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Buchtipps

Ein großartiges Jugendbuch, vielschichtig, spannend und großherzig erzählt! Leicht verdaulich ist HitchcocksRoman sicher nicht, denn ihre Hauptfiguren haben es alle nicht leicht im Alaska der siebziger Jahre. Da ist Ruth, die bei ihrer Großmutter lebt und plötzlich gegen ihren Willen schwanger wird. Hank, der mit seinen beiden jüngeren Brüdern von Zuhause ausreißt. Dora, die aus einer gewalttätigen Familie zu einer Freundin flieht und Alyce, deren Traum ein Tanzstudium in Fairbanks ist und deren Vater, ein Fischer, doch auf ihre Hilfe angewiesen ist.

Die 30jährige Tatarin Suleika ist eine zierliche Frau, die in ihrem Leben nur Unterdrückung, Gewalt und Leid erfahren hat. Von ihrem dreißig Jahre älteren Mann, einem Bauern, und dessen Mutter wird sie wie eine Sklavin ausgebeutet; sie gebar bisher vier Töchter, die alle als Säuglinge starben.

Hans wächst zunächst recht behütet in einem kleinen Forsthaus auf, verliert seine Mutter jedoch früh und auch sein Vater kommt wenige Jahre später bei einem Unfall ums Leben, als er Hans zu einem der zahlreichen Boxkämpfe fährt.

Es gibt Bücher, die einem ganz schnell ans Herz wachsen, deren Wirkung sich aber nur schwer erklären lässt. Kein anderes Meer von Edwige Danticat ist ein solch besonderer Roman, voller Trauer und Verluste und zugleich tröstlich wie ein Blues.

Arno Franks stark autobiografischer Debütroman ist eine großartige Familiengeschichte, ein road movie und Bildungsroman zugleich.

Richard ist frisch emeritierter Professor der Altphilologie in Berlin. Er hat viel Zeit. „Richard wartet, aber er weiß nicht, worauf. Die Zeit ist jetzt eine ganz andere Art von Zeit.“ Vielleicht wird er, weil er Zeit

Schorsch Kamerun, seit über 30 Jahren Sänger der Hamburger Punkband Die goldenen Zitronen hat hiermit seinen ersten, autobiografisch gefärbten Roman vorgelegt.

Nun wohnt Vera Eckhoff seit bald sechzig Jahren in dem großen Bauernhaus im Alten Land und ist doch nicht so richtig daheim. Damals kam sie zusammen mit ihrer Mutter als Flüchtling ins Dorf und in die Familie Eckhoff. Ihre Mutter heiratet den Hoferben Karl, verlässt aber nach einigen Jahren Mann und Tochter für ein anderes Leben, in der Stadt mit neuem Mann und neuem Kind, eine weitere Tochter.

Mit Frieder fängt es an. Frieder, der mit 17 einen Selbstmordversuch überlebt, den sich keiner erklären kann. Aus der Psychiatrie entlassen mit dem Hinweis, dass ein Auszug aus dem Elternhaus ihm helfen könne, richtet er mit ein paar Freunden und Freundinnen das leerstehende Haus seines Großvaters her. Das heißt ganz schnell Auerhaus, weil die Dörfler im Ort kein Englisch verstehen und das Lied ‚Our house‘ von Madness, das da dauernd läuft, einfach eingedeutscht haben.

Als die Polizei plötzlich vor seiner Schmiede steht, in der er gerade ein glühendes Eisenstück bearbeitet,