seinem Leben, bis zu dieser Reise nach New York.
Haslinger schreibt vom Leben zwischen Bill Ramseys ´Pigalle´ und Ralf Bendix ´Babysitter Boogie´, vom großen Schweigen der Nachkriegszeit, und er schreibt den Roman eines Erwachsenwerdens in der Wohlgeordnetheit einer Wiener Vorstadt-Villa. Und er demontiert dieses Idyll mit viel und zuweilen bösen Humor, läßt so eine äußerst säkulare Form einer Taufe in einem Fischteich zum Desaster werden und Ruperts Schwester Hitler geil finden, denn der war Vegetarier.
Er beschreibt das Scheitern dieser Eltern- und die untauglichen Versuche des Aufbegehrens der eigenen Generation.

Und dann schreibt Haslinger eine Parallelgeschichte. Es ist die des Jonas Shtrom, geboren 1925 in Litauen und im Jahre 1959 US-amerikanischer Staatsbürger. Er ist zurückgekehrt, um auszusagen vor der ´Zentralstelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen´. Er erzählt die Geschichte seines Lebens und seines Landes, zwischen Polen, Deutschland und Russland hin- und hergeworfen und die Geschichte der Pogrome gegen seine jüdischen Einwohner. Es ist dies ein erschütternder Bericht über das Ghetto von Wilna, die verzweifelte Suche nach Gerechtigkeit und nach einem der davongekommenen Täter, der, ebenso wie sein Opfer, im US-amerikanischen Exil lebt.
Haslinger löst die Parallelität der Handlungen, wir ahnen es, im New York des Jahres 1999 auf, und so beeindruckend jede dieser Geschichten zu lesen ist, so will doch nicht recht einleuchten, auf welche Art sie sich in der Gegenwart begegnen.
Haslingers Vaterspiel aber bleibt ein überaus lesenswerter Zeitroman, und wenn Rupert am Ende nach Wien zurückkehrt, findet die Geschichte ihren sehr stimmigen Schluß, denn Wien ist eben die Stadt Sigmund Freuds. (F.Peters)

Was ist der Islam?

BenJelloun, Tahar: Papa, was ist der Islam? Gespräch mit meinen Kindern.
114 S. Pappbd.
( Originaltitel: L'Islam raconte aux enfants).

BERLIN VERLAG 2002
ISBN: 3-8270-0472-1


EUR 12.00

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BenJelloun: Islam

Unter dem Schock der Bilder vom Attentat in New York fragen Ben Jellouns Kinder ihren Vater, ob sie Muslime sind, und sie sind voller Unruhe, ob man ihnen an der Schule ihre Religionszugehörigkeit vorwerfen könnte.
Um sie zu beruhigen, erklärt der Autor ihnen, was der Islam ist. Er beginnt mit der Geschichte des Propheten Mohammed, seiner Kindheit in Arabien, seinem Erwachsenenleben bis zur Offenbarung durch den Erzengel Gabriel. Er erzählt von den Schwierigkeiten Mohammeds, seine Umgebung zu überzeugen, den Verfolgungen und seinem schließlichen Triumph. Mit dem Tod des Propheten setzt die Ausbreitung des Islam und die muselmanische Eroberung Ägyptens, Syriens, Mesopotamiens und Persiens ein. Er erzählt von den drei Jahrhunderten, in denen sich die arabisch-islamische Zivilisation auf ihrem Höhepunkt befand, zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert, und er gibt Beispiele ihres Beitrags zur universellen Kultur: in Medizin, Astronomie, Philosophie, Physik, Mathematik, Architektur und Literatur.
Und er erzählt von der Epoche der kulturellen Symbiose zwischen Juden und Arabern in Andalusien, der Inquisition und Vertreibung von Juden und Muselmanen (1492) und vom Verfall der arabischen Welt, von Kolonisierung und Niedergang bis zur heutigen Situation.
"Ich erzähle all das und beziehe mich dabei soweit wie möglich auf meine persönliche Erfahrung, mein Leben im Islam." Am Ende des Buches unterbreiten die Kinder einen Katalog von Begriffen, die der Autor erklärt und kommentiert (Fundamentalismus, Fatwa, Dschihad, Toleranz, Taliban, Märtyrer etc.). Das Buch hat die Form eines fiktiven Dialogs mit Kindern.

