Thema: 40. Jahrestag der 68er Revolte

Lucke: 68 oder neues Biedermeier   Brandes: Paris, Mai 68   Koenen: 1968   Kraushaar: Achtundsechzig   Mohr: Der diskrete Charme...   Frei: 1968   Die 68er   1968 - Eine Enzyklopädie   Hannover/Schnibben: I can't get no...  
 

68 oder neues Biedermeier - Der Kampf um die Deutungsmacht

Albrecht von Lucke:
68 oder neues Biedermeier.

Der Kampf um die Deutungsmacht
kartoniert, 96 Seiten

Wagenbach Verlag 2008

ISBN 978-3-8031-2582-8

9,90 EUR

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Wer urteilt wie über 68 – und zu welchem Zweck? Eine pointierte Darstellung einer bis heute aufgeladenen Debatte.

Was war 68? War es eine "Rebellion, die mehr Werte zerstört hat als das Dritte Reich"? Oder doch die seit ihrer Gründung fällige "Fundamentalliberalisierung der Bundesrepublik"? Eine Frage, die noch nach 40 Jahren zu erbitterten öffentlichen Diskussionen führt.
Albrecht von Lucke fragt danach, wie die 68er als einzige Generation der Bundesrepublik derart wirkmächtig werden konnten und warum aus der Einschätzung von 68 noch immer heftige Deutungsschlachten entstehen – wie jüngst die verschiedenen Versuche konservativer Medien, linke Leitfiguren wie Habermas und Grass zu demontieren.
Sein Buch ist also keine Geschichte der 68er, sondern eine Darstellung von deren Wirkung und Beurteilung - von der Gewaltdebatte der 70er Jahre bis zur aktuellen Diskussion um die Neue Bürgerlichkeit.

Paris, Mai '68

Volkhard Brandes: Paris, Mai '68.
Plakate, Karikaturen und Fotos der Revolte. Bilödband

95 Seiten, Paperback

Brandes & Apsel

ISBN: 978-3-860099-118-3

14,90 EUR

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Dieser Band macht eine repräsentative Auswahl der Plakate und Karikaturen neu zugänglich. Die hinzugefügten Fotos dokumentieren den Raum, in dem die Plakate ihre agitatorische Wirkung besonders entfalteten: die Wände von Paris. Ausführliche Erläuterungen, Übersetzungen und eine Zeittafel erleichtern den Zugang zur politischen Kunst des Mai ’68.

Die Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris wurde im Mai/Juni 1968 von den Studierenden besetzt und zum "Atelier populaire" ("Volksatelier") umgewandelt. Ungefähr 350 verschiedene Plakate wurden dort in Hunderttausenden von Exemplaren kollektiv produziert. Auch Frankreichs Karikaturisten unterstützten mit spitzer Feder die Bewegung.

Plakate und Karikaturen stießen auf ein weltweites Interesse. Auch in Deutschland fanden sie weite Verbreitung: Die bissige Kritik der bestehenden Verhältnisse faszinierte ebenso wie die Visionen von einer egalitären, emanzipierten Gesellschaft.
(Klappentext)

 

1968 - Bildspur eines Jahres

Gerd Koenen/ Andreas Veiel:
1968. Bildspur eines Jahres

192 Seiten, gebunden

Fackelträger Verlag


ISBN: 978-3-7716-4359-1

29,95 EUR

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1968 ist längst die Chiffre eines gesellschaftlichen Umbruchs, erstarrt in den immergleichen Argumenten und Bildern. Der preisgekrönte Dokumentarfilmer Andres Veiel und der renommierte Historiker Gerd Koenen sind in die Archive gestiegen und haben einen frischen Blick auf die Fotoschätze dieser Zeit geworfen. Sie zeigen und erzählen die Geschichte dieses atemlosen Jahres, eine Geschichte, die lange vor 1968 beginnt und weit darüber hinausreicht.

