Aus dem buchladen-Regal: ausgewählte Neuerscheinungen
...denen wir viele LeserInnen wünschen (aktualisiert 20.4.08)

Zaimoglu: Liebesbrand   Atlas der Globalisierung   Peltzer: Teil der Lösung   Nick Hornby: Slam   Martin Suter: Der letzte Weynfeldt   Bollinger und die Barbaren   Die Denker des Dschungels   Smith: Kind 44   Cabre: Die Stimmen des Flusses   Agus: Die Frau im Mond   Pessl: Alltägliche Physik des Unglücks   Ragde: Das Lügenhaus   Auster: Reisen im Skriptorium   Braun: Stille Post   Treichel: Der Papst den ich kannte   Capus: Eine Frage der Zeit   Franck: Die Mittagsfrau   Oettingen: Verhüllt um zu verführen   Horn: Die kommende Welt  
 

Liebesbrand

Feridun Zaimoglu: Liebesbrand

352 Seiten, gebunden

Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3-462-03969-6

19,95 EUR

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Die Liebe in den Zeiten der kalten Rationalität – Feridun Zaimoglu beschwört die großen Gefühle

Am Anfang ist es fast zu Ende: Das Leben von David, sowieso nicht in bester Verfassung, droht bei einem Busunglück im Ausland zu verlöschen. Doch er wird gerettet und begegnet einer engelsgleichen Erscheinung. Eine junge schöne Frau übernimmt die Erstversorgung und verschwindet in einem Auto mit deutschem Kennzeichen. Fortan ist der Erzähler in Liebe entflammt und macht sich auf die Suche.

Nach seinem Bestseller Leyla begibt sich Feridun Zaimoglu mit Liebesbrand hinein in die bundesrepublikanische Gegenwart. Seine Hauptfigur ist ein junger Aktienhändler, der rechtzeitig vor dem Börsenkrach aus dem Geschäft ausgestiegen ist; jetzt lebt er in Kiel und sehnt sich nach einer neuen Versuchung. Er kann zwar einen Familienzwist bei entfernten Verwandten im Ausland schlichten, es kostet ihn aber eine Menge Geld und fast das Leben. Mit zahlreichen Blessuren am Körper, dem Bild eines Ringes mit blauem Emaillekopf im Gedächtnis und einer Haarspange im Gepäck kehrt er nach Deutschland zurück. Dort begibt er sich auf die unermüdliche Suche nach der Frau seines Lebens, die ihn nach Nienburg an der Weser und weiter nach Prag und Wien führt. Unterwegs wird er geliebt und verstoßen, angegriffen und gehasst, erleuchtet und enttäuscht. Die Hoffnung aber, dass er sich nicht vergeblich sehnt, gibt er nicht auf.

Feridun Zaimoglu gelingt es, eine Liebesgeschichte unserer Tage in der Tradition der deutschen Romantik zu erzählen. Der Suchende strebt nicht nach Perfektion, aber nach Erfüllung, sogar nach Erlösung – und begegnet dabei immer neuen Anfechtungen und Herausforderungen. Gut, dass es den Freund und Helfer Gabriel gibt, der dem Erzähler beisteht und ihm beizeiten den Kopf zurechtrückt. Mit Mut zum Pathos und feiner Ironie erzählt der Roman von einer großen Liebesbeschwörung – rasant, berührend und komisch.
(Verlagswerbung)

Atlas der Globalisierung Spezial: Klima

Atlas der Globalisierung spezial: Klima

Hrsg.: Le Monde diplomatique.
96 Seiten m. 100 farb. Ktn.-Skizzen u. Abb. kartoniert,
in deutscher Sprache.
2008 TAZ
ISBN 3-937683-16-X

10,00 EUR

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Der Planet Erde hat schon schlimmere Strapazen als den Treibhauseffekt erlebt, er wird auch den gegenwärtigen Klimawandel überstehen.
Aber wir Menschen müssen unseren Lebensstil ändern, wenn wir nicht irgendwann - zusammen mit den Pottwalen und den Brillenbären - zur bedrohten Art werden wollen.

Der Klimaatlas von Le Monde diplomatique trägt in seinem ersten Teil die beunruhigenden Befunde zusammen: Er informiert über den Zustand der Böden, Wälder und Ozeane, erklärt den Einfluss des Klimawandels auf Monsunwinde und El Nino und vermisst den ökologischen Fußabdruck von arm und reich. Im zweiten Teil werden exemplarische Lösungsansätze vorgestellt: Wir erfahren, was es mit dem Boom der erneuerbaren Energien in Indien auf sich hat, welche Alternativen es zum motorisierten Individualverkehr gibt und wie New York durch Naturschutz in den Catskill Mountains seine Trinkwasserqualität bewahrt hat.