(Quelle: Verlag)

Der neue Irving

Irving, John: Die vierte Hand.
Roman. Aus d. Amerikan. v. Nikolaus Stingl.
ISBN: 3-257-23370-1
DIOGENES Taschenbuch Verlag 2003

11,90 EUR


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Irving: vierte Hand

Klappentext:

Während einer Indienreportage wird einem New Yorker Journalisten vor laufender Kamera die linke Hand von einem hungrigen Zirkuslöwen abgefressen; Millionen Fernsehzuschauer sind Zeugen des Unfalls. In Boston wartet ein verschrobener Handchirurg auf eine Gelegenheit, die erste amerikanische Handtransplantation vorzunehmen. Und eine junge Ehefrau in Wisconsin hat es sich in den Kopf gesetzt, dem einhändigen Reporter die linke Hand ihres Mannes zu geben - wenn dieser stirbt. Doch der ist jung und kerngesund...


In "Die vierte Hand" geht es um Irvings große Themen: Verlust, Trauer und die Kraft der Liebe. Es geht um die Entdeckung der Langsamkeit, die Bereitschaft, sich zu ändern, und die Schwierigkeit, zu sich und seiner Liebe zu finden. Es geht um Menschen in der Krise und um ein großes Wort, das in unseren "modern times" zuerst befremdet: Seele.
(Quelle: Verlag)

Sachbuch Thema Globalisierung
oder: Wie soll unsere Welt zukünftig aussehen?

(1) Empire. Die neue Weltordnung

Hardt, Michael und Negri, Antonio: Empire.
Die neue Weltordnung.

CAMPUS VERLAG GMBH 2003
480 S., kart.
ISBN: 3-593-37230-4

EUR 19,90

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Hardt: Empire

Empire ist eine brillante politische Diagnose des postmodernen Kapitalismus im Zeitalter der Globalisierung. Die Phase des Imperialismus ist zu Ende, abgelöst wurde er vom "Empire", einem Weltreich ohne Zentrum und mit umfassendem Herrschaftsanspruch, das in seinem rastlosen Drang nach Ausdehnung jeden nationalstaatlichen Rahmen sprengt. Zugleich ist es ein Reich vollendeter Totalität, in dem es keinen moralischen oder kritischen Standpunkt von "außen" mehr gibt. Es verfügt über eine biopolitische Maschinerie, die jeden Einzelnen kontrolliert. In den Arbeitsformen der "New Economy", wo intellektuelles Wissen und die Hoffnung auf eine bessere Welt zusammenfließen können, verorten die Autoren ein neues "Proletariat". In einer packenden Analyse entwickeln sie den Gedanken der Vielheit der Menschen, die nach Wegen zu einer neuen Gesellschaft sucht.

(Quelle: Verlag)

(2) Schwarzbuch Globalisierung

Schwarzbuch Globalisierung.
Eine fatale Entwicklung mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern.

