Kinderecke im buchladen

Kinder- und Jugendbücher... unsere Lesetipps

Once upon a time in the west

Katja Behrens: Hathaway Jones.
gebunden, 152 Seiten

Beltz und Gelberg Verlag 2002

ISBN: 3-407-80896-8

12,90 EUR

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unsere Besprechung:

Hathaway Jones: so heißt der Junge, der die Post bringt. Das hört sich nicht weiter gefährlich an, aber wenn man weiß, dass dieser Postbote im 19. Jahrhundert entlang des Rogue River im sogenannten Wilden Westen unterwegs war, kann man sich denken, dass er doch einiges zu erzählen hat. Knapp und lakonisch ist Katja Behrens' Stil und das passt gut zu ihrer Geschichte.
Diebstahl, Mord und natürliche Todesfälle gehören ebenso zum Alltag des Jungen wie die Tanzfeste der Pioniere und das tagelange Unterwegssein mit den Packtieren auf unsicheren Pfaden und niemandem, mit dem man reden kann. So denkt sich Hathaway Jones unterwegs Geschichten aus und deshalb wartet mancher Goldsucher oder Siedler um so sehnsüchtiger auf das Eintreffen des Postjungen. Denn erzählen kann Hathaway Jones auch wenn sein Vater einer der wortkärgsten Typen ist, die einem je in einem Buch begegnet sind. Doch als Hathaway dem Mädchen Flora begegnet, das Klavier spielen kann und dessen Vater zu viel trinkt, da wollen auch ihm die richtigen Worte nicht mehr einfallen.
''Kein Satz zuviel!'' scheint Katja Behrens' Devise bei diesem Buch gewesen zu sein und vielleicht fasziniert gerade ihr schlichter Stil so sehr an ''Hathaway Jones'', das trotz seiner 150 Seiten reich an Geschichten ist. Hathaway Jones hat übrigens wirklich gelebt und vieles aus dem Buch hat Katja Behrens aus alten Gerichtsakten ausgegraben. Das für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2003 nominierte Buch ist für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren geeignet und dürfte auch für Erwachsene nicht allzu schwer sein. (P. Philippi)

...für die Kleinen / ...für die Maulwurf-Kenner

Wolf Erlbruch (Illustrator)
Maulwurf & Co. Doppelt - nur wo?
Ein Legespiel mit 48 Bildkarten

Preis: Euro 9.90

: Best.-Nr. 93500

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Maulwurf & Co

Rennt der kleine Maulwurf nicht dort, und fliegt Frau Meier nicht hier?
Mist - und zwar vom Pferd - gilt es zu finden. Auch vornehme Kröten und träumende Bären treten gleich paarweise auf.
Wer aus den verdeckten Karten die meisten Paare herausfindet, hat gewonnen. Ein unterhaltsames Spiel für alle, die Erlbruchs Figuren lieben!
(Quelle: Verlag)

Vendedig kann sehr kalt sein...

Funke, Cornelia : Herr der Diebe.

( Titel der englischen Ausgabe: The Thief Lord).
391 S. , Pappband
Dressler Verlag

ISBN: 3-7915-0457-6

EUR 15.90

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Funke: Herr der Diebe

unsere Empfehlung:

Venedig kann sehr kalt sein, wenn der Winter zu früh einsetzt. Diese Erfahrung machen die beiden Brüder Prosper (12) und Bo (5) in 'Der Herr der Diebe' von Cornelia Funke.
Nach dem Tod der Mutter sind die beiden in die Lagunenstadt geflohen, weil ihre Tante die beiden voneinander trennen will. Nun sind sie froh, bei einer Kinderbande Unterschlupf zu finden, die in einem verlassenen Kino haust. Ihr Anführer ist der geheimnisvolle 'Herr der Diebe', der die Kinder mit Geld aus seinen Raubzügen über Wasser hält.
Die Tante der beiden setzt einen Detektiv auf die Fährte der Kinder... Was beginnt wie eine harmlose Ausreißergeschichte, entwickelt Cornelia Funke zu einem kunstvoll-verwickelten Werk voller Täuschungen und überraschenden Wendungen. Jugendliteratur vom Feinsten also für alle Leserinnen und Leser ab 11 Jahren. (P. Phillipi)

 

"Das Geheimnis von Bahnsteig 13" - jetzt als Taschenbuch

Eva Ibbotson: Das Geheimnis von Bahnsteig 13
222 Seiten, kart.

dtv Taschenbuch
ISBN: 3-423-70725-9

6,50 EUR

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Ibbotson: Geheimnis...