"Kompakt und kontrovers - spannende Lektüre und Diskussionsstoff zum Thema Klimawandel."
Hans Joachim Schellnhuber, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Teil der Lösung

Ulrich Peltzer: Teil der Lösung
Roman.
455 Seiten, gebunden

Ammann Verlag 2007

ISBN 9783250601135

19,90 EUR

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Nominiert für den Leipziger Buchpreis 2008

Überwachungskameras am Potsdamer Platz, globalisierte Markenwelten und limitierte Bewegungsfreiheit: an Vorzeichen, die jedes politische Handeln notwendig und zugleich illusionär erscheinen lassen, mangelt es nirgends. Christians Themen werden zunehmend politisch. Als freier Journalist schlägt er sich mit journalistischen Gelegenheitsaufträgen durch, ist Teil eines akademischen Proletariats, wie es in Berlin ganze Stadtviertel besiedelt. Selbst Mitte dreißig, hat er die Zeit des bewaffneten Widerstands gegen die Staatsmacht nur noch als Echo miterlebt. Vielleicht sucht er gerade deshalb für eine längst fällige Story Kontakt zu untergetauchten Ehemaligen der Roten Brigaden. In Paris soll ein wichtiger Informant anzutreffen und bereit zum Reden sein. Zunächst aber trifft Christian auf Nele bzw. sie trifft ihn, mit dem Ellenbogen ins Kreuz in der Tür eines Klubs. Von einer geheimnisvollen Wut getrieben, bewegt sich die hochbegabte Studentindurch den Jahrhundertsommer 2003. Was mit ein paar ruppigen Zufallsbegegnungen eher harmlos beginnt, entwickelt sich zu einer heftigen und verqueren Anziehung, deren Ausganzpunkt im neuen Berlin liegt und die ihren Showdown in den Arabervierteln von Paris erlebt. Teil der Lösung ist ein hochaktueller Roman, der in einem rasanten Ineinander von einzelnen Szenen abbildet, wie bruchstückhaft und vielfältig Wirklichkeit ist. Kontrollierter Raum und spielerische Störmanöver, Decknamen und Spitzel, geheime Treffen und präzise Attentate auf den Alltag: Subtil verbindet Ulrich Peltzer eine störrische Liebesgeschichte mit der Beobachtung neuer politischer Bewegungen in einer Grammatik der Überwachung. Eine atemraubende Verschwörungsgeschichte von unmittelbarer erzählerischer Kraft. (Verlagswerbung)

ULRICH PELTZER ist einer der wichtigsten Autoren seiner Generation. Jahrgang 1956, in Krefeld geboren, lebt er seit 1975 in Berlin. Seit 1987 erscheinen seine Bücher im Ammann Verlag: Die Sünden der Faulheit (1987), Stefan Martinez (1995), Alle oder Keiner (1999). Für seinen letzten Roman Bryant Park erhielt er 2003 den Bremer Literaturpreis.

Slam

Nick Hornby: Slam
Roman. Übersetzt von Clara Drechsler, Harald Hellmann
324 SEiten, gebunden

Kiepenheuer & Witsch GmbH

Januar 2008

ISBN 9783462039658

17,95 EUR

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Der neue grossartige Hornby. Sam, 15, kann kaum glauben, dass Alicia, die eigentlich eine Klasse zu hoch für ihn ist, sich tatsächlich für ihn interessiert. Doch nach einer kurzen Zeit des Glücks kommt es knüppeldick: Könnte es sein, dass sie schwanger ist? "

Eigentlich lief alles gerade ziemlich gut. Ich würde sogar sagen, dass die Entwicklungen der letzten sechs Monaten durchgängig positiv gewesen waren. Zum Beispiel hatte Mum sich von Steve getrennt, ihrem bescheuerten Freund. Zum Beispiel konnte ich plötzlich zwei neue Skatingtricks, nachdem ich mich wochenlang öffentlich blamiert hatte. Das alles, und ausserdem hatte ich noch Alicia kennen gelernt."

Sam, Sohn einer 32-jährigen Mutter, ist ein besessener Skateboardfahrer. Seine Bibel ist die Autobiographie des berühmten Skateboarders Tony Hawk, die für alle Lebensfragen das richtige Zitat bietet. Selbst als sich Sam in Alicia verliebt, läuft alles wie am Schnürchen, denn die beiden kommen tatsächlich zusammen. Doch dann droht die Glückssträhne zu reissen, denn Sam muss Angst haben, dass Alicia schwanger ist: Da mit der Angst zu leben immer noch besser ist als zu wissen, dass die schlimmsten Befürchtungen Wirklichkeit geworden sind, nimmt Sam erstmal Reissaus.