Veiel und Koenen nehmen ihre historische Bildspur bei der Spiegelaffäre, dem Auschwitzprozess und dem Vietnamkrieg auf, folgen ihr über die Kommune 1, den Prager Frühling, die Rassenunruhen in den USA und die deutsche Studentenbewegung bis zur Radikalisierung es Protestes durch die RAF. Ihr Blick erfasst aber ebenso sie massenkulturellen Umbrüche dieser Zeit, von Oswalt Kolle bis Woodstock, von Heintje bis Jimi Hendrix, ohne die die Geschichte dieses Jahres unvollständig wäre.
(Klappentext)

Achtundsechzig - Eine Bilanz

Wolfgang Kraushaar:
Acht und sechzig. Eine Bilanz
332 Seiten, gebunden

Propyläen Verlag

ISBN: 978-3-549-07334-6

19,90 EUR

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1968 – das Jahr, an dem sich bis heute die Geister scheiden. Für die einen bedeutet es Aufbruch, Revolte und Emanzipation, für die anderen Flirt mit dem totalitären Kommunismus, Werteverfall und Geburtsstunde des RAF-Terrors. Was wollten die Achtundsechziger, was haben sie erreicht? Vierzig Jahre danach zieht der Historiker Wolfgang Kraushaar, einer der besten Kenner der 68er-Bewegung, kritisch Bilanz.

Kraushaar, seit vielen Jahren Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, hat sich als scharfer Kritiker der 68er-Mythen einen Namen gemacht. Ob Internationalismus, antiautoritäre Erziehung oder sexuelle Befreiung – alles stellt er auf den Prüfstand und kommt zu verblüffenden Erkenntnissen. Führenden Köpfen der Bewegung weist er eine problematische Nähe zur Gewalt, antisemitische oder nationalistische Tendenzen sowie ein unausgegorenes Verhältnis zur deutschen NS-Vergangenheit nach. Hinter revolutionär-emanzipatorischer Fassade verbargen sich tiefsitzende Ressentiments aus dem Gepäck der verachteten Vätergeneration. Wer die 68er-Bewegung in ihrer historischen Bedeutung wirklich verstehen will, kommt um dieses Buch nicht herum.

Der diskrete Charme der Rebellion

Reinhard Mohr: Der diskrete Charme der Rebellion
Ein Leben mit den 68ern
238 Seiten, gebunden

WJS - Siedler Verlag

ISBN: 978-3-937989-31-0

19,90 EUR

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Auch nach vierzig Jahren hat die Revolte gegen die bürgerliche Welt kaum etwas von ihrer Faszination verloren. So oft die "68er" schon bespöttelt und verachtet, für alles Böse verantwortlich gemacht und in die "verdiente" Rente verabschiedet wurden - Totgesagte leben länger.

Trotz der erbitterten ideologischen Auseinandersetzungen zwischen links und rechts ist heute unbestritten: 1968 war die historische Zäsur der deutschen Nachkriegsgeschichte seit 1945, vergleichbar nur mit dem Fall der Berliner Mauer im November 1989. Zugleich ist "68" ein Mythos, eine Generationen übergreifende Erzählung, deren Wirkungen andauern - ein immer wieder neu betrachtetes schillerndes Phänomen, das auch durch eine noch so akribische Analyse schwer zu fassen ist. Zu vielfältig waren die Wurzeln der Rebellion, zu unterschiedlich ihre Ziele und Protagonisten, zu komplex, ja widersprüchlich ihre Einflüsse auf die Gesellschaft. Eines aber bildet bis heute den Glutkern des Planeten "68": Die Idee von einer freien und glücklichen Gesellschaft, die Utopie vom selbstbewussten Individuum, das keine Ausbeutung und Unterdrückung mehr kennt. "Wir haben sie so geliebt, die Revolution" - so erinnerte sich Daniel Cohn-Bendit an jene Zeit, deren diskreter Charme darin lag, mit jeder Konvention zu brechen.

Jenseits von Beschönigung und Verklärung, dafür mit Schwung, Ironie und dem Abstand der Jahre schildert Reinhard Mohr jene Epoche, die noch keine Angst vor der Klimakatastrophe hatte, sondern vom Strand unterm Straßenpflaster träumte: Phantasie an die Macht!

1968 - Jugendrevolte und globaler Protest

Norbert Frei: 1968
Jugendrevolte und globaler Protest.

