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Ein ganzes Universum kann man nicht entstehen lassen in einer Erzählung, aber die in 'Sommerhaus, später' versammelten Geschichten von Judith Hermann sind so voller Poesie, daß ein Ausflug in diese ebenso verschmähte wie kurze Prosaform empfohlen werden soll. Am liebsten würde man darauf verzichten, sich diesen Gebilden besonderer Sprache erklärend zu nähern, die vertrauten und doch überraschenden Beobachtungen, die sie mitteilt, sich bewegt zwischen schwerer Leichtigkeit und deren Gegenteil. Und schon ist man gescheitert, möchte nur sagen:lies mal, und zitiert so ungern wie abschließend den immer jugendlichen Hellmuth-RanickiZwo-Karasek: Der Sound einer neuen Generation. Wow... (F.Peters) Judith Hermann: Sommerhaus, später.
Erzählungen. Fischer Taschenbuch Verlag (Bd.14770) 2000. 187 S..
Kartoniert. 7,90 EUR |
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Gowdy, Barbara: Der weiße Knochen. |
'Der weiße Knochen' ist ein Tierbuch. Kein Sachbuch, sondern ein Roman, eine Famileinsaga, in der die Elefanten die handelnden Figuren sind. Wir sehen die Welt aus ihrer Sicht, lernen ihr Sippengefüge, ihre Lebens- und Verhaltensweise, ihre Problem kennen: angeschlagen durch naturbedingte (Trockenheit) und menschenbedingte (Beschneidung von Lebensraum, Töten der Sippenmitglieder) Katastrophen suchen die Tiere nach einem Ausweg aus ihrer Not: der Mythos vom weißen Knochen, dessen Fund ihnen den Weg in eine bessere Zukunft weisen wird, läßt sie irre Strapazen auf sich nehmen. So verrückt das klingt, dieser Roman zieht uns so in die Elefantenperspektive hinein, daß wir LeserInnen mit den Dickhäutern leiden und hoffen. Gowdy hat es auf erstaunliche Weise geschafft, reale Forschungserkenntnisse über Elefanten und Fiktion zu einer einmaligen Geschichte zu verflechten. Wir wissen ja von dem berühmten Gedächtnis der Elefanten, seit einigen Jahren weiß die Forschung, daß Elefanten eine Sprache haben. Man beobachtete ihre fast rituelle Art zu trauern, wenn sie auf Knochen ihrer Artgenossen treffen. Andere Beobachtungen lassen auf Einfühlungsvermögen, auf 'Familiensinn', auf enorm ausgeprägte Sinne wie Riechen oder Hören schließen, die unsere Wahrnehmungvermögen weit übertreffen. Daneben hat Gowdy den Elefanten Bewußtsein und Emotionen angedichtet, von denen wir nicht wissen können, ob das eine mögliche Sichtweise ist. Aber es ist ja auch ein Roman, kein wisenschaftliches Werk und es ist legitim, uns diese Riesen der Tierwelt so nahe zu bringen, uns zu zeigen wie sanft sie sind und wie gefährdet durch unsere unverständige, der Natur entfremdeten, maßlose Spezies. (A. Mantwill) aus dem Klappentext: Ein Elefant vergißt nie, heißt es. Aber wie wäre es, ein solches Gedächtnis zu haben? Die Vorstellung, sich wirklich an alles erinnern zu können, ist einer der Ausgangspunkte des Romans. Die Autorin hat sich hineinversetzt in das Raum-Zeitgefühl der Elefanten und erzählt aus deren Perspektive die Geschichte der Elefantenkuh "Matsch", die zusammen mit ihrer Familie auf der Suche ist nach dem legendären magischen Weißen Knochen, von dem man sagt, dass er die Elefanten zu einem sicheren Ort führen wird. |
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Laurali R. Wright: Es war ein Tag wie jeder andere, zur Zeit vergriffen |
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