Mit einer wunderbaren Ironie schildert Nick Hornby in seinem neuen Roman Sams Sprung ins Erwachsensein. Das ist erbarmungslos ehrlich, rührend und saukomisch. "Wir wissen genau, wie sich Sam fühlt - auch wenn sich seine Gefühle zwischen dem Anfang und dem Ende eines Satzes ändern können - und es fühlt sich alles ganz richtig an: eine schwindelerregende Mischung aus Wut, Verwirrung, Einsicht, Humor und Liebe." Booklist

(Verlagswerbung)

Der letzte Weynfeldt

Martin Suter: Der letzte Weinfeldt

320 Seiten, gebunden

Diogenes Verlag

ISBN 3-257-06630-9

19,90 EUR

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Ein wohlhabender Junggeselle, der sich von der Liebe nichts mehr verspricht. Eine schöne junge Frau mit schillernder Vergangenheit. Ein Bild und sein Preis. Eine Auktion, die die Kunstszene in Aufruhr versetzt – und einige Zukurzgekommene, die teilhaben wollen am großen Geld.

Adrian Weynfeldt, Mitte fünfzig, Junggeselle, großbürgerlicher Herkunft, Kunstexperte bei einem internationalen Auktionshaus, lebt in einer riesigen Wohnung im Stadtzentrum. Mit der Liebe hat er abgeschlossen. Bis ihn eines Abends eine jüngere Frau dazu bringt, sie – entgegen seinen Gepflogenheiten – mit nach Hause zu nehmen. Am nächsten Morgen steht sie außerhalb der Balkonbrüstung und droht zu springen. Adrian vermag sie davon abzuhalten, doch von nun an macht sie ihn für ihr Leben verantwortlich. Immer wieder nötigt sie ihn, sie aus ihren Schwierigkeiten zu befreien. Weynfeldts geregeltes Leben gerät aus den Fugen – bis er schließlich merkt, dass nichts ist, wie es scheint. (Verlagswerbung)

Bollinger und die Barbaren

Wolfgang Brenner: Bollinger und die Barbaren
Ein neuer Grenzfall. Roman
dtv premium
240 Seiten

ISBN 978-3-423-24634-7
Euro 12,50

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Bollingers zweiter Fall

Ein Erhängter in einer Brandruine sorgt für Aufruhr im idyllischen Grenzort Schauren. Auf dem abgebrannten Areal wollen Investoren ein Musicaltheater errichten. Und die Hagenaus, eine verwahrloste Problemfamilie mit kriminellem Hintergrund, wollen das mit allen Mitteln verhindern. Wie hängt das alles nur zusammen? Felix Bollinger folgt einer Spur, die in die Zeit der Kollaboration zurückzureichen scheint. Neben seinen Ermittlungen führen auch die Frauen in Bollingers Privatleben zu Verwirrungen.

Wolfgang Brenner, geboren 1954 in Quierschied/Saar, lebt als Journalist und Autor in Berlin und im Hunsrück. Er wurde 2007 mit dem Berliner Krimipreis "Krimifuchs" in der Kategorie Autoren für sein langjähriges Schaffen in diesem Genre gewürdigt. Seine Krimis zeichnen sich durch gründliche Recherche, überzeugende Chraktere und große Spannung aus.

Die Denker des Dschungels

Die Denker des Dschungels
von Schuster, Gerd; Smits, Willie; Ullal, Jay;

Der Orangutan-Report. Bilder, Fakten, Hintergründe.
320 S. m. zahlr. Farbfotos. 25,5 x 35,5 cm
gebunden

Ullmann/Tandem Verlag 2007

ISBN 978-3-8331-4622-0

29,95 EUR

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Das Buch kann ohne Umschweife als Sensation bezeichnet werden. Auf weltexklusiven Fotos wird zum ersten Mal ein schwimmender Orangutan zu sehen sein. Dabei geht die Forschung nach wie vor davon aus, dass Menschenaffen nicht schwimmen können. Es werden Orangutans gezeigt, die mit Stöcken angeln. Diese Form des Werkzeuggebrauchs war bislang unbekannt. Überhaupt gehören die Fotos von Jay Ullal zum Besten, was es auf diesem Gebiet gibt. Auf fünf Reisen nach Borneo und Sumatra sind annähernd zehntausend Fotos entstanden, darunter 40 weltexklusive Juwelen. Diese sowie Hunderte von weiteren faszinierenden Fotos befinden sich im Buch.