285 Seiten, kartoniert

dtv Premium

ISBN: 978-3-423-24653-8

15,00 EUR

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Die Chiffre „68“ steht für ein Jahrzehnt der Rebellion. Nicht nur in der Bundesrepublik, in ganz Europa und rund um den Globus war eine kritische Jugend damals auf den Straßen, einen kurzen Sommer lang sogar hinter dem Eisernen Vorhang.

Norbert Frei sieht die Anfänge der weltweiten Bewegung in den USA. Im Kampf um die Gleichberechtigung der Schwarzen entstanden dort schon seit den fünfziger Jahren die später prägenden Formen des Protests: Sit-ins, Go-ins, Happenings. Doch so sehr sich die Bilder glichen – unterschiedliche Gründe speisten die Unruhe einer ganzen Generation. In Deutschland war die "unbewältigte Vergangenheit" eine wesentliche Antriebskraft, in Frankreich war es der Verdruss an den neuen Universitäten. In England stand die Pop-Kultur im Vordergrund, und überall war der Protest gegen den Vietnamkrieg ein brennendes Motiv. 1968 hatte viele Gesichter.

Die 68er - Schlüsseltexte der globalen Revolte

Ebbinghaus, Angelika (Hg.) - DIE 68ER
Schlüsseltexte der globalen Revolte
224 Seiten, kartoniert

Promedia Verlag

ISBN 978-3-85371-278-8

12,90 EUR

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Die politischen und sozialen Protestbewegungen der „68er“ entstanden weltweit lange vor dem Jahr 1968 und ebbten erst Ende der 1970er Jahre ab. Sie waren ein internationales Phänomen und reichten von den antikolonialen Befreiungsbewegungen der drei Kontinente über die Sozialbewegungen der Schwellenländer bis in die Metropolen des kapitalistischen Weltsystems. Das Jahr 1968 war zudem auch für die Länder des Staatssozialismus folgenreich.
„1968“ stellt eine Chiffre dar. Die Sozialbewegungen wurden vor allem von Jugendlichen, Studierenden, Intellektuellen und Künstlern, aber auch von Arbeitern – wie in Frankreich, Brasilien und Italien – getragen und zeichneten sich durch antiautoritäre Mentalität, Kultur und Lebensweise aus. Der Protest gegen den Vietnamkrieg sowie die Auflehnung gegen Rassismus, gesellschaftliche Ungleichheit und autoritäre bzw. bürokratische Strukturen waren gemeinsame Anliegen. Der Wunsch nach einer besseren Welt verband diese Bewegungen über Länder und Kontinente hinweg. Die Parole „Ich nehme meine Wünsche für die Wirklichkeit, denn ich glaube an die Wirklichkeit meiner Wünsche“ an den Wänden der Sorbonne und die Forderung italienischer Arbeiter zehn Jahre später, „Wir wollen alles!“, markieren die Utopien und Hoffnungen dieser langen Revolte.
Die Texte, die hier vorgestellt werden, haben das globale „1968“ geistig vorbereitet und beeinflusst. Die Auswahl beschränkt sich auf die Zeit bis 1968. (Die 1970er Jahre sind einem weiteren Band vorbehalten.) Neben politisch-programmatischen Texten finden sich theoretische Beiträge, die weltweit gelesen wurden, aber auch Flugblätter und Songs, die das Lebensgefühl dieser Jahre wiedergeben.
40 Jahre nach der „globalen Revolte“ liegt damit eine besondere Art von leicht zugänglichem Reader vor, in dem Originaltexte von der Herausgeberin Angelika Ebbinghaus kommentiert und in ihren politischen und historischen Kontext gestellt werden. Ein Glossar und eine Literaturliste geben all jenen Tipps und Anregungen, die sich mit dem Thema „Das globale 1968“ weiter beschäftigen wollen.

Mit Texten u.a. von Lin Biao (1965), Simone de Beauvoir (1951), Régis Debray (1967), Rudi Dutschke (1967), Frantz Fanon (1963), Andre Gunder Frank (1966), Hans-Jürgen Krahl (1966), Ho Chi Minh (1965), Ernesto „Che“ Guevera (1967), Herbert Marcuse (1967), Karol Modzelewski (1967), Antonio Negri 1967), Helke Sanders (1967), Jean-Paul Sartre (1960) und Ota Šik (1968).