Für etwas jüngere jüngere Leser ab ca. 9 Jahren ist die Nebelinsel-Trilogie von Eva Ibbotson gedacht, deren erster Band Das Geheimnis von Bahnsteig 13 soeben als Taschenbuch erschienen ist.
Alle neun Jahre öffnet sich auf Bahnsteig 13 des Kings Cross Bahnhofs eine geheime Tür zwischen den Welten, die London mit der Nebelinsel, einem Reich von Zauberern, Hexen und Fabelwesen verbindet. (Hier hat Frau Rowling eindeutig abgeschrieben...) Bei einer dieser seltenen Gelegenheiten wird ausgerechnet der einjährige Königssohn der Nebelinseln entführt und es dauert natürlich neun Jahre, bis eine Rettungsexpedition aufbrechen kann, um den Prinzen zu retten. Witz und Phantasie sind Ibbotsons Stärken und im Vergleich zu Harry Potter bleiben ihre Bücher auch angenehm harmlos. Die beiden anderen Bände der Trilogie sind als gebundene Bücher im Dressler Verlag zu haben. (P.Phillipi)


Eine Fantasy - Trilogie

Nicholson, William : Der Windsänger.
DTV , 332 S., Mit Abb. u. Vignetten.
ISBN: 3-423-70667-8
10,- EUR

Nicholson, William : Gefangene des Meisters.
DTV 2002, 406 S.,
ISBN: 3-423-70704-6
11,50 EUR

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Nicholson: Gefangene des MeistersNicholson: Der Windsänger

Die Aramanth-Saga von William Nicholson

Der englische Drehbuchautor William Nicholson (u.a 'Der Gladiator') hat mit seiner Fantasy-Trilogie um die Bewohner der Stadt Aramanth ein faszinierendes Werk geschaffen. Im Mittelpunkt der Saga, von der die ersten beiden Bände mittlerweile auf Deutsch erschienen sind, stehen die Zwillinge Kestrel und Bowman Hath, die sich im ersten Band Der Windsänger in der Stadt Aramanth wiederfinden, die das Leistungsprinzip zur Maxime erhoben hat. Als die junge Kestrel sich dem Druck nicht mehr beugen will und offen rebelliert, muss sie zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Bowman aus der Stadt fliehen. Zahlreiche Abenteuer warten auf die Geschwister und schließlich erwecken sie in der Armee der Saren eine gespenstische Bedrohung für ihre Heimatstadt Aramanth. Aber draußen, in der geheimnisvollen, wüsten Weite, die die Stadt Aramanth umgibt, haben die Kinder auch den Windsänger gefunden, ein Instrument, das in glücklicheren Zeiten der Stadt als Glücksbringer diente.
Sicher werden die Zwillinge es schaffen, die Stadt vor der sardischen Armee zu erreichen, denn schließlich gibt es eine Fortsetzung...

Im zweiten Band Gefangene des Meisters wird die friedliche Stadt Aramanth von den Trup-pen des Meisters überfallen und geplündert. Alle Bewohner der Stadt werden verschleppt, bis auf Kestrel, die sich verstecken kann und aufbricht, um die Gefangenen zu retten.