Die begleitenden Texte stehen den Fotos in nichts nach. Sie sind wissenschaftlich fundiert, aber äußert lebendig und anschaulich geschrieben. In ihnen wird die Welt der Orangutans in all ihren Facetten beleuchtet. Aber auch die Geschichte von Willie Smits wird erzählt, der sich vom Orangutan- zum Klimaschützer entwickelte.

Die Autoren scheuen sich nicht, auch Missstände anzusprechen. Viele Regierungen und Organisationen zeigen erstaunlich wenig Engagement, wenn es um die Themen Klima-, Umwelt- und Artenschutz geht. Bis zum heutigen Tag. Dass sich dies schleunigst ändern muss, verdeutlichen die Inhalte des Buches in eindringlicher Weise. (Verlagswerbung)

Kind 44

Tom Rob Smith: Kind 44
Übersetzt von Armin Gontermann
512 Seiten, gebunden

Dumont Literatur U. Kunst
Januar 2008

ISBN 9783832180560

19,90 EUR

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"Kind 44" ist mehr als ein atemberaubender Thriller, das Buch ist eine erschütternde Reise in die finsterste Epoche der russischen Geschichte.Moskau, 1953. Auf den Bahngleisen wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden. Nackt. Fürchterlich zugerichtet. Doch in der Sowjetunion der Stalinzeit gibt es offiziell keine Verbrechen. Und so wird der Mord zum Unfall erklärt. Der Geheimdienstoffizier Leo Demidow jedoch kann die Augen vor dem Offenkundigen nicht verschließen. Als der nächste Mord passiert, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln und bringt damit sich und seine Familie in tödliche Gefahr- Der Autor:Tom Rob Smith wurde 1979 als Sohn einer schwedischen Mutter und eines englischen Vaters in London geboren, wo er auch heute noch lebt. 2001 graduierte er in Cambridge und ging für ein Jahr nach Italien, wo er Creative Writing studierte. In den letzten fünf Jahren arbeitete Tom Rob Smith als Drehbuchautor, unter anderem half er fünf Monate lang in Phnom Penh, Kambodschas erste Soap Opera zu entwickeln. "Kind 44", Tom Rob Smiths erster Roman, wird derzeit in 17 Sprachen übersetzt und ist auf dem besten Weg, ein internationaler Bestseller zu werden. (Verlagswerbung)

Die Stimmen des Flusses

Jaume Cabré: Die Stimmen des Flusses
Roman.
Aus d. Katalan. v. Kirsten Brandt
667 Seiten, gebunden

Insel Verlag 2007

ISBN 9783458173632

22,80 EUR

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Unsere Besprechung:

Als die Lehrerin Tina Bros in einer zum Abbruch freigegebenen Schule die alten Tagebücher eines längst toten Kollegen entdeckt und Nachforschungen betreibt, ahnt sie nichts von der Brisanz ihrer Spurensuche. Alter Hass und verdrängte Leidenschaften werfen ihre Schatten bis in die Gegenwart.
Der Schreiber der Tagebücher, der Dorfschullehrer Fontelles, gilt in dem kleinen Pyrenäenort Torena als Falangist, die reiche und mächtige Witwe Vilabrú treibt sogar seine Seligsprechung als Märtyrer voran. Doch in Fontelles Aufzeichnungen beschreibt er sich selbst als Widerstandskämpfer gegen das Francoregime. Was geschah wirklich 1944 in Torena?
Nicht ganz zufällig erinnert der Verlag im Klappentext an „Der Schatten des Windes“. Cabrés glänzend komponierte Geschichte um Macht, Liebe, Fanatismus und Verrat lebt viel vom Einsatz filmischer Mittel: Schnitt und Gegenschnitt, Detailaufnahme und Totale. Raffiniert wechselnd zwischen den Zeitebenen baut der Autor eine beklemmende Spannung auf, die den Leser tief hineinzieht in eine düstere Geschichte. Die Mächtigen ziehen ihre Fäden, der Einsatz von Gewalt, Geld und Sex erfolgt mit Kalkül und Routine. Oriol Fontelles bleibt eine Marionette, ob als Falangist oder Widerstandskämpfer. Bleiben auch Tina Bros' Nachforschungen ein Kampf gegen Windmühlen?
Cabrés kunstvoller Roman lebt neben der Span-nung von seinen kraftvollen Figuren; die ebenso mächtige wie hilflose Intrigantin Elisenda Vilabrú, ihr aalglatter Adoptivsohn Marcel oder der faschistische Bürgermeister Valentí Targa sind Figuren, die sich tief einprägen.
Die Stimmen des Flusses sind beste Lesekost für lange Winterabende; dass einem dabei warm ums Herz wird, sollte man allerdings nicht erwarten. (P. Philippi)