Hrsg. von Mander, Jerry

RIEMANN I.BERTELSMANN VLG 2002
gebunden, 480 S.,

ISBN: 3-570-50025-X

EUR 24.90

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Dieses Buch enthält fundierte Beiträge der international profiliertesten Globalisierungsgegner. Es ist eine aufrüttelnde Mahnung und zugleich ein engagierter Appell: Nicht die Forcierung einer globalen Freihandelszone, sondern nur die Stärkung lokaler Wirtschaftsformen schafft die Grundlage für soziale Sicherheit, kulturelle Vielfalt und den nachhaltigen Schutz der natürlichen Ressourcen. Nein?! Dann sollten Sie sich darum kümmern, woran in kleinen Zirkeln - abgeschottet von öffentlicher Diskussion - im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) gebastelt wird. Globalisierung lautet das Zauberwort, das in Zukunft auch Dienstleistungen und die medizinische Versorgung umfassen soll. "Wohlstand für alle", "Die Welt ein Dorf" lauten die Verheißungen der Befürworter des totalen globalen Freihandels. Aber wie sieht die Realität aus? Wer profitiert wirklich vom schrankenlosen Welthandel? Wessen Bedürfnisse werden befriedigt von einem System, das lokale und regionale Regierungen impotent macht und die reale Macht gesichtslosen bürokratischen Körperschaften überträgt? Jerry Mander und Edward Goldsmith versammeln in ihrem Buch die internationale Creme der Globalisierungskritiker aus den Bereichen Wirtschaft, Landwirtschaft, Finanzwesen, Kultur und Umwelt. In ihren Analysen zeigen sie auf, dass die heute praktizierte Form der Globalisierung in vielen Bereichen das Gegenteil von dem bewirkt, was ihre Befürworter versprechen. Nach temporärem Anstieg des Wohlstands speziell in den Wirtschaftswunderjahren 1950-1980 ist die Einkommensschere in den vergangenen zwei Jahrzehnten dramatisch auseinandergegangen. Milliarden Menschen weltweit raubt der globale Handel mit Gütern und Dienstleistungen ihre funktionierenden Wirtschafts- und Sozialstrukuren. Armut und Elend sowie die Zerstörung der kulturellen Vielfalt und eine großflächige Vernichtung natürlicher Ressourcen gehören zu den Folgen. Die vorliegende Ausgabe enthält u.a. Originalbeiträge von Carl Amery (Philosoph), Naomi Klein (Autorin von ''No Logo''), Jos Lutzenberger (ehemaliger brasilianischer Umweltminister), Wolfgang Sachs (Wuppertal Institut) und Hermann Scheer (SPD-Umweltexperte und Präsident von Eurosolar). "Schwarzbuch Globalisierung": das Grundlagenwerk für alle, denen reiner Materialismus und Mammonismus als Vision für das 21. Jahrhundert nicht genügen.
(Quelle: Verlag)

(3) Attac - Was wollen die Globalisierungsgegner?


Grefe, Christiane; Greffrath, Mathias; Schumann, Harald: attac.
Was wollen die Globalisierungskritiker?. Rowohlt Verlag 2002
223 S. , Kartoniert
ISBN: 3-87134-451-6, -

12.90 EUR

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Verlagsinformation:

Dieses Buch untersucht Anliegen und Aktionen der Protestbewegung: Was wollen die Globalisierungskritiker? Wieso erfährt die Bewegung so viel Zulauf? Was kann sich verändern? Stehen wir am Anfang einer friedlichen Revolution der Weltmärkte?

«Sie sind erfolgreich wie Greenpeace, ihre Aktionen ähnlich spektakulär», schreibt «Der Spiegel». Tatsächlich erfährt keine Protestbewegung solch spontanen Zulauf wie die Globalisierungskritiker von attac. Weltweit rebellieren über 50 000 Aktivisten unter diesem Motto gegen den Raubtier-Kapitalismus.
Seit den Demonstrationen beim G-8-Gipfel von Genua ist der Funke nach Deutschland übergesprungen: Das Netzwerk von attac wächst auch hierzulande rasant und wird immer dichter. Wie kaum eine andere Organisation versteht es attac, das Unbehagen vieler Menschen über Folgen der Globalisierung zu bündeln: Sie formuliert konkrete politische Ziele und folgt dem Prinzip der Gewaltlosigkeit. Eine der Kernforderungen ist, eine weltweite Steuer auf Devisenspekulationen (Tobin-Steuer)einzuführen: Damit könnten die globalen Finanzmärkte gebändigt und Mittel für Entwicklungshilfe bereitgestellt werden. Mit medienwirksamen Aktionen rücken seit kurzem auch die deutschen Aktivisten den Protest gegen den wild gewordenen Kapitalismus ins Rampenlicht. Inzwischen ist die Politik gezwungen, sich mit den Forderungen von attac auseinanderzusetzen.
(Quelle: Verlag)