William Nicholson wartet in seiner Abenteuergeschichte mit viel Phantasie und eindrucksvollen Bildern auf. Elemente aus 'Star Wars' oder 'Herr der Ringe' sind erkennbar sowie Anleihen an alte Sandalenfilme. Die Mischung aber stimmt und die Spannung der Bücher wird (wie in einem Indiana-Jones-Film) stets auf hohem Niveau gehalten. Die schön aufgemachten Bände im Großformat dürften das Interesse von Jugendlichen ab 12 Jahren sicher wecken und bis zur letzten Seite aufrecht erhalten.
Der letzte Band der Trilogie Das Lied des Feuers ist in Vorbereitung. (P. Philippi)

Eine liebenswerte Geschichte (...auch für Erwachsene)

Spinelli, Jerry : Stargirl.
( Originaltitel: Stargirl).
Übersetzt von Andreas Steinhöfel
206 Seiten, kartoniert

dtv
ISBN: 3423781998

6,50 EUR


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Spinelli: Stargirl

Mädchen von einem anderen Stern

"Hast du sie gesehen?" diesen Satz kriegt Leo am ersten Morgen nach den großen Ferien mehr als einmal an seiner Schule zu hören. Und als er dieses Mädchen im bodenlangen Rüschenkleid und mit der Ukulele auf dem Rücken schließlich im Speisesaal zu Gesicht bekommt, weiß er noch nicht, dass er mit diesem Mädchen, das sich selbst den Namen Stargirl gegeben hat, noch einiges erleben wird.
Denn Stargirl fällt nicht nur durch ihr Äußeres aus dem Rahmen, sie hat auch ungewöhnliche Ansichten und Ideen. Lange Zeit bleibt unklar, welche Rolle Stargirl an der Schule von den Mitschülern zugedacht wird; die der verlachten und gemobbten Außenseiterin oder die der bewunderten und nachgeahmten Individualistin. Schließlich setzt die Neue sich durch. Stargirls Stil wird imitiert und sie wird eine gefragte Person.

Doch eines Tages kippt die Stimmung gegen Stargirl um. Vor allem Stargirls Angewohnheit, als Cheerleaderin auch Tore der gegnerischen Mannschaft zu bejubeln bringt ihr viele Minuspunkte ein. Und hat sie sich nicht schon immer für etwas besseres gehalten und auf die anderen herabgeschaut? Auch für Leo ist es nicht einfach. Er, der sich immer schon zu Stargirl hingezogen gefühlt hat, erfährt, dass seine Liebe erwidert wird. Hin- und hergerissen zwischen seiner Liebe und den Anfeindungen der Mitschüler versucht Leo aus Stargirl ein 'normales' Mädchen zu machen. Zunächst scheint Leo Erfolg zu haben, aber alles kommt ganz anders.

Jerry Spinelli hat diese absolut liebenswürdige Geschichte geschrieben, die wie eine Mischung aus Märchen, Comic und Hippiepoesie klingt. Gute Ideen, gelungene Bilder und ein versöhnliches Ende machen 'Stargirl' zu einer wirbelnden Achterbahnfahrt, die trunken macht und doch nicht auf den Magen schlägt. Ein seltsam schönes und manchmal trauriges Jugendbuch, das auch Erwachsene gelesen haben sollten! (P.Phillipi)

Fragen über Fragen für Kinder ab 4

Antje Damm: Frag mich!
108 Fragen an Kinder, um miteinander ins Gespräch zu kommen
224 Seiten. Pappband

Moritz Verlag, 2002
.
Ab 4 Jahre

ISBN 3-89565-141-9

EUR 16,80

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Damm: Frag mich

Genau einhundertacht Fragen richtet Antje Damm in diesem Buch an Kinder zwischen vier und acht Jahren. Es sind Fragen, die sie Kindern aus dem Wissen heraus stellt, dass diese sich mitteilen wollen.