Die Frau im Mond

Milena Agus: Die Frau im Mond
Roman.
Übersetzt von Monika Köpfer
135 Seiten, gebunden

Hoffmann u. Campe Verlag 2007

ISBN: 9783455400779

14,95 EUR

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Unsere Empfehlung:

Eine wunderbare Erzählung hat die Sardin Milena Agus mit diesem Buch geschrieben und ich hoffe, sie hat in Deutschland einen ähnlichen Erfolg wie in Italien und Frankreich.
Eine Frau erzählt das Leben ihrer wunderlichen Großmutter, die ihre Verehrer (völlig ungewollt) durch ihre leidenschaftlichen Briefe in die Flucht schlägt. Als sie 30 ist rechnen ihre Eltern nicht mehr damit, dass sie noch einen Mann finden wird. Schließlich erklärt sich ein Witwer zur Vernunftehe bereit...
Fast 40 ist die resignierte Ehefrau, als sie zu einer Kur auf das Festland geschickt wird und sich dort in einen der Patienten verliebt. Obwohl beide verheiratet sind, entdecken sie eine tiefe Seelenverwandtschaft...
In wunderschönen Sätzen erzählt Agus ihre zärtliche Geschichte. Auf nicht einmal 150 großzügig bedruckten Seiten läßt sie eine Welt vor unseren Augen entstehen, die funkelt von köstlichen Details. In der Tat hat man nach der Lektüre den Eindruck, eine wesentlich längere Geschichte gelesen zu haben. Die leise (und bisweilen sehr freizügige) Geschichte gehört zu den Büchern, die man gerne zurücklegt zur wiederholten Lektüre. (P. Philippi)

Die alltägliche Physik des Unglücks

Marisha Pessl: Die alltägliche Physik des Unglücks
Roman. Übers. v. Zöfel, Adelheid
601 Seiten, gebunden

S. Fischer Verlag 2007

ISBN 978-3-10-060803-1

19,90 EUR

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Blue hat den Blues. Ihr Vater, der Universitätsprofessor, zieht schon wieder um. Nie länger als ein Semester bleiben Tochter und Vater an einem Ort. Bald kennt Blue jedes College. Zum Glück hat sie die Bücher - ihre engsten Vertrauten. Und so hungrig wie sie Geschichten auf Papier verschlingt, so lustvoll stürzt sie sich ins pralle Leben: Charmant und witzig besticht sie als wandelndes Lexikon und läßt zugleich keine Wodkaflasche an sich vorbeiziehen. Jeder weiß, Blue ist besonders. Man liegt ihr zu Füßen. Und dann passiert ein mysteriöser Mord und ihr Leben gerät aus den Fugen. Ein Aufsehen erregender und temporeicher Roman und ein spannend komischer Streifzug quer durch die Sätze von Shakespeare bis Cary Grant. (Verlagswerbung)

Das Lügenhaus

Anne Ragde: Das Lügenhaus
Roman.
Aus d. Norw. v. Haefs, Gabriele
320 Seiten, gebunden

btb Verlag 2007

ISBN 978-3-442-75193-8

17,95 EUR

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Unsere Besprechung:

Die Mutter, die im Sterben liegt, führt drei Brüder wieder zusammen; Tor, der den elterlichen Hof bewirtschaftet, Margido, den alleinlebenden, mürrischen Bestattungsunternehmer und Erlend, den schwulen Dekorateur, der seit langem mit der Familie gebrochen hat. Und noch jemanden ruft Tor ans Sterbebett: seine Tochter Torunn, 37, die er erst einmal in seinem Leben getroffen und deren Existenz er seiner Familie verschwiegen hat.
Das Lügenhaus ist ein wunderbar treffender Titel für diesen gefühlvollen norwegischen Roman, der in seinem Heimatland mit dem Buchhandelspreis ausgezeichnet wurde. Denn nichts stimmt auf dem abgelegen Hof der Familie Neshov und erst der Tod der Mutter gibt den Überlebenden die Möglichkeit, reinen Tisch zu machen.
Wenn Anne B. Ragde erzählt, von der Arbeit eines Bestattungsunternehmers und dem ärmlichen Leben auf einem Schweinezüchterhof, führt sie uns auf die dunkle Seite des Mondes. Unheimlich die Strukturen der Familie Neshov, wo der Vater nur zu den Mahlzeiten aus seinem Zimmer schleicht, wo die Brüder nicht miteinander reden, wo die Existenz einer Tochter zum wohlgehüteten Geheimnis wird...
Doch es ist Weihnachtszeit in Ragdes Geschichte und vielleicht ist ihr Roman deshalb etwas zu weihnachtlich geraten. Und vielleicht habe ich Das Lügenhaus gerade deshalb so gemocht...
Die Autorin versteht es jedenfalls, mir die wortkargen Menschen der ländlichen Einöde ebenso nahe zu bringen wie den lebensfrohen Erlend, der außer seinem Partner nichts so sehr liebt wie seine Swarovski Figuren. Die dichte Atmosphäre ist eine der Stärken dieses Romans. (P. Philippi)