Die Herausgeberin: Angelika Ebbinghaus, Jahrgang 1945, ist Historikerin und Psychologische Psychotherapeutin. Vorsitzende der „Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts“ und langjährige Mitherausgeberin der Zeitschrift „1999“ / „Sozial.Geschichte“.


1968 - Eine Enzyklopädie

1968 - Eine Enzyklopädie

489 Seiten, kartoniert

Edition Suhrkamp

ISBN: 978-3-518-13337-8

18,00 EUR

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Diese Enzyklopädie bietet eine Sammlung der wichtigsten Bezugstexte der Bewegung sowie einen Überblick über die 365 Tage des "dichtesten Jahres der Weltgeschichte" (Sloterdijk)

"Dieses Buch ist eine Singularität, ein Hybrid aus einer enzyklopädischen Sammlung all der theoretischen Bezugstexte, die man gelesen haben muß, um zu verstehen, was 1968 geschehen ist, und gleichzeitig sind in den Randspalten 365 Tage diese Jahres dargestellt. Beim Blättern in diesem Buch begreifen wir wirklich, daß dies, vielleicht vom Jahr der Französischen Revolution abgesehen, das dichteste Jahr der Weltgeschichte gewesen ist. Hier wird der ganze Planet dargestellt, wir begreifen zum ersten Mal, was Globalisierung bedeutet 1968 ist deswegen das Schlüsseljahr der neueren Zeit weil wir es damals mit dem Ernstfall der Globalisierung zu tun bekommen haben." Peter Sloterdijk

 

I can't get no

Irmela Hannover/Cordt Schnibben:
I can't get no
Ein paar 68er treffen sich wieder und rechnen ab
133 Seiten, gebunden

Kiepenheuer & Witsch

ISBN: 978-3-462-03905-4

22,90 EUR

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I can’t get no erzählt von einem Wochenende, das als heiteres Fest begann und zu einem wütenden Schlagabtausch wurde. 15 Leute, die Ende der 60er gemeinsam zur Schule gingen und den Aufstand probten, sehen sich nach 40 Jahren wieder und reden über ihr Leben. Sind sie, die 68er, wirklich an allem schuld: Kindermangel, Verfall der Werte, Hedonismus – also an all dem, was seinerzeit begann?

Damals blockierten sie in Bremen Straßenbahnen, kifften zusammen, warfen Scheiben ein, bemalten ihre Gymnasien mit Parolen, gingen zu Dutschke in die Lila Eule, tanzten im Beat-Club. Heute sind sie Staatsanwälte, Werber, Ärzte, Journalisten, Manager, Politiker, Hochschullehrer. Einige sehen sich noch als Linke, andere sind unpolitisch, andere eher konservativ.
In einer Villa in Worpswede haben die 15 ein Wochenende lang darüber geredet und gestritten, was sie damals vom Leben erwartet und bis heute daraus gemacht haben. Und darüber, was sie von neuer Bürgerlichkeit, neuem Patriotismus, neuer Religiosität und all den anderen Schlagworten halten, die für den aktuellen Versuch einer geistig-moralischen Wende stehen. »I can’t get no« macht die Faszination des Aufbruchs von damals deutlich, die Jahre, in denen sich Pop und Politik, Sex und Drogen so mischten, dass jeder das Gefühl hatte: »time is on my side«. Die 15 erzählen von ihren Hoffnungen und Enttäuschungen, aber auch von einem Lernprozess, der sie heute klüger auf die 60er blicken lässt.
An diesem Trip durch vier Jahrzehnte Bundesrepublik beteiligen sich u.a. die Bundestagsabgeordnete Krista Sager, der Rechtsanwalt Bernhard Docke, die Journalistin Tissy Bruns, der Hochschullehrer Christoph Köhler, der Sozialmanager Joachim Barloschky, die Generalstaatsanwältin Angela Uhlig van Buhren, der Stadtteilbürgermeister Robert Bücking, der Werbeunternehmer Jork de la Fontaine. (Klappentext)

 

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