So mischt sie anstiftende Fragen (Welches Spiel hast du erfunden?) mit nachdenklich stimmenden Fragen (Wen vermisst du?), fordert die Phantasie (Wo möchtest du einmal wohnen?) genauso heraus wie die Illusion (In wen möchtest du dich für einen Tag verwandeln?) und die Realität (Was siehst du, wenn du aus deinem Zimmerfenster schaust?). Und zu jeder Frage stellt sie ein Bild. Mal eine eigenen Illustration, mal ein Foto, mal Reproduktionen aus alten Büchern. So ist eine wunderliche und vielfältige Fragen- und Bilderwelt entstanden, die Anstiftung zum Gespräch sein will und die sich als Reise zu sich selbst entpuppen wird, sobald Erwachsene die Bereitschaft zeigen sich auf die Antworten ihrer Kinder einzulassen. Kinder kommen durch Fragen zu Wort: Wann hast du schon mal Heimweh gehabt? Was kannst du besser als deine Eltern? Glaubst du, dass du einen Schutzengel hast?
(Quelle: Verlag)

Ein unwiderstehlicher Hund

DiCamillo, Kate : Winn- Dixie
Originaltitel: Because of Winn - Dixie.

Empfohlen ab 10 Jahre.
Übersetzt von Sabine Ludwig.

DTV Deutscher Taschenbuch

ISBN: 3423707712

5,50 EUR


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Ein unwiderstehlicher Hund

Ein Hund, der lächelt? Die zehnjährige India Opal Buloni, noch neu in der Stadt und ohne Freunde, gibt den Streunerhund, den der Supermarktleiter gerade rausschmeißen will, als ihren eigenen Hund aus und nimmt ihn kurzerhand mit nach Hause.
Wider Erwarten erliegt auch ihr Vater dem Charme des struppigen Hundes und erlaubt, dass India ihn behält. Und als das Mädchen den Hund wieder einigermaßen hochgepäppelt hat, öffnet dieser ihr viele Herzen und verschlossene Türen in der kleinen Stadt im Süden Floridas.

Auch wenn Kate DiCamillos Hundegeschichte 'Winn Dixie' das Gute im Menschen manch-mal etwas zu sehr hochleben läßt, 'Winn Dixie' bleibt ein rundum beglückendes Buch über Freundschaft, Hunde und ein Mädchen, das lernt auf Menschen zuzugehen und auch unbequeme Fragen zu stellen.
Ein Buch für Kinder ab 10 Jahren und so schön, dass man es sich selbst nicht vorenthalten sollte. (P. Phillipi)

Vom Graben nach verborgenen Schätzen

Sachar, Louis: Löcher. Die Geheimnisse von Green Lake.
Aus d. Amerikan. v. Birgitt Kollmann.
296 S., kartoniert
ab 12 J.

Beltz Taschenbuch Verlag 2003
ISBN: 3-407-78568-2

7,90 EUR

Sachar: Löcher

unsere Empfehlung:

Camp Green Lake ist weder grün noch liegt es an einem See. Doch das merkt Stanley Yelnats erst, als er aus dem Transporter steigt, der ihn in dieser Besserungsanstalt mitten in der texanischen Wüste abliefert. Nicht dass Stanley etwas verbrochen hätte, er war nur mal wieder zur falschen Zeit am falschen Ort. Das ist kein Wunder in seiner Familie; seit einem Jahrhundert liegt ein Fluch auf den Yelnats. ‚Löcher‘ lautet kurz und schlicht der Titel dieses wundervollen Jugendbuches von Louis Sachar. Von der ersten Zeile an hat der Autor seine Geschichte im Griff und er spannt einen großen Bogen, um am Ende zur Verblüffung seiner LeserInnen genau dort zu landen, wo alles ganz prächtig aufgeht. Stanley findet etwa schnell heraus, dass die Chefin des Lagers die jugendlichen Insassen nicht grundlos tiefe Löcher auf dem Boden des ausgetrockneten Green Lake graben läßt. Aber dass der Schatz, den sie sucht, auch etwas mit der glücklosen Familie Yelnat zu tun hat erfährt er ( und die LeserInnen ) erst ziemlich spät. Aber lasst euch überraschen; das Buch enthält so viele unvorhergesehene Wendungen, dass ich sie hier gar nicht alle erzählen könnte selbst wenn ich wollte. Spannend, witzig und toll geschrieben. Und dazu noch ein richtig gelungenes Umschlagbild von Wolf Erlbruch! Übrigens, ‚Löcher‘ ist ein Buch, das sich auch Erwachsenen mühelos erschließt. Kaufen.
(empfohlen von Paul Philippi)