Reisen im Skriptorium

Paul Auster: Reisen im Skriptorium
Roman.
Übersetzt von Werner Schmitz
174 Seiten, gebunden

Rowohlt Verlag 2007

ISBN: 9783498000745

16,90 EUR

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Unsere Besprechung:

Es gibt Autoren, die haben Leser, so mit Lesebrille und Zeit-Abo, und dann gibt es Autoren, die verfügen über eine Fangemeinde. Das hat schon etwas zu tun mit ihrer Herkunft sozialer Art, ihrer Muttersprache, dem Alter und vielen anderen mir unbekannten Faktoren.
Aber Paul Auster gehört zu letzteren, soviel ist klar. Irgendwie nie so richtig angekommen in der E-Musik und zu alt für Pop hangelt er sich seit vielen Romanen durch die deutsche Buchland-schaft und kommt gut an.
Er hat so schöne Geschichten erzählt wie zum Beispiel die, dass du dauernd angerufen wirst von einem, der dich für einen Privatdetektiv hält („Stadt aus Glas“) Du bist aber keiner. Aber weil der andere so sehr insistiert..why not? Und dann spielst du private-eye und alles Bekannte geht über Bord und das Gefühl der Unsicherheit in dieser Welt wird fast zum Lustgefühl. Das konnte schon sehr existenzialistisch werden, so eine Auster-Lektüre.
Und dann hat er angefangen, diese Russische-Puppen-Idee gut zu finden, und du brauchtest nur ein Buch zu kaufen und hattest viele Geschichten in Geschichten in Geschichten darin.
Und es gab wunderbare Erzählungen/Drehbücher zu schönen Filme mit Harvey Keitel, „Smoke“(als noch nur das Rauchen kubanischer Zigarren verboten war) und „Blue in the Face“.
Und dann fehlte so einer Matrjoschka-Puppe plötzlich mal ein Auge, die Lackierung war ein bisschen schlampig, die eine steckte in der anderen fest, und es wurde so wie mit Jim Jarmush Filmen oder um es mit den Puhdys zu singen „Jegliches hat seine Zeit“.
Und jetzt also „Reisen im Skriptorium“ (letzteres die mittelalterliche Schreibstube, in der Mönche Texte verfasst und kopiert haben für eine klerikale oder säkulare Obrigkeit).
Ein alter Mann, gefangen in einer Zelle. Konfrontiert mit sich, seinen Figuren und einem Text, den er zögernd sich aneignet, zu kennen glaubt, fortzuführen hat.
Der Geist aus der Zauberpuppe steigt diesmal ganz weit hinauf, in einen Kosmos der Selbstbezüglichkeiten voller schwarzer Phanta-sie-Löcher. Ein ebenso kühnes wie kaltes Stück Theater um Identität, ohne Ort und ohne Zeit.
Ergriffen denkt man an ´Bedeutung´ - oder auch an Robert Gernhardt: „Ich weiß nicht, was ich bin. Ich schreibe das gleich hin. Da hab´n wir den Salat. Ich bin ein Literat.“
Ist es das auf Erzählungslänge eingedampfte Meisterwerk des amerikanischen Autors, Quintessenz eines Schriftstellerlebens, ein literarisches Glaubensbekenntnis? Oder schreibt da jemand davon, dass er aller Geschichten überdrüssig geworden ist? Doch lesen Sie selbst. (F. Peters)

Stille Post - Eine andere Familiengeschichte

Christina von Braun: Stille Post
Eine andere Familiengeschichte.
415 Seiten, 34 Fotos u. Dok. auf Taf., gebunden