aus dem Inhalt:
- Etwas bewegt sich
- Die neue Bewegung kam nicht aus dem Nichts
- Wer ist, was will Attac?
- Die Globalisierung folgt dem falschen Programm
- Das Finazsystem - der programmierte Kurzschluss
- Attac - wie alles anfing
- Attac Deutschland - Bildungswerk und "Kampfgruppe der NGOs"
- Demokraten aller Länder...
- Vier Zeitzeugen der neuen Bewegung

(4) Eine andere Welt ist möglich

Eine andere Welt ist möglich!:
Dokumentation des Attac-Kongresses vom 19.-21.10.2001 in Berlin.
Hrsg. v. Attac Deutschland. Von Bernard Cassen, Susan George, Horst-Eberhard Richter u. a..
VSA Verlag 2002. 166 S. m. zahlr. Fotos sowie Dok.
ISBN: 3-87975-845-X-

8.00 EUR -

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andere Welt

Dieser Band dokumentiert die zentralen Vorträge des Attac-Kongresses in Berlin.
Aus Platzgründen konnten nicht alle Beiträge aufgenommen werden. Der
Attac-Kongress mit mehr als 3000 TeilnehmerInnen im Oktober 2001 in Berlin gab
wichtige Impulse für die weitere Vernetzung und Profilschärfung dieses
Bündnisses.

(Quelle: Verlag)

Schwanitz's Bildung im TB

Schwanitz, Dietrich : Bildung.
Alles, was man wissen muß.
Taschenbuchausgabe

544 S., Mit farb. Abb. u. Tab.

GOLDMANN WILHELM 2002 Kt,
ISBN: 3-442-15147-3

EUR 14.00

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Schwanitz: Bildung

Unser Wissen ist im Umbruch, unser Bildungssystem in der Krise, der Ruf nach einem Kanon wird immer lauter. Dieses Handbuch bietet nun die erste Neuorientierung hinsichtlich der Kernbestände unserer Kultur.
Im ersten Teil "Wissen" präsentiert Dietrich Schwanitz "alles, was man wissen muss", um das "Bürgerrecht" im Land der Bildung zu erwerben: die Geschichte Europas als große Erzählung, die Formensprache und die großen Werke der Literatur, die Geschichte von Kunst und Musik, die großen Philosophen und die wissenschaftlichen Theorien, Ideologien und Meinungsmärkte.
Im zweiten Teil "Können" geleitet Schwanitz den Leser unter anderem durch das "Haus der Sprache", die Welt des Buches und der Schrift und bietet inspirierende Länderkunde. Dabei sichtet der Autor das kulturelle Wissen unter der Fragestellung: Was trägt es zu unserer Selbsterkenntnis bei? Wie kam es, dass die moderne Gesellschaft, der Staat, die Wissenschaft, die Demokratie und die Verwaltung in Europa und nicht anderswo entstanden? Wieso ist es wichtig, Figuren wie Don Quijote, Hamlet, Faust, Robinson, Dr. Jekyll und Mr. Hyde zu seinen guten Bekannten zu zählen? Was hat Martin Heidegger gesagt, was wir nicht schon wussten? Wo war das Unbewusste vor Sigmund Freud? Eine Zeittafel, informative Kürzestfassungen von "Büchern, die die Welt verändert haben", Tipps zum Weiterlesen und ein ausführliches Namenregister erhöhen den Gebrauchswert dieses Handbuches.

(Quelle: Verlag)

No Logo!

Klein, Naomi : No Logo.
Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern.
Sonderausgabe.

RIEMANN I.BERTELSMANN VLG 2002; Kt, 512 S., Zahlr. Fotos.

ISBN: 3-570-50028-4
14,50 EUR

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