Und hier noch aus dem Klappentext:
Seit Stanleys Ururgroßvater wegen eines aus purer Schusseligkeit nicht eingehaltenen Versprechens von einer Alten verflucht wurde, klebt das Pech seiner Familie förmlich an den Fersen. In dieser zum Weinen komischen, völlig verrückten Geschichtekönnen wir nun lesen wie es Stanley gelingt, den Familienfluch zu bannen.
Schon der Anfang ist unglaublich: Stanley Yelnats geht nichts ahnend unter einer Brücke durch, als ihm die riesigen, übel riechenden Turnschuhe eines berühmten Baseballspielers auf den Kopf fallen. Und weil sein Vater gerade an einem bahnbrechenden Recycling-Verfahren für gebrauchte Turnschuhe arbeitet, hält Stanley die müffelnden Treter für ein Zeichen und nimmt sie mit. Pech, dass die Polizei schon nach dem Dieb sucht, der die Schuhe kurz vor der Auktion gestohlen hat, auf der sie für einen wohltätigen Zweck versteigert werden sollten. Und kein Wunder, dass der Jugendrichter Stanley kein Wort glaubt. Aber er lässt ihm die Wahl: Jugendgefängnis oder 18 Monate Camp Green Lake. Stanley entscheidet sich für das Camp und stellt sich eine Art Ferienlager vor. Doch in Wirklichkeit ist es eine Besserungsanstalt für schwer und gar nicht erziehbare Jugendliche. Typisch für Stanley: Was er macht, es ist verkehrt. Und so ist es immer und bei allen Yelnats, seit Stanleys Ururgroßvater wegen eines aus purer Schusseligkeit gebrochenen Versprechens von einer Alten verflucht wurde.
Ausgerechnet im Camp Green Lake aber begegnet Stanley dem Ururenkel jener Alten - und wie es ihm gelingt, glücklich (!) den Fluch von seiner Familie zu nehmen, muss man gelesen haben. Es zählt zum Komischsten, was die Literatur (nicht nur) für Jugendliche seit langem hervorgebracht hat.

Hier noch weitere Lesetipps in Kürze... alle ohne Harry und Co.

Uwe Timms „Der Schatz auf Pagensand“ ist jetzt als Taschenbuch erschienen:
Daß Störtebeckers Schatz irgendwo auf einer Elbinsel versteckt liegt, weiß ja jeder. Höchste Zeit, daß er gefunden wird! Auf einem morschen Jollenkreuzer machen sich vier Freunde auf die Suche. Was sie finden, nachdem ihre 'Freundin der Winde' gesunken ist, hat mit dem Schatz dann allerdings wenig zu tun. Ein richtig gefährliches Abenteuer voller Witz und Raffinement.

Uwe Timm: Der Schatz auf Pagensand, dtv junior (Band 70593) für 6,00 EUR


Roald Dahl hat Bücher geschrieben, in denen genauso gehext wird wie bei Harry. In ‚Hexen hexen' gerät ein Junge aus Versehen leider in die jährliche Hexenvollversammlung, wo die Oberhexe gerade ihren Plan zu Vernichtung sämtlicher Kinder vorstellt. Als die Hexen den Jungen beim Lauschen entdecken, wird er in eine Maus verwandelt, kann jedoch entkommen. (Naja, wenigstens nicht in eine Ratte wie ‚Krätze') (Vom Verlag ab 10 Jahren empfohlen.)
Roald Dahl, ‚Hexen hexen', 196 Seiten, 6,50 EUR

Schon 1963 hat die Deutsche Katherine Allfrey mit ‚Delfinensommer' ein Jugendbuch geschrieben, das heute immer noch bezaubert. Auf einer kleinen griechischen Insel lebt das Mädchen Andrula mit seiner Mutter. In einer einsamen Bucht trifft Andrula auf einen sprechenden Delfin, der sie mitnimmt auf ein Inselchen, das von lauter Fabelwesen bevölkert wird. Immer öfter findet das Mädchen sich auf der geheimnisvollen Insel ein... (Ab 10 Jahren)
Katherine Allfrey, ‚Delfinensommer' 190 Seiten, 7,50 EUR