Propyläen Verlag 2007

ISBN: 9783549073148

22,00 EUR

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Familiengeschichten haben offene und verborgene Gesichter, sie werden auf laute und auf verschwiegene Weise von Generation zu Generation weitergegeben. Die Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun versucht die Botschaften zu entschlüsseln, die ihr vor allem durch die Frauen der Familie nach dem Muster der „Stillen Post“ übermittelt wurden. Dabei ver knüpft sie auf subtile, einfühlsame Weise eigene Erinnerungen, innere Zwiesprache mit den Verstorbenen und die reichen Quellen des Familienarchivs - Briefe, Tagebücher, unveröffentlichte Memoiren.
Im Mittelpunkt steht die Großmutter Hildegard Margis, die 1944 von der Gestapo verhaftet wurde und im Gefängnis starb. Auch von den Eltern erzählt sie, die es im Krieg nach Afrika und dann in den Vatikan verschlug, wo der Vater an der deutschen Botschaft tätig war ; vom Onkel Wernher von Braun, der in Peenemünde Raketen für Hitler baute und nach dem Krieg in die USA ging; und von den Großeltern von Braun, die von ihrem Gut in Niederschlesien vertrieben wurden. Alle diese turbulenten Lebenswege fügen sich zu einem faszinierenden Gesamtbild deutscher Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. (Klappentext)

Der Papst, den ich gekannt habe

Hans-Ulrich Treichel: Der Papst, den ich gekannt habe
Roman.
118 Seiten, gebunden

Suhrkamp Verlag 2007

ISBN: 978-3-518-41932-8

14,80 EUR

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Unsere Besprechung:

Er hat die Werke der Weltliteratur gelesen; im Original natürlich, das ist ihm nicht schwergefallen. Selbst die russischen - aber nicht die spanischen. Obwohl auch das, so betont er, kein Problem gewesen wäre.
Er kennt sich eben aus, dieser globale Großkotz, hat dort unterrichtet, da gelebt und diesen gekannt. Er ist uns in Schattierungen so vertraut, weiß, was wir wissen, noch besser und verachtet so liebevoll, dass man die aufkommenden Mordgelüste ja kennt, die einen hier zum Glück nur eine fiktive Figur hassen lassen.
Bestenfalls Stichwortgeber duldend, alles und alle verschlingend und als neuen Beleg seiner Überlegenheit ausscheidend erzählt der atemlose Angeber - wie sonst, als in der ersten Person - von sich.
Wir sind seinem Gegenspieler, dem an sich selbst Zweifelnden, in Treichels wunderbarem Roman „Der irdische Amor“ begegnet, doch in dieser Erzählung nun gibt es keine andere Person von Wichtigkeit mehr.
Doch zum Glück und zum Vergnügen des Lesers lässt es Treichel in keinen seiner Geschichten, auch wenn er stark überzeichnet, absurd zugehen, und wer die Ironie schätzt, wird diese Erzählung einen neurotischen Monolog - als ein Meisterwerk (gerade hier gibt es keinen Grund, bescheiden zu bleiben) schätzen.
Aber - auch das ist klar - irgendwas stimmt ganz ernsthaft nicht mit diesen Hochstaplern, und Treichel beendet nicht das Lese- aber doch das heitere Vergnügen der Lektüre, indem er diese Vermutung des Lesers aufs Schaurigste bestätigt.
Oder sagen wir es so: wenn neben Ihnen im Kaffeehaus ein Gast sich durch lautes Lachen bemerkbar macht und ein anderer ganz betroffen schaut, dann lesen beide möglicherweise gerade: „Der Papst, den ich gekannt habe“ (F. Peters)

Eine Frage der Zeit

Alex Capus: Eine Frage der Zeit
Roman.
304 Seiten, gebunden
Karte im Vor- und Nachsatz

Knaus Verlag 2007

ISBN: 978-3-8135-0272-5

19,95 EUR

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Drei deutsche Werftarbeiter und ihre Odyssee im Herzen Afrikas

Drei norddeutsche Werftarbeiter werden 1913 von Kaiser Wilhelm II. beauftragt, ein Dampfschiff in seine Einzelteile zu zerlegen und am Tanganikasee südlich des Kilimandscharo wieder zusammenzusetzen. Der Monarch will damit seine imperialen Ansprüche unterstreichen. Die drei Männer fahren nach Deutsch-Ostafrika mit der Aussicht auf guten Verdienst, lassen sich bezaubern von der exotischen Kulisse und der schönen Gouverneurin, geraten aber rasch in das gewalttätige Räderwerk des Kolonialismus, aus dem es kein Entrinnen gibt.

Zur gleichen Zeit beauftragt Winston Churchill den exzentrischen, aber liebenswerten Oberleutnant Spicer Simson, zwei Kanonenboote über Land durch halb Afrika an den Tanganikasee zu schleppen. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, liegen sich Deutsche und Briten an seinen Ufern gegenüber. Keiner will, aber jeder muss Krieg führen vor der pittoresken Kulisse des tropischen Sees. Alle sind sie Gefangene der Zeit, in der sie leben, und jeder hat seine eigene Art, damit fertig zu werden.

"Über die Jahre habe ich festgestellt, dass meine Helden allesamt gewöhnliche Menschen sind, die ungewöhnliche Dinge tun. Was mich beschäftigt ist immer der Mensch, der sein Leben in Würde zu leben versucht." Alex Capus
(Verlagswerbung)

Die Mittagsfrau

Julia Franck: Die Mittagsfrau
Roman
Übersetzt aus dem Schwedischen von Verena Reichel
432 Seiten, gebunden

S. Fischer Verlag 2007

ISBN: 9783100226006

19,90 EUR

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Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2007

Eine idyllische Kindheit in der Lausitz am Vorabend des ersten Weltkriegs, das Berlin der goldenen Zwanziger, die große Liebe: So könnte das Glück klingen, denkt Helene. Aber steht ihr die Welt wirklich offen? Helene glaubt unerschütterlich daran, folgt ihren Träumen und lebt ihre Gefühle - auch gegen die Konventionen einer zunehmend unerbittlichen Zeit. Dann folgt der zweite große Krieg, Hoffnungen, Einsamkeit - und die Erkenntnis, dass alles verloren gehen kann. Julia Franck erzählt in ihrem großen neuen Roman ein Leben, das in die Mühlen eines furchtbaren Jahrhunderts gerät, und die Geschichte einer faszinierenden Frau. (Klappentext)

Die Welt auf der Orange

Dirk von Oettingen: Verhüllt um zu verführen.
Die Welt auf der Orange

128 Seiten, gebunden
500 Abbildungen, vierfarbig,

ISBN 978-3-930752-47-8

28.00 EUR

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Meistens wird es ja gleich weggeworfen nach dem Auspacken: das Papier, mit dem die Orange eingewickelt war. Dirk von Oettingen ist ein leidenschaftlicher Sammler dieser feinen Seidenpapiere. Er besitzt eine Sammlung mit der fast unvorstellbaren Zahl von rund 40 000 Exponaten. Ungefähr 500 davon zeigt der liebevoll ausgestattete Band auf zartem Dünnpapier. Ursprünglich waren die Seidenpapiere als Schutz gedacht, sie sollten die Früchte vor Fäulnis schützen und davor bewahren, dass sie sich in der Fracht ausbreiten konnte. Irgendwann wurden sie zur Werbefläche, optisch bunt gestaltet, wobei der Themenwahl der Werbefiguren kaum Grenzen gesetzt sind. Die Papiere erzählen viele Geschichten, von Kolonialzeiten bis zur Gegenwart, der Autor hat sie hier zu einer kleinen Kulturgeschichte des Orangenpapiers zusammengetragen.

„Diese Apfelsinen! Diese herrliche Frucht! Jagt Siechtum und Ärzte in die Flucht!“

Die kommende Welt

Dara Horn: Die kommende Welt
Roman
Aus dem Amerikanischen von Christiane Buchner und Miriam Mandelkow
384 Seiten, kartoniert

Berlin Taschenbuch Verlag 2007

ISBN: 9783833305290

8,95 EUR

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Mit Witz verbindet Dara Horn die Geschichte eines Kunstraubs mit einer berührenden Familiensaga, die vom Russland der zwanziger Jahre bis ins heutige New York reicht.

Auf einer Single-Party im Jüdischen Museum in New York wird ein wertvolles Chagallgemälde gestohlen. Der Dieb ist Benjamin Ziskind, ein kauziger jüdischer Intellektueller, der einst als Wunderkind Furore machte und heute Fragen für eine Quizshow schreibt. Überzeugt, dass das Gemälde seiner Familie gehört, klemmt er es sich kurz entschlossen unter den Arm und spaziert aus dem Museum. Auch die schöne Kuratorin Erica Frank, die ihn bald im Visier hat, kann Ben nicht dazu bewegen, das Bild zurückzugeben. Sie fühlt sich von Bens verschrobenem Charme angezogen und macht ihm ein überraschendes Angebot. Doch er schmiedet Pläne, das Bild mit seiner Zwillingsschwester, der Malerin Sara, zu fälschen.

Schicht für Schicht legt Dara Horn die Geschichte des Gemäldes frei, die auf geheimnisvolle Weise mit der Geschichte der Ziskinds verknüpft ist und uns bis ins russische Malachowka im Jahre 1920 führt. Große menschliche Wärme und ein Sinn für Komik, der an Woody Allen erinnert, zeichnen Horns Erzählstil aus. Mit Die kommende Welt hat sie einen faszinierenden Roman geschrieben, der so phantasievoll wie vielschichtig ist und dem Leser unvergessen bleiben wird. (Verlagswerbung)

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