Otfried Preussler, der auch ‚die kleine Hexe' geschrieben hat, hat für Jugendliche (und Erwachsene) ein Buch geschrieben, in dem es um gute und böse Zauberei geht und die Macht der Liebe. ‚Krabat' heißt dieses Buch und erzählt die Geschichte eines Betteljungen, den es in eine unheimliche Mühle verschlägt. Dort lernt er bei einem grausamen Müller die Kunst der schwarzen Magie und merkt, dass jedes Jahr einer der Müllersgesellen sterben muss, damit die Macht des Müllers erhalten bleibt. ( Ab 12 Jahren empfohlen )
Otfried Preussler, ‚Krabat', 313 Seiten, 13,00 EUR

Eine richtige Fantasy-Geschichte hat Brian Jacques mit ;Redwall, Der Sturm auf die Abtei' geschrieben. In Redwall, einer alten Abtei, leben die Mäuse mit anderen Tieren in Frieden. Aber vor den Mauern des Klosters sammelt sich unter dem Anführer Cluney eine blutgierige Rattenbande um zum Sturm auf Redwall anzusetzen.
( Ab 10 Jahren, sagt der Verlag)
Brian Jacques, ‚Redwall', 450 Seiten, 17,00 EUR

Wenn es schon um zauberhafte Geschichten geht, darf ‚Der geheime Garten' von Frances Hodgson Burnett sicher nicht fehlen. Da geht es zwar nicht um Zauberei, aber das Buch ist so richtig schön geheimnisvoll. Die verwöhnte Mary kommt nach dem Tod der Mutter nach England auf das Schloss ihres seltsamen Onkels. Hinter einer verborgenen Tür findet sie den Garten ihrer verstorbenen Tante und richtet sich dort eine eigene Welt ein. ( Ab 10 Jahren )
Frances Hodgson Burnett, ‚Der geheime Garten', 224 Seiten,7,00 EUR

Ebenfalls kein Zauberbuch ist ein anderer Jugendbuchklassiker, den Fritz Mühlenweg bereits vor einigen Jahrzehnten geschrieben hat. ‚Großer Tiger und Christian' heißt das Buch und es hat den Vorteil, dass es 750 Seiten dick ist! Zusammen mit seinem chinesischen Freund Großer Tiger erlebt Christian, der Sohn eines deutschen Arztes ein Abenteuer, das die beiden quer durch die Wüste Gobi führt. Eine geheime Nachricht sollen die zwei Jungen überbringen und sie müssen sich dabei nicht nur gegen Räuber und Verbrecher durchsetzen sondern lernen auch eine ganze Menge über die Nomaden und ihr Leben in der Wüste . ( Ab 12-14 Jahren )

Aber zurück zu den Büchern, in denen wirklich gezaubert wird. ‚Der Hobbit oder Hin und Zurück' heißt dieses Buch und es ist das, was ‚Harry Potter' gerade erst wird: ein Klassiker. J.R.R. Tolkien hat die Geschichte von Bilbo Beutlin erzählt, einem Hobbit, der nichts lieber tut, als ausgiebig zu essen, zu feiern, und vor seiner Höhle zu sitzen. Und ausgerechnet Bilbo soll als Meisterdieb einer Horde von Zwergen dabei helfen, einen lange verlorenen Schatz zurück zu holen. Gott sei Dank ist der Zauberer Gandalf (der übrigens stark an Dumbledore erinnert) mit dabei, denn ohne ihn wäre die Bande sicher nicht weit gekommen.... Ich denke, wer ‚Harry Potter' liest, ist durchaus in der Lage, den Hobbit zu lesen und vielleicht auch ‚Der Herr der Ringe'. Und der ist immerhin mehr als 1000 Seiten dick!

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